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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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KingSttge von meteorologiscfien Journalen etc., Mai 1888. 
uud 40° N-Br iu 32,5° W-Lg am 10. April gekreuzt. Der Mitsegler „Irene? 
erreichte den Kanal atu 26. April. 
4. Heise der Hamburger Brigg „Pelikan“, Kapt. K. Tbauien. 
Die auf einer Reise nach Cameroom begriffene Brigg „Pelikan“ verliefe am 
29. November 1882, 15 Tage nach dem Abgänge von der Eibe, den Kanal. 
Da der während der vorhergehenden Woche so stürmische Westwind damals 
mäfsiger geworden war und eine nördliche Richtung angenommen hatte, ermög 
lichte derselbe einen befriedigenden Fortgang des Schiffes nach Süd westen. 
Mau rückte nach dieser Richtung hin vor, ohne dafs eine Störung eintrat, und 
indem sich später der Wind von NW durch N nach NNE veränderte, wurde 
das Gebiet des Passats erreicht. Am 12. Dezember wurde unweit 25,3° N-Br 
in 20,3° W-Lg die Windrichtung eine Östlich von N liegende, und schien die 
polare Pa&satgrenze in der Nähe dieses Punktes zu liegen. Der zwischen 21,5° 
uud 10,5° N-Br in gröfster Stärke wehende Passat wurde südlich vom letzteren 
Parallel schwächer und endete am 20. Dezember iu etwa 7,3° N-Br und 16,4° 
W-Lg. Im Stillcugürtel konnte das sich der Kiiste nähernde Schiff, bei leichten 
westlichen uud östlichen Winden, einen befriedigenden Fortgang erzielen, und 
nachdem am 27. Dezember unweit 5,8° N-Br in 11,8° W-Lg ein zwar leichter, 
aber beständiger SSW-Wind angetroffeu worden war, wurde der Verlauf der 
Reise ein noch günstigerer. Am 30. Dezember wurde der Meridian des Kap 
Palmus überschritten, am 4. Januar 1883 in 3° N-Br östliche Länge erreicht 
uud am 12. Januar in der Nähe des Bestimmungshafens geankert. Die Reise 
war vom Kanal ab in 44 Tagen vollendet worden; Avähreud derselben hatte 
man: 40° N-Br in 13° W-Lg am 5. Dezember, 30 ö N-Br in 18,8“ W-Lg am 
10. Dezember, 20° N-Br in 20.8" W-Lg am 14. Dezember und 10° N-Br in 
19® W-Lg am 18. Dezember überschritten. 
Nachdem die Brigg in Elohy eine aus Palmenkernen und Rotliholz be 
stehende Ladung eingenommen hatte, verliefs sie am 23. Februar Morgens bei 
Landbriese die Omco-Bai, um nach Hamburg zurückzukebren. Nachdem die 
offene See erreicht worden war, wurde hei dem dort angetroffenen leichten 
SW-Wind meistens über St. B.-Btig gesegolt, worauf das Schiff daun nach 
4 Tagen in Sicht von der Insel St. Thomas gelangte. Infolge beobachteter 
Windstille und leichter Mallung mufste man dort 2 Tage zubringen, und stellte 
sich erst am 3. Tage wieder ein mäfsiger, sich zwischen SSW und S haltender 
Wind ein, hei dem ein südlich von West liegender Kurs eingehalten werden 
konnte. Der Fortgang wurde nun, besonders da westlich von 3® O-Lg in 0,5° 
N-Br die Strömung nach Westen zu setzen begann, der Wind dort auch noch 
raumer lief und kräftiger wurde, ein recht befriedigender. Am 6. März wurde 
iu 0,2° N-Br der erste Meridian überschritten, und am 7. März ging die Brigg 
in 3° W-Lg iu südliche Breite über. Als der dort wehende kräftige SSE-Wind 
die Brigg nach 10° W-Lg geführt hatte, wurde derselbe schwächer und wieder 
schrälor, und am 11. März, gerieth das Schiff unweit 0,2° S-Br in 15° W-Lg 
iu den Stillengürtel. Da in demselben der Fortgang des Schiffes nur ein sehr 
langsamer war, dem Kapitän jetzt auch nur die Wahl blieb, entweder einige 
Breitengrade südlicher zu gehen und iu dieser Weise den zu dieser Jahreszeit 
ja bekanntlich sich häufig bis südlich über den Aequator erstreckenden Stillen 
gürtel zu umsegeln, oder zu versuchen, auf hoch nördlichem Kurse möglichst 
rasch die nördliche Grenze des Stilleugürtcls zu erreichen, entschlofs sich Kapt. 
Thamen, besonders auch in Anbetracht seines schon ziemlich westlichen 
Standpunktes und weil nach Süden hin zu gelangen wegen der vorherrschenden 
Richtung der Mallung schwierig erschien, einen Nordkurs einzusehlagen. Eben des 
in den Monaten Februar, März und April nicht selten südlich vom Aequator unzu 
treffenden Stillengürtels wegen, bietet die in diesen Monaten stattfindende Heimreise 
der aus der Bucht von Guinea kommenden Schiffe oft besondere Schwierigkeiten. 
Es scheint, als ob der westlich von 20° W-Lg in südliche Breiten hinüber 
ragende Stillengürtel oft zur selben Zeit östlich von dieser Länge die Linie 
nicht überschreitet, uud laufen dann Schiffe, welche sich, wie in diesem Falle 
„Pelikan' 1 , in 0,5° S-Br halten und dort bei kräftigem SE-Passat einen Westkurs 
verfolgen, Gefahr, sobald sie westlich von 20° W-Lg gekommen sind , iu den 
Stillengürtel hinein zu gerathen. Wollte nun, um dies zu vermeiden, ein
	        
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