accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge von aneteoi olugisvlteii Journalen elc., Mai 1883. 
529 
veränderliche, oft vuu Stillen unterbrochene, Mallung, deren Richtung zunächst 
meist eine günstige, von 7,5° N-Br an aber eine hoch südliche oder südöstliche 
war. Der Fortgang nach Süden geschah bei diesen letzteren Verhältnissen dann 
in solch langsamer Weise, dafs zwischen 4° uud 2° N-Br nicht weniger als 
13 Tage zugebracht wurden. Erst am 13. Januar konnte die Bark in 119,2° 
W-Lg von der nördlichen zur südlichen Halbkugel «bergeben. Es waren dann 
schon 34 Tage nach dem Antritt der Reise verflossen. Während dieser Zeit 
hatte man: 20° N-Br in 107,4° W-Lg am 12. Dezember und 10° N-Br in 
107° W-Lg am 21. Dezember gekreuzt. 
Der erst in der Nähe der Linie passaturtig werdende SE-Wiud, war 
auch in südlicher Breite anfänglich noch recht flau und unbeständig. Man inufste 
4,5° S-Br überschreiten, bevor derselbe kräftiger durchfafste, doch hielt er ab 
solcher auch nur bis nach 14,5° S-Br in 122° W-Lg an. Die zwischen diesem 
Funkte uud 23,5° S-Br in 121° W-Lg liegende Strecke, inufste die Bark bei 
ganz schwachem, unbeständigem Ostwiudc zurücklcgen; dagegen herrschte 
südlich vom letzteren Punkte wieder kräftiger SE-Wind. Nachdem dieser Wind 
am 30. Januar, in der Nähe von 33,5° S-Br und 122° O-Lg, sich zuerst nach 
NE verändert hatte, drehte er einen Tag später durch N nach W, um sich für 
längere Zeit im westlichen Halbkreise zu halten. Die Bark legte darauf, ohne 
von Stürmen besonders beunruhigt zu werden, die Strecke bis zum Kap Horn 
zurück, und passirte am 13. Februar, bei stürmischem Westwinde, die Längo 
dieses Vorgebirges. Der 13. Februar war der 31. bis dahin in südlicher Breite 
verbrachte Tag. 10“ S-Br war dort in 121,6° W-Lg am 18. Januar, 20“ S-Br 
in 120,7° W-Lg am 24. Januar, 30° S-Br in 122,8° W-Lg am 29. Januar, 
40° S-Br in 117° W-Lg am 1. Februar uud 50° S-Br in 96,5° W-Lg am 8. Fe 
bruar gekreuzt worden. 
Auch im Südatlaulischcn Oecan konnte man, infolge kräftig wehender 
Westwinde, anfänglich raschen Fortgang erzielen. Als die Bark nördlich von 
50° S-Br gekommen war, sank der Wind zuerst zum ganz, leisen Zuge herab 
uud veränderte sich als solcher dann nach Ost. Nachdem derselbe aus dieser 
Richtung wieder aufgefrischt war, konnte man schneller nach Norden hin fort 
schreiten und mit seiner Hülfe bis zum 22. Februar nach 42,5° S-Br in 48° W-Lg 
segeln. Nordwinde, die nördlich von 35° S-Br aDgetroffen wurden, blieben bis 
28,5° S-Br vorherrschend. Zuerst kamen sie meistens aus NNW, später aus 
NNE. Aus kurzer Windstille, die am 6. März in der Nähe von 24,5° S-Br 
und 30,4“ W-Lg auftrat, entwickelte sich endlich der SE-Passat, bei dem die 
letzte Strecke bis zum Aequator zurückgelegt wurde. Derselbe wehte auf der, 
zwischen 20° und 2° S-Br liegenden, Strecke in kräftiger beständiger Weise, 
dagegen wurde er unweit 1,5° S-Br für mehrere Wachen durch Windstille 
unterbrochen. Bei leichter östlicher Mallung überschritt „Rosa y Isabel“ am 
18. März in 31° W-Lg die Linie. Um die zwischen Kap Born und diesem 
Punkte liegende Strecke zurückzulegen, waren 33 Tage erforderlich gewesen. 
50° S-Br war in 52,7° W-Lg am 17. Februar, 40“ S-Br in 45,5° W-Lg am 23. Februar, 
30° S-Br in 31,7° W-Lg am 1. März, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 9. März, 10° S-Br 
in 31,8° W-Lg am 12. März gekreuzt worden. An demselben Tage, an welchem 
„Rosa y lsabel“ die südliche Halbkugel vcrlicfs, geschah dieses auch von der, auf 
eiuer Reise von Guayaquil nach Hamburg begriffenen Hamburger Schonerbrigg 
„Irene“. Dieselbe hatte sieh am 2. Februar beim Kap Horn befunden und gelangte 
von dort nach der Linie in 28,4° W-Lg in 44 Tagen. Der von 1,7° S-Br ab 
beginnende Stillengürtel, erstreckte sich für „Rosa y Isabel“ bis nach 0,6° N-Br 
in 31,3° W-Lg. lu der Nähe dieses Punktes wurde am 19. März der NE-Passat 
wieder angetroffen, in dessem sich bis nach 20,5° N-Br in 41° W-Lg aus 
dehnenden Gebiete die Bark später keinen sehr beständigen Wind beobachtete. 
Auf die am 29. und 30. März, in der Nähe des letzteren Punktes, herrschende 
Windstille, folgte noch wieder ein kräftiger NE-Wind. Westwind wurde au 
getroffen, nachdem man 30° N-Br überschritten hatte, doch wurde auch der 
später noch wiederholt von östlichen Winden unterbrochen. Bei stürmischem 
SE- Wiude gelangte die Bark auch am 22. April in Sicht der Sci%-Inseln. Die 
Reisedauer betrug damals 133 Tage. Im Nordatlantisehen Ocean waren 38 Tage 
verbracht worden, und 10° N-Br hatte man in 37,6° W-Lg am 23. März, 
20° N-Br in 40,9° W-Lg am 29. März, 30° N-Br in 41° W-Lg am 5. April
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.