Eingänge von aneteoi olugisvlteii Journalen elc., Mai 1883.
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veränderliche, oft vuu Stillen unterbrochene, Mallung, deren Richtung zunächst
meist eine günstige, von 7,5° N-Br an aber eine hoch südliche oder südöstliche
war. Der Fortgang nach Süden geschah bei diesen letzteren Verhältnissen dann
in solch langsamer Weise, dafs zwischen 4° uud 2° N-Br nicht weniger als
13 Tage zugebracht wurden. Erst am 13. Januar konnte die Bark in 119,2°
W-Lg von der nördlichen zur südlichen Halbkugel «bergeben. Es waren dann
schon 34 Tage nach dem Antritt der Reise verflossen. Während dieser Zeit
hatte man: 20° N-Br in 107,4° W-Lg am 12. Dezember und 10° N-Br in
107° W-Lg am 21. Dezember gekreuzt.
Der erst in der Nähe der Linie passaturtig werdende SE-Wiud, war
auch in südlicher Breite anfänglich noch recht flau und unbeständig. Man inufste
4,5° S-Br überschreiten, bevor derselbe kräftiger durchfafste, doch hielt er ab
solcher auch nur bis nach 14,5° S-Br in 122° W-Lg an. Die zwischen diesem
Funkte uud 23,5° S-Br in 121° W-Lg liegende Strecke, inufste die Bark bei
ganz schwachem, unbeständigem Ostwiudc zurücklcgen; dagegen herrschte
südlich vom letzteren Punkte wieder kräftiger SE-Wind. Nachdem dieser Wind
am 30. Januar, in der Nähe von 33,5° S-Br und 122° O-Lg, sich zuerst nach
NE verändert hatte, drehte er einen Tag später durch N nach W, um sich für
längere Zeit im westlichen Halbkreise zu halten. Die Bark legte darauf, ohne
von Stürmen besonders beunruhigt zu werden, die Strecke bis zum Kap Horn
zurück, und passirte am 13. Februar, bei stürmischem Westwinde, die Längo
dieses Vorgebirges. Der 13. Februar war der 31. bis dahin in südlicher Breite
verbrachte Tag. 10“ S-Br war dort in 121,6° W-Lg am 18. Januar, 20“ S-Br
in 120,7° W-Lg am 24. Januar, 30° S-Br in 122,8° W-Lg am 29. Januar,
40° S-Br in 117° W-Lg am 1. Februar uud 50° S-Br in 96,5° W-Lg am 8. Fe
bruar gekreuzt worden.
Auch im Südatlaulischcn Oecan konnte man, infolge kräftig wehender
Westwinde, anfänglich raschen Fortgang erzielen. Als die Bark nördlich von
50° S-Br gekommen war, sank der Wind zuerst zum ganz, leisen Zuge herab
uud veränderte sich als solcher dann nach Ost. Nachdem derselbe aus dieser
Richtung wieder aufgefrischt war, konnte man schneller nach Norden hin fort
schreiten und mit seiner Hülfe bis zum 22. Februar nach 42,5° S-Br in 48° W-Lg
segeln. Nordwinde, die nördlich von 35° S-Br aDgetroffen wurden, blieben bis
28,5° S-Br vorherrschend. Zuerst kamen sie meistens aus NNW, später aus
NNE. Aus kurzer Windstille, die am 6. März in der Nähe von 24,5° S-Br
und 30,4“ W-Lg auftrat, entwickelte sich endlich der SE-Passat, bei dem die
letzte Strecke bis zum Aequator zurückgelegt wurde. Derselbe wehte auf der,
zwischen 20° und 2° S-Br liegenden, Strecke in kräftiger beständiger Weise,
dagegen wurde er unweit 1,5° S-Br für mehrere Wachen durch Windstille
unterbrochen. Bei leichter östlicher Mallung überschritt „Rosa y Isabel“ am
18. März in 31° W-Lg die Linie. Um die zwischen Kap Born und diesem
Punkte liegende Strecke zurückzulegen, waren 33 Tage erforderlich gewesen.
50° S-Br war in 52,7° W-Lg am 17. Februar, 40“ S-Br in 45,5° W-Lg am 23. Februar,
30° S-Br in 31,7° W-Lg am 1. März, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 9. März, 10° S-Br
in 31,8° W-Lg am 12. März gekreuzt worden. An demselben Tage, an welchem
„Rosa y lsabel“ die südliche Halbkugel vcrlicfs, geschah dieses auch von der, auf
eiuer Reise von Guayaquil nach Hamburg begriffenen Hamburger Schonerbrigg
„Irene“. Dieselbe hatte sieh am 2. Februar beim Kap Horn befunden und gelangte
von dort nach der Linie in 28,4° W-Lg in 44 Tagen. Der von 1,7° S-Br ab
beginnende Stillengürtel, erstreckte sich für „Rosa y Isabel“ bis nach 0,6° N-Br
in 31,3° W-Lg. lu der Nähe dieses Punktes wurde am 19. März der NE-Passat
wieder angetroffen, in dessem sich bis nach 20,5° N-Br in 41° W-Lg aus
dehnenden Gebiete die Bark später keinen sehr beständigen Wind beobachtete.
Auf die am 29. und 30. März, in der Nähe des letzteren Punktes, herrschende
Windstille, folgte noch wieder ein kräftiger NE-Wind. Westwind wurde au
getroffen, nachdem man 30° N-Br überschritten hatte, doch wurde auch der
später noch wiederholt von östlichen Winden unterbrochen. Bei stürmischem
SE- Wiude gelangte die Bark auch am 22. April in Sicht der Sci%-Inseln. Die
Reisedauer betrug damals 133 Tage. Im Nordatlantisehen Ocean waren 38 Tage
verbracht worden, und 10° N-Br hatte man in 37,6° W-Lg am 23. März,
20° N-Br in 40,9° W-Lg am 29. März, 30° N-Br in 41° W-Lg am 5. April