accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Mai  1883.

527

3*

über.  Eist  am  3.  Februar  gelang  es,  unweit  25,5°  S-Br  und  6°  O-Lg,  den
Passat  zu  erreichen,  bei  dem  die  Reise  dann  wieder  in  rascherer  Weise  gefördert
werden  konnte.  Nördlich  von  1°  S-Br  sank  der  SE-Wind  abermals  zum  leisen
Zuge  herab,  und  bei  solchem  wurde  auch  am  22.  Februar  in  23,7°  W-Lg  der
Aequator  überschritten.  Um  die,  zwischen  30°  S-Br  und  Linie  liegende,  Strecke
zu  vollenden,  waren  24  Tage  erforderlich  gewesen.  Auf  derselben  hatte  man:
20°  S-Br  in  1,5°  W r -Lg  am  8.  Februar  und  10°  S-Br  in  13°  W-Lg  am  15.  Februar ­
  überschritten.
Um  frei  von  dem,  gleich  unmittelbar  in  nördlicher  Breite  beginnenden,
Stillengürtel  zu  kommen,  genügten  wenige  Stunden.  Nach  deren  Verlauf  stellte
sich  unweit  0,2°  N-Br  der  NE-Passat  wieder  ein,  bei  dem  sich  während  der
nächsten  Zeit  ein  befriedigend  rascher  Fortgang  erzielen  liefs.  Nachdem
12°  N-Br  überschritten  worden  war,  verlor  der  Passat  seine  Stärke;  auch
wurde  er  nun  unbeständig,  so  dafs  der  nördlich  von  diesem  Parallel  angetroffene
Ostwind  den  Nameu  Passat  eigentlich  nicht  mehr  verdiente.  Nachdem  die  Bark
26°  N-Br  erreicht  hatte,  traten  ab  und  zu  westliche  Wiude  auf,  obgleich  östliche ­
  Winde,  zwar  jetzt  meist  aus  einer  südlichen  Richtung  kommend,  uoch
immer  die  vorherrschenden  blieben.  Durchstchcnder  Westwind  stellte  sich  nicht
eher,  als  am  31.  März,  in  der  Nähe  von  45,5°  N-Br  in  28°  W-Lg  ein.  Bei
diesem  konnte  man  dann  nahezu  den  ganzen  noch  vorliegenden  Theil  der  Reise
zurücklegen.  Als  die  Aufsengründe  vor  dem  Kanäle  schon  erreicht  waren,  veränderte ­
  sich  der  Wind  noch  einmal  wieder  nach  Ost,  und  bei  südöstlichem
Winde  erreichte  „Caroline  Belm“  auch  am  6.  April  die  Mündung  des  Kanals.
Es  waren  damals  111  Tage  nach  der  Abreise  von  der  <Sr<nda-Strafse  verflossen,
ln  nördlicher  Breite  waren  davon  43  Tage  zugebracht,  und  dort:  10°  N-Br  in
34,7°  W-Lg  am  27.  Februar,  20°  N-Br  in  41,4°  W-Lg  am  9.  März,  30°  N-Br
in  46,7°  W-Lg  am  16.  März  und  40°  N-Br  in  40,5°  W-Lg  am  21.  März  gekreuzt
worden.
2.  Reise  der  Hamburger  ¿Bark  „Rosa  y  Isabel“,  Kapt.  G.  Schlüter.
Am  6.  Juni  1882  verliefs  die,  auf  einer  Reise  von  Bremen  nach  der
Westküste  von  Mexiko  begriffene,  Hamburger  Bark  „Rosa  y  Isabel“  den  Kanal.
Im  offenen  Oceau  gewährten  kräftige,  meist  aus  raumer  Richtung  wehende,
Westwinde  eine  günstige  Gelegenheit,  um  nach  Süden  hin  vorzurücken,  und
indem  sich  später  der  frische  Wind  von  NW  durch  N  nach  NE  veränderte,
entstand  aus  ihm  unmittelbar  der  Passat.  Von  40°  N-Br  an  wurde  die  Fahrt
ununterbrochen  vou  nordöstlichem  Winde  begünstigt,  und  schien  schon  dort,  wo
auch  der  höchste  Barometerstand  beobachtet  wurde,  das  Passatgebiet  zu
begiuueu.  Der  in  demselben  für  längere  Zeit  in  befriedigender  Stärke  wehende
Wind  wurde  erst  schwächer,  nachdem  18°  N-Br  überschritten  worden  w T ar.  Als
die  Bark  am  23.  Juni  nach  10°  N-Br  in  26°  W-Lg  gekommen  war,  endete  der
Passat.  Im  Stillongiirtcl  beobachtete  mau  zunächst  au  mehreren  Tagen  leichte
nordöstliche  und  westliche  Mallung.  Frischen  SW-Monsun,  der  jedoch  nur
einen  Tag  anhielt,  faud  die  Bark  zwischen  7,5°  und  6,5°  N-Br,  und  nachdem
später  noch  wieder  für  mehrere  Tage  ganz  leichte  südliche  und  südöstliche
Mallung  geherrscht  hatte,  stellte  sich  endlich  am  1.  Juli,  in  der  Nähe  vou
5,3°  N-Br  und  23,l 6  W-Lg,  der  SE-Passat  ein.  Von  demselben  wurde  die
Bark  bis  zum  6.  Juli  zu  der,  in  28,3°  W-Lg  überschrittenen,  Linie  geführt.  Um
zu  derselbon  vou  Lisard  zu  gelangen,  waren  30  Tage  erforderlich  gewesen.
Während  dieser  Zeit  hatte  man:  40°  N-Br  in  14°  W-Lg  am  10.  Juni,  30°  N-Br
in  20,8°  W-Lg  am  15.  Juni,  20°  N-Br  in  25,2°  W-Lg  am  18.  Juni  und  10°  N-Br
in  26°  W-Lg  am  23.  Juni  gekreuzt.
Im  Südatlantischen  Ocean  wurde  „Rosa  y  Isabel“  bis  nach  26,5°  S-Br  in
40°  W-Lg  vom  kräftigen  und  beständigen  SE-Passate  begleitet.  Unweit  dieses
Punktes  veränderte  sich  der  Wind  nach  NE  und  bald  darauf  durch  N  nach  W,
um  dann  für  längere  Zeit  vorherrschend  aus  dem  westlichen  Halbkreise  zu
wehen.  Da  der  Wind  jedoch  nicht  stürmisch  auftrat,  auch  oft  aus  raumer
Richtung  wehte,  konnte  doch  in  befriedigender  Weise  Fortschritt  nach  SW
gemacht  werden.  Südlich  von  40°  S-Br  herrschten  südöstliche  oder  nördliche
Winde  vor,  und  bei  kräftigem  Nordwinde  überschritt  die  Bark  auch  am  1.  August
in  64°  W-Lg  den  Parallel  von  50°  Süd.  Es  waren  bis  dahin  26  Tage  in  süd-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.