Reiseberichte S. M. S. „Carola“ mid S. M. Kbt. „Hyäne*.
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etwas weiter nördlich eine breitere mit ca 2,5 m Wasser sein. Obige Insel hat
seit einigen Jahrzehnten Einwohner und zwar zur Zeit 30, während Karto und
Segelanweisung die Insel noch unbewohnt nennen.
Es wechselt indessen die Einwohnerzahl, da bei dem Rcichtluim an
Kokosuufspalmen zur Kopragewinnung öfter Arbeiter von Rarotonqa und anderen
Inseln herüberkommen und eine Zeit lang wohnen bleiben. I^ie gewonnene
Kopra wird dann und waun von kleinen Schonern abgeholt, die bei der Boots-
passage ankern. Die Einwohner waren zum Theil schon auf dieser Insel
geboren, bosafsen ein Walfischboot und zeigten beim Erscheinen S. M. S.
„Carola“ am Lande die englische Kanffahrteiflagge.
Da die nordöstlichsten Inseln theils niedriger und die kleineren gar nicht
mit Gebüsch bedeckt sind, so ist diese Inselgruppe bei ihrer verhältnifsmäfsig
grofsen Ausdehnung für die Schiffahrt gefährlich.
8. Insel Rose.
Quer durch die Passage zu der Lagune ziehen sieh gröfsere flache
Korallenbänke, so dais selbst kleine Segel fahr zeuge nicht hineinkreuzen können.
Die nördliche kleine Sandinsel ist ohne Vegetation, scheint aber nicht mehr
vom Wasser überspült zu werden, da zahlreiche Scevögol dort brüteten. Die
südliche kleine Insel ist etwas höher uud stark mit. Büschen und Bäumen be
standen, unter denen aber nur wenige Kokosnnfspalmen sind. Auch sie war
gerade Brutstätte für viele Tausende von Scevögeln. Auf beiden Inseln waren
nur Spuren von vorübergehendem Aufenthalt Weifser zu bemerken.