RtfatMdi№ S, M. S. »Carola* «ml 8. M. Kitt. »Hyäne*.
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amerikanische Karte (Tit. XII No. 162) das P«/moA- Riff ca Süd unter der
Spitze von Satupaitea aufhörend darstellt, so erschien eine Austeucrung von
Süden aus gefahrlos. Ein Eingeborener gab jedoch an, dafs noch vor der
Spitze ein Riff mit 7,3—14,6m Wasser liegt, auf welchem die Sec öfters brandet.
Seinen Angaben nach wurde nun unter Land von Westen aufgedampft und an
der von ihm angegebenen Stelle eine höher laufende Dünung gesehen, die au
St.-B. gelassen wurde. Eia zu der oben angegebenen Ankcrstelle wurden nicht
unter 36 m Wasser gefunden.
Lothungen ergaben schon 300 m vom Schiff' in SzW eine Stelle mit 6,5 m.
Es wurde ein grölseres ca ONO—WSW verlaufendes Riff konstatirt, welches
von dem schmalen Strandriff durch einen ca 600m breiton tiefen Kanal getrennt
ist. Von der Riffkette der Pahmiß-Bucht scheint es durch eine schmale Rinne
getrennt zu sein. Auf dem Riff selbst lief sehr hohe Dünung, die zeitweise
auf den flachen Stellen sehr stark brandete.
Das ca 100 ui breite Strandriff läuft mit der aus Sand- und Lava-Vor
sprüngen bestehenden Küste parallel und fällt stark zum Kanal ab.
Die auf der Karte in der Nähe der Ostspitze angegebene Bootsdurch
fahrt ist vorhanden, konnte aber bei der Kürze des Aufenthalts nicht weiter
erforscht werden.
Hafen rm Safata. Insel Upo/u. Der Hafen von Safata ist schwer
von See aus zu finden, weil das Riff sehr weit hinausläuft.- Beim Ansteuern
des Hafens durch S. M. S. „Carola“ am Vormittage mit der Sonne im Gesicht
wurde bei dem gänzlichen Mangel an geeigneten Laudmarken die Einfahrt selbst
durch deu mitgenommenen Lotsen Philipp aus Apia erst beim Herandampfeu
vom Vortopp aus erkannt. Ist dieselbe gefunden, so ist das Hmeindampfcu
besonders bot günstigem Stand der Sonne vom Vortopp aus leicht zu leiten.
Der auf der Karte Tit. XII No. 162 (Br. Adm.-Karte No. 1730) vor
handene kleine Plan dos Hafens ist in Betreff der Tiefen Verhältnisse nicht
mehr richtig; die neueste Ausgabe der Br. Adm.-Karte No. 1730 giebt blofs
einen flacheren Fleck im Hafen an, scheint aber sonst ganz die alte amerika
nische Vermessung von 1830 beibehalten zu haben. Es scheint, als ob die
beiden gröfseu Bäche in den 43 Jahren nach der amerikanischen Vermessung
den Hafen allmählich bedeutend ausgefüllt haben, und dafs besonders der west
liche Theü desselben flacher geworden ist. Die Wassertiefe ist dort fast auf
die Hälfte der in der alten Karte angegebenen reduzirt. Die vorgenommenc
Vermessung und Auslothung erstreckte sich mehr auf die westliche Einfahrt und
das llauptbassin des Hafens und ergab aulsor den bedeutend geringer gefundenen
Wasserticfen, dals die auf der Karte XH No. 162 (Br. Adm.-Karte No. 1730)
südlich von dem isolirten Riff gezeichnete Untiefe schon ein größeres Riff mit
schwerer Brandung bildet, welches mit dem nördlichen in fester Verbindung
steht, uud dals sieh südlich davon noch eine zweite Stelle mit 5,6 m Wasser
befindet.
Der Ankergrund ist durchgängig feiner Sand. Der Hafen soll besonders
für kleine Schiffe sehr sicher seiü, weil dieselben weit hinaufgehen können und
die Stürme meist nördlich wehen. Trotz der engen Einfahrt läuft dennoch, und
besonders bei hohem Wassorstandc, viel Dünung im Hafen, so dafs S. M. S.
„Carola“ bis 10° nach jeder Seite sehlängerte. Das Wasser im inneren Hafen
ist durch die Bäche getrübt.
Die Ufer sind sandig und dicht mit Gebüsch, Palmen und anderen Bäumen
bedeckt und bieten, wie bereits oben erwähnt, keine Laudmarken. Das dem
einzigen dort anwesenden Weifsen gehörende Haus auf der Landspitze zwischen
den Bächen ist schon völlig von Bäumen verdeckt, eignet sich aber sonst wegen
seiner Lage als Observa4ionspunkt uud zur Unterbringung der Instrumente.
Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser soll meist nur 1 in,
bei Springflutheu 1,7 m betragen. Tags weht meist östlicher Seewind, Nachts
Landwind. Die, wenn auch unter ungünstigen Umstäuden vorgenommenen
Beobachtungen auf dem Observationspunkt ergeben 13° 59,2' S-Br, 171° 50,4'
W-Lg. Mi fs Weisung 8° 30' Ost.
Für Mannschaften ist ein Badeplatz im wostlichcn Bach vorhanden.
Lebensmittel sind wenig zu erhalten.