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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Vergleichende Uebersicht etc., Mai 1883. 
505 
Stunde zogen. 1 ) Geringe Entwickelung 
der barometrischen Maxima; dieselben 
pflanzten sich ostwärts fort. 
2. Ein zu niedriges Monatsmittel 
des Luftdrucks in der Seenregion und 
an der Allantischen Küste, und ein 
etwas zu hohes im Südwesteu und in 
Florida; der höchste mittlere Baro 
meterstand war in Florida und am 
Pugct Sound, der tiefste in Neu-Mexico. 
Die Schwankungen des Barometers 
waren sehr grofs im Missouri-Thal 
(über 25mm), kleiner in der Seen 
region. 
3. Die zerstörenden Tornados, 
welche auf der Südostsoite der De 
pressionen No. V und No. VI am 13. 
und 18. Nachmittags in Mehrzahl in 
den inneren Staaten auftraten. 
4. Die grofse Regenmenge in der 
unteren Seenregiou, dem Missouri- 
Thale, den Südatlantischen Staaten 
und Kalifornien; in letzterem fiel mehr 
als das Vierfache der normalen Menge. 
5. Die niedrige Mitteltemperatur 
in fast allen Theilen des Gebiets und 
der starke Spätfrost vom 
¿2. in den 
inneren Staaten. Die Abweichung 
des Monatsmittels von der 
betrug: 
Normalen 
New-Eugland . . . 
— 0,2° C. 
Mittl. atlant. Staaten . 
+ 0,1 
Südl. „ „ 
— 0,6 
Florida 
— 0,6 
Oestliche Golfstaaten. 
— 1,5 
Westliche „ 
— 1,2 
Riogrande-Thal. . . 
+ 0,6 
Ohio-Thal u. Tennessee 
— 2,0 
Untere Seenregion . . 
— 2,6 
Obere „ . . 
— 2,8 
Oberes Mississippi-Thal 
— 3,4 
Missouri-Thal . . . 
— 3,8 
Felsengcbirge, nördl.. 
— 2,7 
,, mittl. . 
— 1.2 
„ südl. . 
— 0,2 
Plateau, nördliches. . 
-f 0,1 
„ mittleres . . 
— 1,1 
„ südliches . . 
— 1,9 
_ . 1 nördliche . 
Pacfische mittlere . 
Ku8le 1 südliche . 
4- 0,5 
— 0,8 
- 0,9 
metrischen Maxima waren zwar nicht 
intensiv, beemflufsten aber bei ihrer 
Bewegung nach NE und SE die 
Temperaturverhältnisse bedeutend. 
2. Nahezu normale Gröfse sowohl 
des mittleren Luftdrucks (im Osten 
und Südwesten etwas zu niedrig) und 
der monatlichen Schwankungen des 
Barometers. Der Druck im Meeres 
spiegel betrug im ganzen Gebiete 
zwischen 758 l /ü und 76 1 72 mm, von 
Memel und Skagen nach dem Ober- 
rheiu zunehmend. 
3. Das ausgeprägte (übrigens für 
diesen Monat normale) Vorwalten der 
Winde aus West bis Nord und die Ab 
wesenheit ausgedehnter oder starker 
Stürme. 
4. Die von der normalen nur 
wenig abweichende, meist etwas zu 
geringe Regenmenge. Gewitter waren 
nicht selten und traten in gröfster 
Zahl am 8. und 9. an der Ostseite 
eines unrcgelmäfsig geformten De 
pressionsgebietes auf. 
5. Die starken Schwankungen der 
Temperatur, mit Wärmcmaxima am 
9., 16. und 26., bei ziemlich normalem 
Monatsmittel; die Abweichungen des 
letzteren von der Normalen waren 
folgende: 
1. Nord- I a. östliches 
deutschest b. mittleres 
Tiefland | c. westliches 
2. Mittel- I a. östliches 
deutsches < b. mittleres 
Hügelland ( c. westliches 
a. Bayern 
b. Württemberg 
c. Baden 
d. linksrhein.Geb 
4. Dänemark . 
5. Niederlande 
3. Süd- 
dcutsch- 
land 
+ 
+ 
4~ 
+ 
+ 
+ 
0,9° 
0,2 
0,4 
0,1 
0,8 
0,7 
0,0 
0,3 
0,3 
0,4 
0,6 
j a. nördl. 
6. Oesterreich I b. mittl. 
I c. südl. 
7. Schweiz 
- 0,5 
+ 0,4 
— 1,2 
+ 0,5 
') Im Original wird angegeben, cs hätten in diesem Monat keine Bahnen von Depressionen 
an der Paciiisehen Küste verfolgt werden können, weil die im Westen des Felsengebirges Angestellten 
Beobachtungen nicht telegraphisch übermittelt worden sind; warum diese Verfolgung nicht nach den 
durch die Post eingehenden Beobachtungen geschehen ist, wird nicht erläutert.
	        
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