Eingänge von meteorologischen «Journalen etc., April 1883.
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20° S-Br in 1.3,3° W-Lg am 13. Dezember und 10° S-Br in 21° W-Lg am
18. Dezember gekreuzt worden.
In nördlicher Breite traf „ Adelaide:“ beim Uebergang vom Gebiet des
SE- in das des NE-Passats nennenswerthc Störung nicht an. Die Richtung' des
Windes veränderte sich unweit 2,5° N-Br von SE nach E, und zwischen 3,5''
und 4° N-Br herrschte für mehrere Wachen nur leichte östliche Briese. Indem
dieselbe auffrischte, wurde sie Passat, dessen südliche Grenze am 26. Dezember
in der Nähe von 3,6° N-Br und 27° W-Lg zu liegen schien. Der zwischen 7°
und 18° N-Br seino gröbste Stärko entwickelnde Passat dehnte sich aus bis
nach 26° N-Br in 39° W-Lg. Nachdem derselbe am 7. Januar 1883, bei einem
höchsten Barometerstand von 767,0 mm, in kurze Stille übergegangen war, folgte
nach dieser bald ein westlicher Wind, der auf dem noch vorliegenden Rcisc-
abseknitt zwar noch wiederholt von östlichen Winden unterbrochen wurde,
welcher im Allgemeinen aber doch vorherrschend blieb und der das Schiff bis
zum 28. Januar zur Rhede von Queenstown führte. Die Reise war von
„Adelaide“ in 127 Tagen vollendet worden. Im Nordatlantischen Ocean, in
welchem 10° N-Br in 29,8° W-Lg am 29. Dezember, 20° N-Br in 36° W-Lg
am 2. Januar, 30° N-Br in 33,2° W-Lg am 11. Januar und 40° N-Br in
23° W-Lg am 21. Januar überschritten worden war, hatte man 36 Tage
zugebracht.
17. Reise des Bremer Vollseltiffes „Magdaiene“, Kapt, €. Meyer.
Am 8. Januar 1883, nur 3 Tage später, als eine Reise von Bremen nach
New- York angetreten worden war, verliefs das Vollschiff „Magdaiene“ den
Kanal. Dasselbe schlug bei dem dort wehenden stürmischen Ostwind, der bei
rasch abnehmendem Luftdruck allmählich schmier lief, einen südlichen Kurs ein,
auf welchem es bis zum 10. Januar nach 47,5° N-Br iß 11,2° W-Lg gelangte.
Als unweit dieses Punktes der Luftdruck mit 730 mm seinen niedrigsten Stand
erreicht hatte, veränderte sich der in mäfsigor Stärke wehende Wind zuerst
nach NE und gleich darauf nach W und NW. Indem der Wind aus der letzteren
Richtung später wieder allmählich an Stärke zunahm, wehte derselbe am 12.
und 13. Januar in der Nähe von 43° N-Br und 14,5° W-Lg als orkanartiger,
von Blitz begleiteter, Sturm. Das Barometer erreichte während desselben einen
niedrigsten Stand von 744,0 mm. Nachdem der auf den Sturm folgonde mäfsige
Wind sich wieder von SW nach NW verändert hatte, konnte man wieder einen
befriedigenden Fortgang erzielen. Am 15. Januar lief der kräftige Wind, in
der Nähe von 36° N-Br und 16° W-Lg, von NNW durch N nach NNE und
schien es, als ob derselbe unmittelbar zum Passat werden wolle. Nachdem
jedoch 31° N-Br überschritten worden war, sank der Ostwind zur ganz leichten
Briese herab, und auf diese folgte ein längere Zeit anhaltender westlicher und
südlicher Wind. In ganz ungewöhnlicher Weise stellte sich der Passat ein.
Der am 22. Januar stürmisch gewordene SSW-Wind veränderte sich unweit
27,5° N-Br in 26° W-Lg, bei einem Barometerstand von 758,5 mm, durch S nach
SE und E, wehte, begleitet von heftigen Gewitterböen, mehrere Tage stürmisch
aus letzterer Richtung und wurde schliefslich, als die Windstärke sich mäfsigte,
zum Passat. Da der letztere später auch ganz ungewöhnlich grofse Stärke
besnfs, nahm die Reise einen sehr befriedigenden Verlauf, und konnte man bis
zum 5. Februar nach 28,5° N-Br in 70,5° W-Lg segeln. Unweit dieses Punktes,
wo das Barometer mit 772,5 mm seinen höchsten Stand erreichte, wurde der
Ostwind in kurzer Zeit ganz flau und veränderte sich gleichzeitig nach einer
hoch südlichen Richtung. Er zeigte durch diese Veränderung, dal's die polare
Passatgrenze erreicht sei. Den letzten Tkeil der Reise mufste „Magdaiene“ bei
sehr veränderlichen, aus südwestlicher, östlicher und nördlicher Richtung kommen
den, Winden zurücklegen. Durch letzteren Wind besonders wurde die Reise
noch um mehrere Tage verlängert. Kräftiger Ostwind führte das Schiff am
15. Februar zum Hafen von New-York. Um zu demselben von Lizard ab zu
gelangen, waren 38 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man:
40° N-Br in 13,8° W-Lg am 14. Januar, 30° N-Br in 21° W-Lg am 19. Januar
und zum zweiten Mal 30° N-Br in 71,3° W-Lg am 6. Februar, wie 30° W-Lg
in 24,5° N-Br am 24. Januar, 50° W-Lg in 19,9° N-Br am 30. Januar, 60° W-Lg
in 21,3° N-Br am 2. Februar und 70° W-Lg in 28° N-Br am 5. Februar
gekreuzt.