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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., April 18813.
in 10,4° W-Lg am 9. September, SO* 5 N-Br in 20,2° W-Lg am 13, September,
20° N-Br in 24,6° W-Lg am 17. September und 10° X-Br in 25,9° W-Lg am
25. September gekreuzt. Ein Mitsegler, die eiserne Bremer Brigg „Asante“,
welche, nach dem Busen von Guinea bestimmt, den Kanal am 5. September
verlassen und der sieh später östlich von den Kap FmA-Iuscln gehalten hatte,
gelangte nach 10° N-Br in 19,5° W-Lg am 24. September, also einen Tag
früher als „Suaheli“ diesen Parallel in 25,9° W-Lg überschritt. Am 13. Sep
tember Mittags war der Scbiffsort der Bark in 31,5° N-Br und 19,5° W-Lg
und zugleich derjenige der Brigg in 31,5“ N-Br und 20,2° W-Lg gewesen.
Auf dem zunächst liegenden südliehen Theil der Reise hatte das letztere Schiff
dann noch etwas mehr gewonnen. Auch vom westlichen Monsun wurde „Asante“
mehr als „Suaheli“ begünstigt, und an demselben Tage, an welchem die Bark
die nördliche Halbkugel verliefe, ankerte auch die Brigg schon auf der Rhede
von Appam. Zur Zeit des beginnenden und des sicli seinem Ende nahenden
SW-Monsuus, und das letztere war hier schon augenscheinlich der Fall, scheint
es vorteilhaft zu sein, eine etwas östlichere Route einzuschlagcn, als wie sic
für August und Anfang September anzurathen ist.
In südlicher Breite traf „Suaheli“ zunächst einen frischen beständigen
Passat an, dessen Gebiet sieh bis nach 19,5° S-ßr in 24,8° W-Lg ansdehnte.
Der am 14. Oktober in der Nähe dieses Punktes ganz flau werdende und sich
nach links verändernde Wind herrschte, nachdem vorher für kurze Zeit Wind
stille beobachtet worden war, wieder für längere Zeit kräftig aus südöstlicher
Richtung. Sich später langsam abermals nach links verändernd drehte er am
20. Oktober, unweit 32,5° S-Br iu 21° W-Lg, wieder durch N, um sich nun
dauernd im westlichen Halbkreise zu halten. Am 27. Oktober überschritt
Suaheli“ bei stürmischem Westwinde den Meridian von Greenwich in 38,6° S-Br.
Der 27, Oktober war der 21. bis dahin in südlicher Breite zugebraclite Tag.
Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 28,8° W-Lg am 10. Oktober,
20° S-Br in 24,4° W-Lg am 15. Oktober und 30° S-Br in 24,5° W-Lg am
19. Oktober gekreuzt.
In östlicher Länge nahm die Reise bei den dort angetroffenen, meist aus
westlicher Richtung wehenden Winden, einen befriedigenden Verlauf. Als die
Bark am 6. November nach 38° S-Br in 35,5° O-Lg gekommen war, wurde ein
nördlicher Kurs eingesehlagen, auf dem mau zunächst auch noch von frischen
Westwinden begleitet blieb. Unweit 27° S-Br in 44,4° O-Lg wurde am
12. November kurze Windstille beobachtet, auf die ein kräftiger, jedoch nicht
lange anhaltender, SE-Wind folgte. Da indessen die folgenden Winde meist aus
südlicher Richtung wehten, konnte man auch bei ihnen in einigermafeen be
friedigender Weise vorrücken und am 13. November die Breite der Südspitze
von Madagaskar überschreiten. Im Kanal von Mozambique waren bis nach
15° S-Br in 42,3° O-Lg südwestliche Winde von mäftiger Stärke vorherrschend,
während nördlich von diesem Punkte nordöstliche Winde von derselben Stärke
vorwalteten. Das durch die letzteren verursachte, langsame Vorrücken des
Schiffes war ein derartiges, dafs am 25. November der Schiffsort 11,9° S-Br
in 41,9° O-Lg war und am 29. November noch 11,1° S-Br in 42,9° O-Lg. Bei
diesen ungünstigen Verhältnissen rnuftte fast der ganze letzte Theil der Reise
zurückgelegt werden. Am 4. Dezember, dem 91. Tage nach der Abreise vom
Kanal, erreichte „ Suaheli“ die Rhede von Zanzibar. Auf dem in östlicher
Länge liegenden Theil der Reise war: 35° S-Br in 39,2° O-Lg am 8. November.
30° S-Br in 42,3° O-Lg am 10. November, 25° S-Br in 43,2° O-Lg am 13. No
vember, 20° S-Br in 41,9° O-Lg am 17. November, 15° S-Br in 42,3° O-Lg
am 21. November und 10° S-Br in 43,3° O-Lg am 30. November, wie 20° O-Lg
in 38,7° S-Br am 1. November, 30° O-Lg in 39° S-Br am 4. November und
40° O-Lg in 33,5° S-ßr am 8. November gekreuzt worden.
12. Reise der Wismarer Bark „Anna Thor mann“, Kapt. P. A. Vofs.
Am 2. Mai 1882 trat die Bark „Anna Thormann“ von New-York aus
eine Reise nach Anjer an. Der NW-Wind, bei dem das Schiff die offene See
erreichte, veränderte sich bald nach SW, und segelte man bei diesem Winde
dann bis zum 6. Mai nach 37,5° N-Br in 59,5° W-Lg, Unweit dieses Punktes
veränderte sich der Wind nach NE, um sich für mehrere Tage kräftig wehend