Eingiinge von meteorologischen Journalen ctc., April 1883.
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schwächer und veränderte sich nach NE, dadurch anzeigend, dafs das Schiff die
polare Passatgrenze erreicht hatte. Das Barometer zeigte dort auf einen
höchsten Stand von 762,8 nun. Südlich vom Passalgchict hielt sieh der Wind
noch für sehr lange Zeit in nordöstlicher Richtung, und veränderte sieh der
selbe nicht eher als unweit 36° S-Br durch Nord nach West. Den westlichen
Halbkreis ziemlich rasch durcheilend, hielt sich der Wind später wieder für
längere Zeit im südöstlichen Quadranten und verursachte dadurch, dafs nun ein
unerwünscht nördlicher Kurs verfolgt werden mufstc. Am 2. April ging „l^allas"
in 36,2° 8-Br von westlicher in östliche Länge über. Per 2. April war der
22. bis dahin in südlicher Breite zugebrachte Tag. Man hatte dort: 10° S-Br
in 34,1° W-Lg am 16. März, 20° S-Br in 31,9® W-Lg am 21. März und 30° S-Br
in 23,5® W-Lg am 25. März gekreuzt. Am 28. März hatte „Pallas“ sich in
Sicht von Tristan da Cvnha befunden.
In östlicher Länge traf „Pallas“ zunächst für längere Zeit sehr ungünstige
Winde an. Der unverhältnifsmäfsig leichte Wind kam anhaltend aus südlicher
oder südöstlicher Richtung und machte sowohl jeden raschen Fortschritt als
ein Erreichen höherer Breiten unmöglich. Auch nachdem endlich am 9. April
in der Nähe von 36,4® S-Br in 14,5° O-Lg Westwinde angetroffen worden
waren, traten dieselben nicht sehr beständig und kräftig auf. Immerhin liefs
sich bei denselben ein oinigermafsen befriedigender Fortschritt erzielen, und
indem man sich zwischen 39° und 40° S-Br hielt, wurde nun die erforderliche
Länge zurückgclegt. Lang anhaltende Stürme wurden nicht beobachtet. Der
heftigste den man antraf, wehte am 23. April in der Nähe von 40° S-Br und
65,5° O-Lg aus nordwestlicher Richtung, bei einem niedrigsten Barometerstände
von 751,4 mm. Am 27. April, 25 Tage später als östliche Länge erreicht worden
war, kreuzte „Pallas“ in 39,6° S-Br den Meridian von 80® Ost.
Recht stürmische Westwinde fand „Pallas" auf dem Wege zum Gebiete
dcß Passats. Da bei denselben indessen immer guter Fortgang erzielt werden
konnte, waren dieselben ganz erwünscht, und indem schliefelieh der Wind, ohne
dafs vorher Mallung auftrat, sich von SSW durch Süd nach SSE veränderte,
wurde in rascher ununterbrochener Fahrt das Gebiet des Passats erreicht. Die
polare Grenze desselben schien am 5. Mai in der Nähe von 30° S-Br in
103° O-Lg zu liegen. Das Barometer, welches hier auf 763,4 mm zeigte, erreichte
später unweit 25° S-Br einen höchsten Stand von 766,5 mm. Kräftiger Passat
führte „Pallas“ nach kurzer Fahrt zur Swndö-Strafse. Wenige Stunden vorher
als am 13. Mai Java Ilead erblickt wurde, ging der allmählich flauer gewordene
Passat in kurze Stille über, und auf diese folgte ein leichter SW-Wind, bei
welchem „Pallas“ in die Suada-Strafse einsegelte. Die Bark hatte die Reise
von New- York her in 92 Tagen vollendet. Auf dem letzten Reiseabschnitte
war: 30® S-Br in 103° O-Lg am 5. Mai, 20® S-Br in 105,2° O-Lg am 8. Mai
und 10° S-Br in 106° O-Lg am 12. Mai geschnitten worden. Am 11. Mai hatte
„Pallas“ in 12,2° S-Br und 105,6° O-Lg Signale mit der Elsflether Bark
„Hermann“ gewechselt. Dieses, auf einer Reise vou London nach Shanghai
begriffene Schiff hatte sich am 19. Januar hei Lizard befundeu, hatte den
Aequator in 28° W-Lg am 28. Februar, den ersten Meridian in 38,9° S-Br am
24. März uud den von 80° Ost in 39,3° S-Br am 25. April überschritten.
„Pallas“ ankerte am 18. Mai auf der Rhede von Batavia.
You Batavia versegelte „ Pallas“ nach Samarang. Am 23. August wurde
auch dieser letztere Hafen wieder verlassen, um nach dem an der Siidküste von
Java gelegenen Platze Tjilatjap zu segeln. Die Bark vollendete diese Reise bei
leichten veränderlichen SE-Winden, passirte am 29. August die SapoiJfe-Strafse
und durchsegelte in vier Tagen die Lombock-Strafse. Am 6. September gelangte
„ Pallas“ südlich von der letzteren, wo bei dem dort herrschenden mäfsigen SE-
Winde der Kurs nach Westen gerichtet wurde. Eine starke Strömung versetzte
das Schiff nach derselben Richtung und konnte daher am 9. September nach
18tägiger Reise auf der Rhede von Tjilatjap geankert werden.
Nachdem „Pallas“ in Tjilatjap mit Zucker beladen worden war, wui’de
dieser Platz am 11. Oktober verlassen, um nach CadLv als Orderhafen zurück
zukehren. Der in der Nähe des Landes schwache SE-Passat wurde in gröfsercr
Entfernung von der Küste kräftiger. Die Reise nahm bei demselben dann für
längere Zeit einen befriedigenden Verlauf. Südlich von 18° S-Br trat der
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