Eingänge von meteorologischen Jovtrnfiten etc., April JSS3.
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stellte sich in der Nähe des letzteren Punktes der NE-Passat wieder ein, dessen
sich bis nach 29,8° N-Br in 38,5° W-Lg ausdehnendes Gebiet die dort vom
kräftigen Winde begünstigte Park in rascher Fahrt durchsegelte. Als in der
Nähe des letzteren Punktes der noch immer frische Wind südöstlich holte, hatte
das Barometer einen höchsten Stand von 770,6 mm erreicht. „Louise“ segelte
dann bei den nördlich vom Passatgebicte auftretendon meist westlichen Winden
bis zum 18, Dezember nach 37,6° N-Br in 16° W-Lg. Als dieser Punkt
erreicht worden war, wurde mit der Führung des meteorologischen Journals
o.ingehaltcn. Ara 21. Dezember ankerte „Louise“ auf der Rhede von Lumbm.
Die Reise war in 121 Tagen vollendet worden. Im Nordatlantischen Ocean
hatte man 24 Tage zugebracht, und dort: 10° N-Br in 33,2° W-Lg am 2. De
zember, 20° N-Br in 37,2“ W-Lg am 6. Dezember und 30° N-Br in 38° W-Lg
gekreuzt. Der Mitsegler „Emil“ erreichte Lissabon am 29. Dezember.
4. Reise des Bremer Vollseltiffs „Kaiser“, Kapt. B. Minnemann.
Am 11. November 1882 verlief* das Vollschiff „Kaiser“ die San Francisco-
Bai, um nach einem englischen Orderhafcn zurückzukehren. Dasselbe traf auf
See zunächst loiehtc östliche Briese an, auf die am zweiten Tage der Reise ein
rasch auffrischender Nordwind folgte. Nachdem das Schiff von diesem bis zum
15. November nach 29° N-Br in 124,5° W-Lg geführt worden war, sank der
selbe znm ganz leisen veränderlichen Zuge herab, der anhielt, bi? er am
16. November durch den unweit 28° N-Br in 124,5° W-Lg cinsetzenden NE-
Passat verdrängt wurde. Der meistens sehr kräftig wehende, nur unweit
15° N-Br an einem Tage durch Stille unterbrochene, Passat begleitete das
Schiff bis nach 9,2° N-Br in 124,8° W-Lg. Unweit dieses Punktes betrat.
„Kaiser“ den Stillengürtel, zu dessen Überschreitung drei Tage erforderlich
waren und welcher sich bis nach 7,8° N-Br in 123° W-Lg ausdehute. Nachdem
man in der Nähe dieses letzteren Punktes am 27. November den SE-Passat
wieder angetroffen hatte, führte derselbe das Schiff bis zum 1. Dezember zu der
in 131° W-Lg überschrittenen Linie. Es waren bis dahin 20 Tage nach dem
Antritt der Reise verflosseu. 30° N-Br war in 124,5° W-Lg am 15. November,
20° N-Br in 124,0° W-Lg am 19. November und 10° N-Br in 124,8° W-Lg
am 24. November gekreuzt worden. In der Nähe der Linie wurde von „Kaiser“
ein ungewöhnlich starker, in zwei Tagen 157 Sm betragender, Weststrom beob
achtet; dagegen wurde das Schiff im Stillengürtel in drei Etmalen 74 Sm nach
Osten versetzt.
In südlicher Breite wurde die Fahrt zunächst vom frischen, aus raumer
Richtung wehenden, Passat begünstigt. Nachdem man 21° S-Br überschritten
hatte, wurde der Wind schwächer und es endete derselbe, als am 11. Dezember
26,7° S-Br in 132,5° W-Lg erreicht worden war. Bei einem höchsten Barometer
stände von 765,0 mm sank dort der Wind zum ganz leisen Zuge herab. Auf
diesen folgten einige Tage später umlaufende, wiederholt aus östlicher Richtung
kommende Winde. Unweit 38° S-Br wurde an mehreren Tagen selbst noch
wieder Windstille beobachtet. Am 25. Dezember stellte sieh endlich in geringer
Entfernung von 39“ S-Br «ud 130° W-Lg durehstehender Westwind ein, bei
dem die Reise einen befriedigenden, durch Stürme nicht beunruhigten, Verlauf
nahm. Am 9. Januar 1883, dem 59. Tage der Reise, überschritt „Kaiser* die
Länge des Kap Horn. In südlicher Breite war vorher: 10° S-Br in 132,4° W-Lg
am 4. Dozember, '20° S-Br in 132,6° W-Lg am 8. Dezember, 30° S-Br in
131,8° W-Lg am 14. Dezember, 40° S-Br in 128,6° W-Lg am 25. Dezember
und 50° S-Br in 104,5° W-Lg am 1. Januar überschritten worden.
Iui Südatlantischen Ocean führte dort zunächst angetroffener SW-Wind
das Schiff bis zum 14. Jauuar nach 44° S-Br in 47,5° W-Lg. Unweit dieses
Punktes veränderte sich der kurze Zeit vorher schwach gewordene Wind durch
Süd nach SE, nahm dann allmählich wieder an Stärke zu und wehte schliefslich
am 17. Januar in der Nähe von 40,5° S-Br und 45,5° W-Lg als heftiger Sturm.
Der Luftdruck erreichte bei diesem aus SE beginnenden und endenden Sturme
einen niedrigsten Stand von 752,8 mm. Aus ganz leisem östlichem Zuge ent
wickelte sich am 19. Januar in etwa 39° S-Br und 43,5° W-Lg ein hoch nörd
licher Wind, der später für lange Zeit vorherrschend blieb. Derselbe endete
erst am 29. Januar unweit 29° S-Br in 21,5° W-Lg. Am 30. Januar folgte