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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Reise der deutschen Bark „Jupiter“. Iquique. 
mufs dem Mann aber immer werden, auch wenn das Schiff seine Dienste nicht 
benutzt hat. Für das Einbringen eines Schiffes aus See erhält der Lotse je 
nach der Gröfse desselben 30 bis 40 Doll, und aufserdem für das Einholen und 
Vertäuen die laut Tarif festgesetzte Summe. Wie ebenfalls schon erwähnt 
wurde, geschieht es nur selten, dafs ein Schiff beim Einkommen sofort an 
seinen richtigen Liegeplatz gebracht wird, vielmehr ankert der Lotse gewöhnlich 
zunächst außerhalb der Reihe der Schiffe. Da er Besitzer von Leichtern ist, 
so bringt er später die Schiffe, welche er zu entlöschen und zu beladen bekommt, 
näher nach dem Lande, als andere. Auch von solchen Schiffen, bei denen der 
Lotse nicht eher an Bord kam, als sie ankerten, verlangte er das sogenannte 
Seelotsgeld. Weigert sich aber ein Kapitän, diese unverschämte Beorderung 
anzuerkennen, so werden ihm Hindernisse aller Art in den Weg gelegt. Kommt 
das Schiff z. B. mit Ballast ein, so läfst der Hafenlotse, der allein befugt ist 
den Ballast zu löschen, es an den nöthigen Lauschen fehlen. Da er ferner 
alleiniger Besitzer der Ankerlanschen ist, so kann er dem Schiffe auch durch 
die Verzögerung des Ausbringens und Lichtens der Anker viel Zeitverlust 
bereiten. Eine Konkurrenz in der Lieferung von Lnnschen läfst der Hafenlotse 
natürlich nicht aufkommen. Wahrscheinlich aber wird er durch den Hafen 
meister unterstützt, denn sonst könnten solche Uebelstände nicht so lange Bestand 
haben. Schreiber dieses war der Erste, der sich der obenerwähnten ungerechten 
Forderung widersetzte und mit seiner Ansicht durchdrang. Freilich hatte dies 
zur Folge, dafs ich die Ankorlanscho nicht rechtzeitig erhielt und daher die 
Anker, weil ich sonst wenigstens 24 Stunden Zeitverlust gehabt haben würde, 
ohne diese Hülfe aufnehmon lassen mufste. Wenn diese Zustände so bleiben, 
werden die Unkosten der Schiffe, welche Jquique besuchen, in Zukunft wohl 
noch höher werden. Für ein mittelgrofses Schiff würde eine Ersparnifs von 
100 Doll, durch Beseitigung der hervorgehobenen Uebelstände, namentlich auch 
des Wassermonopols, nicht zu hoch veranschlagt sein. Früher waren die Ver 
hältnisse in Valparaiso hinsichtlich der Schleppdampfer und der Erlangung des 
Trinkwassers ähnlich wie jetzt in Iquique-, seitdem daselbst aber die Konkurrenz 
aufgetreten ist, sind die Preise, wie schon gesagt, auf die Hälfte gesunken. 
Einige kleine Schmiedearbeiten können in Iquique ausgeführt werden, 
gröfsere Reparaturen aber nicht. Rundhölzer sind nicht zu haben, sowie über 
haupt Zimmerarbeiten nicht ausgeführt werden können. 
Von Kapitän Ringe sind ferner die folgenden Reihen von Wasser 
temperaturbeobachtungen u. s. w. der Seewarte eingeliefert worden.
	        
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