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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Valparaiso.

V)  Vgl.  „Ann.  d.  Hydr.  etc.*,  1881,  pag.  453.

Nebel  da  sei.  Mit  abnehmender  Windstärke  sank  der  Staub  herunter.  Nachdem ­
  der  NW-Wind  eingesetzt  hatte,  nahm  der  Luftdruck  erst  rasch,  dann
langsam  wieder  zu,  bis  er  einen  Stand  von  etwa  765  mm  erreicht  hatte.  Alsdann ­
  war  das  Wetter  wieder  beständig  und  schön,  und  es  herrschte  gewöhnlich
bei  Sonnenaufgang  leichter  NW-Wind,  der  gegen  Mittag  die  Stärke  5—6,  zuweilen ­
  sogar  7—8  erreichte.  Um  3  Uhr  Nachmittags  liefs  der  Wind  gewöhnlich
nach,  worauf  gegen  Sonnenuntergang  Windstille  eintrat,  die  während  der  Nacht
anhielt.  Dieser  zuletzt  geschilderte  regelmäfsige  Zustand  dauerte  gewöhnlich  4,
höchstens  5  Tage,  worauf  mit  dem  Eintritt  von  SE-Wind  die  oben  beschriebene
Veränderung  von  Neuem  wiederkehrte.
Winde  aus  einer  andern  Richtung  als  von  SE,  N  und  NW  habe  ich  auf
dem  Euphrat  nur  selten  beobachtet.  Am  Tage,  als  wir  in  Basrah  anlangten,
am  12.  April,  war  die  Luft  gänzlich  mit  gelbem  Staube  angefüllt,  welcher  auch,
als  der  Wind  später  um  3Va  Uhr  Nachmittags  von  SE  7  auf  NW  6  umlief,  nicht
verschwand.  In  den  letzten  Tagen  der  Anwesenheit  in  Basrah,  vor  dem  29.  April,
war  die  Luft  so  ausnehmend  heifs  und  trocken,  dafs  alles  Holzwerk  Risse
bekam.“
Nach  den  vom  5.  bis  zum  12.  April  auf  dem  Euphrat  am  Ende  jeder
Wache  angestellteu  Beobachtungen  war  der  mittlere  Luftdruck  daselbst  759,1mm,
der  höchste  Luftdruck  betrug  764,8  mm,  der  niedrigste  752,4  mm.  Die  Temperatur ­
  der  Luft,  im  Mittel  24,6°  0.,  erreichte  ihr  Maximum  mit  30,8°  C.,  ihr
Minimum  mit  17,3°  C.  Die  relative  Feuchtigkeit  der  Luft  betrug  im  Mittel
nur  64  pCt.  Am  11.  April  8  Uhr  Abends  erreichte  sie  den  aufserordentlich
geringen  Grad  von  37  pCt.  Die  mittlere  Bewölkung  des  Himmels  war  3,9.  Die
am  häufigsten  vorkommende  Wolke  war  der  Cumulus.

Aus  den  Reiseberichten  des  Kapitäns  C.  H.  F.  Ringe,  Führers  der
deutschen  Bark  „Jupiter“.
(Mittheilung  von  der  Deutschen  Seewarte.)

1.  Bemerkungen  über  Valparaiso.  Oktober  1882.*)
Seit  meinem  letzten  Hiersein,  im  August  1880,  sind  in  den  Verhältnissen
dieses  Hafens  verschiedene  Veränderungen  eingetreten,  die  zum  Vortheil  der
Schiffahrt  gereichen.  Die  Ladung  darf  freilich  nach  wie  vor  nur  bis  1  Uhr
Nachmittags  in  Leichter  gelöscht  werden,  weil  diese  um  l‘/4Uhr  Nachmittags
am  Lande  sein  müssen,  und  Stückgüter  dürfen,  ebenso  wie  früher,  nur  in  der
Nähe  des  Zollhauses  gelandet  werden.  Es  ist  jedoch  jetzt  erlaubt,  alle  Massengüter ­
  an  der  Playa,  bis  nach  der  Station  Bellavista  und  Almendral  zu  landen,
was  früher  nur  mit  Cement  und  Mauersteinen  der  Fall  war.  Es  sind  jetzt
längs  des  Ufers  feststehende  eiserne  Krähne  gebaut,  welche  Lasten  bis  zum
Gewicht  von  2500  kg  heben  können.  Die  während  meiner  letzten  Anwesenheit
im  Bau  befindliche  Brücke  beim  Zollhause  ist  jetzt  fertiggestellt.  Am  Ende
derselben  befindet  sich  ein  hydraulischer  Krahn,  der  Lasten  bis  zu  einem
Gewicht  von  45  Tonnen  zu  heben  vermag.  Auch  sind  einige  kleinere  Krähne
vorhanden,  die  durch  dieselbe  Kraft  in  Betrieb  gesetzt  werden.  Wie  ich  hörte,
sollen  in  Zukunft  die  mit  Stückgütern  beladenen  Schiffe  hier  löschen;  leider
können  aber  nur  drei  Schiffe  gleichzeitig  an  der  Brücke  liegen,  und  in  den
Wintermonaten  ist  dies  auch  mit  einem  grofsen  Risiko  verknüpft  und  kann
            
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