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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., März 1888. 
20° N-Br in 58° W-Lg am 27. Dezember und 30° N-Br in 74,2° W-Lg am 
9. Januar gekreuzt. 
5. Reise der Elsflether Bark „Gerd Heye“, Kapt. E. Ladewigs. 
Am 9. Juli 1882 befand sich die auf einer Reise von London nach Neu 
seeland begriffene Bark „Gerd Heye“ in Sicht der Thürme von Lizard. West 
winde, von denen die Reise bis dahin schon so sehr verzögert worden war, 
hielten das Schiff auch während der nächsten Tage auf den Aufsengründen fest, 
so dafs erst am 14. Juli der offene Ocean erreicht werden konnte. Nach dieser 
Zeit konnte man, da der westliche Wind nun aus raumerer Richtung wehte, 
in rascherer Weise vorrücken., und indem der Wind sich langsam nach rechts 
veränderte, entstand aus ihm schliofslich der Passat. Unweit 37,5° N-Br in 14,6° 
W-Lg, wo die Windrichtung eine nordöstliche wui'de, lag am 20. Juli die polare 
Passatgrenze. Der dort 767,8 mm betragende Luftdruck stieg später bis auf ein 
unweit 34° N-Br beobachtetes Maximum von 771,3 mm. Der rasch kräftig 
gewordene Passat begleitete den „Gerd Heye u , bis derselbe am 29. Juli nach 
14,5° N-Br in 26° W-Lg gekommen war. Nachdem der Passat in der Nähe 
dieses Punktes geendet hatte, folgte zunächst längere Zeit anhaltende leichte, 
meist aus nördlicher Richtung kommende Mallung, die wiederholt von Wind 
stille unterbrochen wurde. Südwestlichen Monsun fand „Gerd Heye“ am 6. August 
unweit 9,2° N-Br in 25° W-Lg. Man segelte bei demselben über B. B.-Bug, 
bis am 9. August 17,2° W-Lg in 5,3° N-Br erreicht worden war, wendete dort 
bei rechtweisendem Südwinde und überschritt am 13. August den Aequator in 
25,3° W-Lg. Die Bark hatte die zwischen Kanal und Linie liegende Strecke 
in 35 Tagen vollendet und auf derselben: 40° N-Br in 11,4° W-Lg am 17. Juli, 
30° N-Br in 20,5° W-Lg am 22. Juli, 20° N-Br in 25,7° W-Lg am 26. Juli und 
10° N-Br in 25,6° W-Lg am 3. August gekreuzt. 
Im Südatlantischen Ocean wurde „Gerd Heye“ ebenfalls von frischem 
Passate begünstigt. Derselbe endete, indem die Windrichtung eine nordöstliche 
wurde, nachdem er das Schiff bis zum 24. August nach 28,5° S-Br in 36,8° W-Lg 
geführt hatte. Der in der Nähe dieses Punktes 766,5 mm betragende Luft 
druck hatte unweit 23° S-Br auf einen höchsten Stand von 770,4 mm gezeigt. 
Südlich vom Passatgebiet vollendete der Wind zunächst eine langsam und 
regelmäfsig verlaufende Drehung nach links, und nachdem er später wieder 
für einige Tage aus östlicher Richtung geweht hatte, veränderte er sich aber 
mals nach N und W, um sich in diesem Palle im westlichen Halbkreise zu 
halten. Bei frischem NW-Winde überschritt „Gerd Heye“ am 4. September 
in 41,4° S-Br den ersten Meridian. Um zu diesem Punkte von der Linie her 
zu gelangen, waren 22 Tage erforderlich gewesen. 10° S-Br hatte man in 
28,3° W-Lg am 16. August, 20° S-Br in 34,2° W-Lg am 20. August und 
30° S-Br in 35,5° W-Lg am 25. August gokreuzt. 
Beim Zurücklegen der erforderlichen Länge hielt „Gerd Heye u sich zu 
nächst zwischen 44° und 45° S-Br. Die dort herrschenden Winde waren an 
fänglich ganz günstige, so dafs man in befriedigend rascher Weise vorrücken 
konnte. Unweit 50° O-Lg veränderte sich jedoch der Wind nach E, und da 
er diese Richtung mehrere Tage behielt, derselbe auch stürmisch auftrat, konnte 
man dann nur wenig an Länge gut machen. Erst nachdem diese Verhältnisse 
5 Tage lang angehalten hatten, nahm die Reise bei dem inzwischen nördlich 
und westlich gewordenen Winde wieder einen rascheren Verlauf. Der ganze 
noch übrige Theil derselben verlief, ohne dafs Erwähnenswerthes vorfiel, bis 
schliefslich am 21. Oktober der auf Neuseeland gelegene Hafen Timaru erreicht 
wurde. Die Reise war in 104 Tagen vollendet worden. Auf dem in östlicher 
Länge liegenden Theilo derselben hatte man: 20° O-Lg in 43,8° S-Br am 
9. September, 50° O-Lg in 43° S-Br am 17. September, 80° O-Lg in 41,8° S-Br 
am 29. September, die Länge des Kap Leeuwin in 43,4° S-Br am 8. Oktober 
und die des Südkaps von Tasmanien in 46,7° S-Br am 15. Oktober gekreuzt. 
Unweit dieses letzteren Punktes war ein helles Südlicht beobachtet worden. 
In der Nähe von 43° S-Br in 57,5° O-Lg stieg die Meerestemperatur, wie es in 
dieser Gegend sehr häufig der Pall ist, plötzlich von 5,3° auf 11,8° C. Wie 
Kapt. Ladewigs schreibt, war seine Reise eine der raschesten von 10 gleich 
zeitigen.
	        
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