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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Marz  1883.

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West  von  Luzon,  längs  der  Ostkäste  von  Mindoro,  nördlich  von  Panay  und
durch  dio  iToraZZcM-Inselü  an  der  NE-Seitc  dieser  Insel.  Nachdem  das  Schill'
Zebu  erreicht  hatte  und  in  diesem  Hafen  beladen  ’worden  war,  trat  es
am  23.  September  die  Rückreise  nach  Liverpool  an.  Die  Sulu-See  wurde  bei
kräftigem  SW-Monsun  durchsegelt  und  am  2.  Oktober  durch  die  Basilan-Strafse
passirt.  In  der  Celebes-See  wurden  leichte  veränderliche,  meist  östliche  Winde
angetroffeu,  mit  deren  Hülfe  man  bis  zum  10.  Oktober  zum  Eingänge  der
Makassar-Strafse  gelangte.  In  dieser  fand  „Christine“  ganz  leichten,  veränderlichen ­
  Zug,  und  auf  der  Celebes-Seite,  in  deren  Nähe  das  Schiff  sich  hielt,  eine
südliche,  etwa  */s  Kn  starke  Strömung.  Am  22.  Oktober  befand  sich  das  Schiff
in  geringer  Entfernung  von  den  Pater  wosfgr-Inseln.  Yon  hier  ab  wehte  der
Wind  meistens  aus  einer  südlichen  oder  südöstlichen  Richtung,  und  ebenso
wurde  auch  die  Strömung  eine  ungünstige.  Man  konnte  dort  daher  nur  in  sehr
langsamer  Weise  vorrücken.  Am  27.  Oktober  wurde  Pulo  Laut  gesichtet  und
am  5.  November  Kap  Salatan.  Am  6.  November  frischte  der  SE-Wind  auf,
und  entschlofs  Kapt.  Schulze  sich  nun,  abzuhalten  und  für  die  Swnda-Strafse
zu  steuern.  Der  beständige  Ostwind  begleitete  das  Schiff  dann  auch  bis  am
12.  November  die  Rhede  von  Anjer  erreicht  wurde.  Es  waren  bis  dahin
50  Tage  nach  dem  Antritt  der  Reise  verflossen.
Am  18.  November  befand  sich  „Christine“  im  Indischen  Ocean  in  7,8°  S-Br
und  105,2°  O-Lg.  Auf  den  hier  herrschenden  leisen,  oft  von  langer  Windstille
unterbrochenen  Zug  folgte  am  20.  November,  in  der  Nähe  von  8,2°  S-Br  und
105°  O-Lg,  der  sich  aus  Windstille  entwickelnde  SE-Passat.  Derselbe  nahm
bald  bis  zur  frischen  beständigen  Briese  zu  und  bot  dem  Schiffe  endlich  einmal
eine  günstige  Gelegenheit  zur  rascheren  Förderung  der  Reise.  Nachdem  19,5°  S-Br
überschritten  worden  war,  verlor  der  Passat  seine  Stärke  und  am  7.  Dezember
erreichte  das  Schiff  dessen  unweit  22,2°  R-Br  in  72°  O-Lg  gelegene  polare
Grenze.  Der  schwache  Wind  veränderte  sich  dort,  bei  einem  Barometerstände
von  763,0  mm,  nach  NE.  Unweit  21,5°  S-Br  war  ein  höchster  Luftdruck  von
766,7  mm  beobachtet  worden.  Nachdem  der  Wind  eine  Drehung  nach  links
ausgeführt  und  wieder  für  längere  Zeit  aus  südöstlicher  Richtung  geweht  hatte,
stieg  das  Barometer  bis  auf  einen  unweit  24,5°  S-Br  beobachteten  höchsten
Stand  von  769,0mm.  Oestliche  Winde  waren  später  noch  für  lange  Zeit  dio
vorherrschenden  Die  angetroffeneu  Westwindo  hatten  in  keinem  Falle
lange  Dauer  und  waren  auch  nicht  stürmisch.  Am  30.  Dezember  konnte  bei
frischem  südöstlichen  Winde  die  Länge  der  Kapstadt  überschritten  werden,  und
nachdem  später  im  Atlantischen  Ocean  der  Wind  noch  wieder  an  mehreren
Tagen  aus  SW  geweht  hatte,  führte  leichter  Südwind  „Christine“  am  2.  Januar
1883  zurück  zum  Parallele  von  30°  Süd.  Als  derselbe  in  10,5°  O-Lg  überschritten ­
  wurde,  waren  13  Tage  nach  dem  Verlassen  derselben  Breite  im
Indischen  Ocean  vergangen.  Auf  der  zwischen  Swwda-Strafse  und  Südspitze
Afrika’s  liegenden  Strecke  war:  10°  S-Br  in  102,6°  O-Lg  am  22.  November,
20°  S-Br  in  81,2°  O-Lg  am  1.  Dezember  und  30°  S-Br  in  40°  O-Lg  am
20.  Dezember,  wie  90°  O-Lg  in  16,5°  S-Br  am  27.  November,  60°  O-Lg  in
24,1°  S-Br  am  12.  Dezember  und  30°  O-Lg  in  32,8°  S-Br  am  25.  Dezember
gekreuzt  worden.
Indem  der  in  der  Nähe  von  30°  S-Br  im  Atlantischen  Oceau  wehende
leichte  Südwind  sich  wieder  nach  SE  veränderte,  entstand  aus  demselben,  ohne
dafs  vorher  eine  Störung  eiutrat,  der  Passat.  Ein  höchster  Luftdruck  von
768,4mm  wurde  unweit  26,5°  S-Br  beobachtet.  Von  dem  später  zwar  beständig,
aber  nur  in  geringer  Stärke  wehenden  Passate  wurde  „Christine“  bis  zum
23.  Januar  zu  dem  in  25,2°  W-Lg  überschrittenen  Aequator  geführt.  Das  Schiff
hatte  die  zwischen  30°  S-Br  und  der  Linie  liegende  Strecke  in  21  Tagen  durchsegelt, ­
  und  auf  derselben:  20°  S-Br  iu  2,7°  W-Lg  am  9.  Januar  und  10°  S-Br
in  12,5°  W-Lg  am  15.  Januar  gekreuzt.
In  nördlicher  Breite  traf  „Christinenachdem  der  SE-Passat  geendet
hatte,  einen  eigentlichen  Stillcngiirtel  gar  nicht  an.  Am  24.  Januar  veränderte
sich  unweit  3,2°  N-Br  in  25,3°  W-Lg  der  ganz  schwach  gewordene  Wind  von
SE  nach  NE,  und  nachdem  aus  dieser  letzteren  Richtung  für  12  Stunden  leichter
Zug  geherrscht  hatte,  frischte  derselbe  auf  und  wurde  Passat.  Das  Gebiet
dieses  zwischen  7°  und  23,5°  N-Br  am  kräftigsten  wehenden  Windes  dehnte
            
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