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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., März 1883. 
die im westlichen Theile des Nordatlantischen Oceans auftrotenden Winter 
stürme ja so häufig begleitet, wurde auch während dieses, in orkanartigen Böen 
seine gröfste Stärke erreichenden Sturmes beobachtet. Ein grofser Wirbelwind, 
der in nächster Nähe vom Schiffe passirte, wurde damals auch beobachtet. 
Drei Tage nach diesem Sturme traf der „Johann Kepler“, unweit 37° N-Br in 
53,3° W-Lg die nach dem La Plata bestimmte nordamerikanische Bark „Norton 
Stover“ an, welche in dem eben erwähnten Sturme derartige Beschädigungen 
erlitten hatte, dafs die Mannschaft das dem Sinken nahe Schiff verlassen mufste. 
Elf Personen, worunter sich zwei Kinder des Kapitäns befanden, erreichten 
glücklich den „Johann Kepler“ und wurden dort mit der gröfsten Freundlichkeit 
aufgenommen. Ein zweiter schwerer Sturm wurde am 22. Dezember in etwa 
35° N-Br und 56° W-Lg beobachtet. Derselbte wehte aus WNW, bei einem 
nahezu unverändert hohen Barometerstände von 757,2 mm. Auch dieser er 
reichte seine gröfste Stärke in orkanartigen Hagelböen. 
Am 2. Februar 18S3, als das auf der Rückreise von New-York nach Hamburg 
begriffene Schiff in 39,3° N-Br und 71° W-Lg stand, wurde wieder mit der 
Führung des meteorologischen Journals begonnen. Bei vorherrschend aus west 
licher Richtung kommenden Winden wurde diese Fahrt über den Ocean voll 
endet. Die Westwinde nahmen wiederholt bis zum Sturme zu und wehten am 
13. Februar, in der Nähe von 43,5° N-Br und 32° W-Lg, am heftigsten. Der 
in diesem Falle aus Süd beginnende und aus West endende Sturm war von 
einem niedrigsten Barometerstände von 725,3mm begleitet. Die Ruderpinne des 
Schiffes zerbrach während dieses Sturmes. Am 22. Februar erreichte „Johann 
Kepler“ die Mündung des Kanals. Auf dem Wege dahin war: 70° W-Lg in 
39,8° N-Br am 3. Februar, 60° W-Lg in 40° N-Br am 5. Februar, 50° W-Lg 
in 41° N-Br am 8. Februar und 30° W-Lg in 44° N-Br am 14. Februar ge 
kreuzt worden. 
2. Reise der Apenrader Bark „Friedrich“, Kapt. J. Ulderup. 
Am 20. Juni 1882 trat die Bark „Friedrich“ von Shanghai aus eine 
Reise nach Zebu an. Bei frischem SW-Winde, der während der ersten auf 
See verbrachten Tage mit grofser Beständigkeit wehte, konnte anfangs nur ein 
solch geringer Fortschritt erzielt werden, dafs am 24. Juni der Schiffsort 
noch 28,7° N-Br in 123,3° O-Lg war. Nachdem sich der Wind jedoch an 
diesem Tage nach NW und später nach NE verändert hatte, konnte in rascherer 
Weise fortgeschritten werden. Bei dem sich ganz langsam nach rechts ver 
ändernden Winde gelangte das sich in geringer Entfernung von der chinesischen 
Küste haltende Schiff bis zum 1. Juli nach 18,7° N-Br in 112,5° O-Lg. Unweit 
dieses Punktes mufste bei dem mäfsigen, SSE gewordenen Winde zum ersten 
Male wieder gewendet werden. Nachdem nun mehrere Tage gegen den sich 
im südöstlichen Quadranten haltenden Wind gekreuzt worden war, nahm der 
Wind am 7. Juli, in der Nähe von 13,8° N-Br und 115,5° O-Lg, südwestliche 
Richtung an, um dieselbe für den übrigen Theil der Reise beizubehalten. Am 
15. Juli, dem 25. Tage der Reise, erreichte „Friedrich“ den Bestimmungsplatz. 
25° N-Br war in 119,7° O-Lg am 27. Juni, 20° N-Br in 113,5° O-Lg am 
30. Juni und 15° N-Br in 114,4° O-Lg am 6. Juli überschritten worden. 
Am 11. August wurde an Bord des tief mit Zucker beladenen „Friedrich“ 
der Anker wieder gelichtet und die Reise nach einem englischen Orderhafen 
angetreten. Bei den während der ersten Zeit der Reise angetroffenen sehr 
leichten, veränderlichen Winden gelangte die Bark bis zum 19. August zur 
Basilan-Str&iae. In der am 20. August erreichten Celebes-See wurden mäfsige, 
sich vorherrschend in südöstlicher Richtung haltende Winde gefunden, bei denen 
sich ein befriedigend rascher Fortgang erzielen liefs. Die dort beobachteten 
Versetzungen geschahen, so lange wie man sich nördlich von 4,5° N-Br befand, 
nach nördlicher und westlicher Richtung, während sie südlich von dieser Breite 
nach südwestlicher Richtung erfolgten. Am 25. August erreichte „Friedrich“ 
die Makassar-Strafse, welche man bei veränderlichen, jedoch meist günstigen 
Winden durchsegeln konnte. Die in derselben beobachtete Strömung war eine 
südliche. In der am 28. August erreichten Java-See begünstigte frischer SE- 
Monsun die Fahrt in solcher Weise, dafs am 3. September, dem 23. Tage der 
Reise, in der Nähe von Anger geankert werden konnte.
	        
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