accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Aenderung der Temperatur-Koefficienten der Chronometer. 
40:3 
j Chronometer 
1879/80 
a 
1880/81 
1881/82 
1879/80 
b 
1880/81 
1881/82 
Eppner 
149 
+0,2635 
+0,2474 
+0,2972 
+0,0220 
+0,0136 
+0,0011 
| Tiede 
205 
+0,1280 
+0,0214 
+0,0102 
+0,0096 
+0,0129 
+0,0111 
; Frodshnm 
3386 
—0,1428 
-0,0211 
—0,0223 
+0,0152 
+0,0164 
+0,0042 
Knoblich 
1935 
-0,0274 
+0,1695 
+0,1335 
+0,0081 
+0,0018 
+0,0044 1 
j Eppner 
191 
+0,1597 
+0,0405 
+0,0352 
+0,0252 
+0,0053 
+0,0073 
1' Ehrlich 
365 
-0,0877 
—0,0864 
—0,1286 
+0,0084 
+0,0050 
+0,0067 
[ Knoblich 
1920 
+0,1687 
+0,1523 
+0,1458 
—0,0003 
—0,0025 
—0,0036 ; 
1 Ehrlich 
364 
—0,0811 
—0,0952 
-0,1357 
+0,0079 
+0,0062 
+0,0074 
j Bröcking 
916 
—0,0963 
—0,0801 
—0,0268 
+0,0047 
+0,0086 
+0,0033 
Die Aenderungen sind individuell für jedes Chronometer verschieden, 
und es läfst sich keine Kegel über die Gröfse und den Sinn derselben aufstellen, 
ja es bleibt sogar fraglich, ob mau für ein einzelnes Instrument aus zwei 
Prüfungen den Sinn der in Zukunft zu erwartenden Aenderung der Koöfficienten 
mit Sicherheit wird Vorhersagen können. Weit wichtiger und bedeutender aber 
als dieso Aenderungen der Temperatur-Koöfficienten je werden können, sind 
die Aendorungen, welche das go während einer Reise erfährt, Aenderungen, 
welche so regellos zu sein scheinen, dafs es kaum möglich sein wird, ihnen je 
in ganz zufriedenstellender Weise Rechnung zu tragen. Wie in einem besonderen 
Artikel auseinandergesetzt werden wird, lassen sich die Chronometergänge in 
dessen doch in solcher Woise behandeln, dafs man bis zu einem gewissen Grade 
die Aenderungen des go im Voraus in Rechnung ziehen und unter günstigen 
Verhältnissen auch während der Dauer einer Reise eine Kontrole über die 
Temperatur-Korrektion ausüben event. sich eine neue Korrektions-Tabelle ab 
leiten kann. 
Aus den Reiseberichten S. M. Kbt. „Cyclop“, Kapt.-Lieut. Kelch. 
Bemerkungen über die Bucht von Tobruk. Nordküste von Afrika. 1 ) 
Von Alexandria aus machte Anfang April d. J. S. M. Kbt. „Cyclop“ einen 
Abstecher nach der bisher noch wenig bekannten Bucht von Tobruk (auch 
Marsa Tebruk oder Trabucos genannt). Wir entnehmen nachstehende Angaben 
dem über diese Bucht eingesandten Bericht des Kommandanten S. M. Kbt. 
„Cyclop“, Kapt.-Lieut. Kelch: 
„Die Bucht von Tobruk ist eine der wenigen Buchten der gesummten 
afrikanischen Nordküste, welche Schutz gegen Wind und Wetter gewähren; 
sie verdient daher weit mehr bekannt sein, als sie es augenblicklich 
noch ist. Bei einer Länge von 2 Sm und einer fast überall gleichmäfsigen 
Breite von 7 Kblg ist die Bucht von Tobruk nur zwischen OzS bis SOzO offen, 
sonst durch die einschliefsenden, 60 bis 150m hohen Berge gegen alle übrigen 
Winde gut geschützt. Die Tiefe flacht sich von der Hafeneinfahrt an von 
16 m nach innen zu allmählich ab. Der Ankergrund ist überall Sand, an 
der ganzen Südseite kann ein Schiff bis dicht an die steil in die See fallenden 
Kalkfelsen heranfahren. — Der Tobruker Gebirgszug ist ein Ausläufer des nach 
NW sich abdachenden Plateaus von Marmarica Barka, welches letztere wieder 
durch die Oasen-Depression von Siwah von dem Plateau der lybischen Wüste 
getrennt wii’d. 
Die Ansteuerung von Tobruk bietet wegen der fast überall gleich 
geformten und der gleich hohen Küste selbst bei genügendem Besteck und 
sichtigem Wetter Schwierigkeiten. Zum Ansteuern dos Hafens empfiehlt sich 
besonders der auf der Karte verzeichnete, nach See weit sichtbare „Tumulus“. 
Derselbe ist jedenfalls ein früherer alt-griechischer Leuchtthurm, nach seinem 
') Vgl. „Mediterranean Pilot“ II (1877) pag. 236 und „Mediterranean Sea“ Washington 
1879 III pag. 28. 
Ann. a. Hy.tr. etc., 1883, Heft VII. 
2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.