Kleine hydrographische N<>ii?.en.
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Die Stadt macht jetzt noch einen traurigen Eindruck, wird sieh aber
voraussichtlich, weun der Handel in Parana mehr zugeuommcn hat, immermehr
heben.“
7. Das Passiven der „Eoglish narrows“ von Süden zur Zeit des
Hoch wassere ist, nach einem Bericht des Kommandanten S. M. S. „Leipzig“,
Korv.-Kapt. Herbig, demjenigen bei halber Ebbe oder halber Fiuth vorzuziehen;
in ersterem Falle läuft noch etwa eine Stunde lang ein mäfsigcr Fluthstroui
von etwa 1 bis l'/sSm, in welchem das Schiff gut steuert und die scharfen
Biegungen um C/tio - Insel bequem gemacht werden können, während in
letzterem Falle der Strom etwa 8 Sm läuft und grobe Schwierigkeiten für das
Passiren bietet; aufserdem hat man noch 6 Stuudon hindurch einen ziemlich
starken mitlaufeuden Strom, um in den Stillen Ocean zu gelangen.
8. Ueber einige Anker- und Landungsplätze bei und auf der
Oster-Insel im südlichen Stillen Ocean hat der Kommandant S. M. Kbt.
„Hyäne“, Kapt.-Lieut. Geiseier, Nachstehendes berichtet:
„Die Karte von der Otter Insel (Br. Adm.-Karte N'o. 1386, Tit. X1J.
No. 184) ist im allgemeinen richtig; an der Südküste sind gute Ankerplätze
für nördliche und westliche Winde, doch schlingern die Schiffe stark infolge
der hohen südwestlichen Dünung. Der Ankergrund ist auf gröfseren Tiefcu
(50—60 m) gut, näher dem Lande zu wird er steinig. Die vier Landspitzen, S1P-Kap,
Köekoe, Topaze und Roggewein liegen fast in einer Linie NOzO—SWzW;
man ankert am besten etwas aufscrhalb dieser Liuie, um bei südlichen Winden
gut vom Lande frei zu kommen. Am SW-Kap sind zwei Ltsclu, Needle Rock
(Mittu Raukau) und Flat Rock (Mntu Nüi); die letztere besteht aus zwei Inseln,
welche durch einen schmalen Kanal von einander getrennt sind.
Diese Gruppe liegt auf der Karte falsch und rnufs 0,45 Sm weiter nach
WNW ‘/4W gerückt werden. Es kommt dies beim Ankern vor der Hanga Pico-Bucht
in Betracht; vom Ankerplatz ans liegt dio Ostspitze von Mit tu Nüi mit
der Westkante der Oster-Insel in Deckpeilung, in SzO, was nach der Karto
nicht der Fall ist. Sonst sind in dieser Beziehung weitere Abweichungen nicht
bemerkt worden. Der Landungsplätze babc iclt bereits oben Erwähnung gethan,
die Fluthhöhe beträgt ungefähr */3 m.
Der beste Landungsplatz der Insel soll in der Anakena-TSwht, an der
Nordseite der Insel sein, da man dort bei jedem Winde landen kann. Der
vorherrschende Wind ist östlich; nach Angabe des auf der Oster-Insel lebendeu
Herrn Salmon, der sieh seit 4 Jahren dort auf hält, haben westliche Winde
während dieser Zeit nie länger als etwas über 7 Tage angehalten. Der
Barometerstand betrug in der ersten Zeit bei leichtem NW-Winde 764,5 mm
und fiel später bei stärker werdendem Winde und Regen bis auf 757,3 mm;
das Thermometer stand zwischen 21,0 und 19,4° C.
Nordwestliche Winde bringen keine hoho Sec, daher sind auch die Ankerplätze
an der Westküste bei auflandigem Winde noch vevhältuifsmäfsig sicher;
dagegen soll südwestlicher Wind sofort eiuc schwere See mit sich führen,
gegen welche nur an der Nordküste Schutz vorhanden ist. Im Wiutor werden
westliche Winde oft stürmisch, im Sommer selten.“
9. (D, S.) Ueber das Einsetzen des NW-Monsuns und die begleitenden
Witterungserscheinungeu in Pecalongan (Java) findet sich
im meteorologischen Journal des Kapt. A. Loopold, vom deutschen Schiffe
„ Wega“, die nachstehende Bemerkung: „Am 10. Dezember 1881 ankerten wir um
2 Uhr Nachmittags auf der Aufsenrhede von Pecalongan in 19 Fad. (34,2m)
Wassertiefe, um erst den jetzt entbehrlich gewordenen Thcil des Ballastes zu
löschen. Nachdem dieses am 14. Dezember geschehen war, segelten wir Dach
unserem Ladeplatz, woselbst vom 16. bis 29. Dezember ohne Unterbrechung
Ladung eingenommen wurde. Am letztgenannten Tage machte sicli das erste
Anzeichen des nahe bevorstehenden Eintritts des sturm- nud regenreichen NW-Monsuns,
eine hohe nordwestliche See. gegen welche die Schiffe in Pecalongan
ganz ungeschützt liegen, bemerkbar. Einige Tage später traten heftige Gewitterböen,
von Regengüssen begleitet, ein, worauf es dann in der nächsten Zeit
manchmal tagelang ohne Aufhörou regnete, bei einem NW-Windo, der am Tage
steif wehte, aber mit Sonnenuntergang abnahm. Erst am 16. Januar änderte
sich das Wetter, und wir waren im Stande, weiter zu laden.“