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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge von meteorologischen Journalen et«., Februar 1883. 
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Wind von NW durch N nach NNE, um sich mehrere Tage lang beständig im 
letzteren Viertel zu halten. Es schien, als ob sich aus diesem Winde un 
mittelbar der Passat entwickeln wollte. Am 18. November veränderte sich 
jedoch unweit 26,5° N-Br in 34,5° W-Lg der schwache Wind durch S nach 
SSW und wurde erst der am 21. November, in der Nähe von 26,5° N-Br und 
38,5° W-Lg, auf Stille folgende Ostwind Passat. Nach dein Erreichen desselben 
nahm die Reise für längere Zeit einen ruhigen, befriedigend schnellen Verlauf. 
Derselbe wurde erst wieder unterbrochen, nachdem man am 7. Dezember zu 
der in 27,2° N-Br und 73,5° W-Lg liegenden polaren Passatgrenze gelaugt 
war. Auf dem letzten Theil der Reise wurde man später noch wieder von 
frischen Ostwinden begünstigt. Am 11. Dezember ankerte „/Lina“ in der Nähe 
des Bcstimmungsplatzes. Es waren dann 55 Tage verflossen, seitdem man sieh 
in der Nähe von Fair hland befunden hatte. Während dieser Zeit war: 
50° N-Br in 16,7° W-Lg am 30. Oktober, 40° N-Br in 18,6° W-Lg am 3. No 
vember und 30° N-Br in 29,4° W-Lg am 16. November, wie 30® W-Lg in 
29,4° N-Br am 16. November, 50° W-Lg in 23,5° N-Br am 26. November, 
60° W-Lg in 24,2° N-Br am 1. Dezember und 70° W-Lg iu 25,8° N-Br am 
f>. Dezember gekreuzt worden. 
Am 24. Januar 1883 verlicfs „/ietty“ auch Samnnah wieder, um nach 
dein Heimathshafcn zurückzukehren. Auf östlichen Wind, bei dem während der 
ersten vier auf See verbrachten Tage nur ein geringer Fortschritt hatte erzielt 
werden können, folgte später Westwind, bei dem die Reise einen raschen 
Verlauf nahm. Dieser, wiederholt bis zum Sturme zunehmende Wind erreichte 
seine grölste Stärke am 11. Februar in der Nähe von 43° N-Br und 30° W-Lg. 
Der Wind veränderte sich dort, bei einem niedrigsten Barometerstände von 
748,0 mm, von SSW nach WNW und wehte ans der letzteren Richtung am 
heftigsten. Blitz und Hagelböen wurden während der Dauer dieses Sturmes 
beobachtet. Am 18. Februar, dem 25. Tage der Reise, gelangte „Betty* zur 
Kanal-Mündung. Während der Fahrt über den Ocean war: 70° W-Lg in 
35,5° N-Br am 31. Januar, 60° W-Lg in 37,3° N-Br am 2. Februar, 50° W-Lg 
in 37,5° N-Br am 5. Februar und 30“ W-Lg in 43° N-Br am 11. Februar 
gekreuzt worden. 
Der Hafen von Quilimane an der Ostküste von Afrika. 1 ) 
Ueber diesen an der Küste von Mozambique auf 18° 1' S-Br und 36° 
59' O-Lg liegenden Hafen theilt Kapt. Ad. Ducker von dem Schoner „Ida u 
ans Stralsund, welcher im September 1882 den genannten Hafen besuchte, in 
der „Hamburger Börsenhalle“ vom 5. Mai d. .1. Folgendes mit: 
„Die Einfahrt in den Quilimane-Flnh befindet sich zwischen der Tanyalane- 
Spitze an der NO-Scito und Olinda- oder Uippopotamus-Spitze an der SW-Seite 
der Mündung. Das Land an beiden Seiten der Einfahrt ist niedrig und mit 
Buschwerk bewachsen. 
Olinda-Spitze ist deutlich bemerkbar, da sie mit einer Gruppe von 
Palmenbäumen bewachsen ist und deshalb von See aus zuerst sichtbar wird. 
Tan/jalaneS\nV/.Q zeichnet sich nur durch das auf ihr befindliche Leucht 
feuergebäude aus, ein zweistöckiges, mit rotheu Ziegeln gedecktes Haus, an 
dessen Ostseite die Flaggenstange und ein krahnartiger Latevnenhalter an 
gebracht ist. NzO von der Flaggenstange befindet sich eine Bake, welche beim 
Einsegeln mit der Flaggeustange in Linie gehalten werden mufs und dann über 
die gröfste Wassertiefe leitet. 
’) S. „Ami. d. Hydr. etc." 1879, pag. 447: „Afriea Pilot" III (1878), pag. 193.
	        
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