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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Konknrmizpriifimg von Marino-Chrononiptorn in Hamburg 1882—S:{. 
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Als in der Kompensation verfehlt, aber vielleicht auf dem Transport bei 
der Einsendung beschädigt, sind die beiden restirenden Instrumente No. 24 
und 25 zu betrachten. 
Wenngleich somit die Zahl der zu den beiden letzten Koukurrenz- 
prüftmgen eingelieferten Chronometer gegen diejenige der in früheren Jahren 
eingelieferten Uhren nicht unerheblich zurücksteht, so übertreffen dagegen diese 
beiden Prüfungen, besonders die soeben abgeschlossene sechste Konkurrenz* 
prüfung in ihren Ergebnissen alle vorhergehenden um ein Erhebliches. 
Uusere deutsche Chronometer-Industrie hat iu den Konkurrenzprüfnngen 
der letzten zwei Jahre Resultate aufzuweisen vermocht, welche ihre Leistungen 
auf dem Höhepunkt des gegenwärtig überhaupt Erreichbaren erscheinen lassen, 
und die deujeuigen der anderen Nationen, soweit diese uns als bekannt vor 
liegen, voranstehen. Dieser so erfreuliche Aufschwung in der Chronometer 
fabrikation ist meiner Ueberzeugung nach in erster Linie der Förderung und 
Anerkennung zuzuschreiben, welche unsere Fabrikanten durch die Einführung 
der Konkurreuzprüfungeu auf der Deutschen Seewarte gefunden haben, und die 
sie nunmehr ermuthigt, ihre Bestrebungen auf diesem Gebiete fortzusetzen, sowie 
namentlich die KompensationsVorrichtungen einem immer höheren Mafse der 
Vollendung zuzuführen. 
Hamburg, den 15. Mai 1883. 
George Rümkor. 
Anm. d. Red. Die Chronometer 1—4 werden, dem Konkurrenz - Aus 
schreiben entsprechend, zu erhöhten Preisen (1500—900«,#) für die Kaiserliche 
Marine angekauft werden. 
Aus den Reiseberichten des Kapt. N. Koop, Führer der deutschen 
Bark „Ceres“. 
(Mittheilnng von der Deutsehen Seetrarte.) 
1. New-York bis Hobart Town. Nach einer Reise von 113 Tagen ab 
New- York sichteten wir am 12. Dezember 1881 um 6 Uhr die Südküste von 
Tasmanien. Wir lagen die Nacht über bei, liefen am folgenden Morgen in 
Stoi-m-Bai ein und erhielten gegen Mittag einen Lotsen. Am Abend dos 
13. Dezember ankerten wir vor Hobart Town. 
Die Lotsenstation für Nobart Town ist bei Pt. Pierson an der Westseite 
der Bai, am nördlichen Eingänge in den D'Entrecasteaux Channel, aufaerhalb 
lronpot Lighthouse. Es giebt nur zwei Lotsen, die sich gegenseitig ablösen; für 
den Schiffsverkehr von Hobart Town ist dies indessen genügend. Das ein 
kommende Loteengetd ist etwas hoch gesetzt. Ausgehend ist man nicht lotsen 
pflichtig und kann je nach Uebereinkommen für 4 oder 5 LstrI. einen Lotsen 
bekommen, wenn man einen solchen wünscht. Schleppdampfer giebt es in 
Hobart Town nicht. Die Lotsen bringen das Schiff unter Segel an die Stadt 
und zum An- und Abbringen von den Werften hilft gewöhnlich einer der kleinen 
Passagier dumpfer. — 
2. Hobart Town bis Brisbane. Segelanleitung für die Ostküste von 
Australien. Nachdem wir den für Hobart Town bestimmten Theil der Ladung, 
etwa 450 Tonnen, gelöscht und etwa 200 Tonnen Yam und Bark wieder ein 
genommen hatten, wurde am 5. Januar 1882 die Reise nach Brisbane fort 
gesetzt und dieser Hafen am 18. Januar wohlbehalten erreicht. 
Beim Aufarbeiten an der Ostküste von Australien gegen die in dieser 
Jahreszeit (dem südlichen Sommer) vorherrschenden nördlichen und nord 
östlichen Winde gilt als Regel, sieh immer einige Grade von der Küste 
entfernt zu halten, um die längs derselben laufende starke südliche Strömung
	        
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