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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Konknnvnzprüföiig  von  Marin^-ChronomPteni  in  HatttUnrg  1889—83.

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Bericht
über  die  sechste  auf  der  Deutschen  Seewarte  im  Winter  1882  -83
abgehaltene  Konkurrenzprüfung  von  Marine-Chronometern.
An  der  in  Gemäfslieit  der  von  dem  Herrn  Chef  der  Kaiserlichen  Admiralität
unter  dem  2.  Dezember  1875  erlassenen  Instruktion  für  die  Deutsche  Seewartc,
innerhalb  der  Tage  vom  4.  Oktober  1882  bis  2.  April  1883  in  der  der  Leitung
der  Hamburger  Sternwarte  unterstellten  IV.  Abtheilung  der  Seewarte  (Chronometer-Prüfungs-Institut)
  veranstalteten  sechsten  Konkurrenzprüfung  von  Marine-Chronometern
  haben  sich  nachstehende  deutsche  Fabrikanten  durch  Einsendung
von  ihnen  angefertigter  Chronometer  betheiligt:
Zahl  der  eingelieferten
Wohnort  Chronometer
Hamburg  <?
Bremerhaven  5
Berlin  4
Rostock  3
Altona  1
Stuttgart  1
Altona  5
Im  Ganzen  25  Chronometer.
Ein  aufseidem  von  einem  Fabrikanten  cingeliefertes  Chronometer  wurde,
da  sieh  vor  Beginn  der  Konkurrenz  hcrausstellte,  dafs  dasselbe  augenscheinlich
schadhaft  war,  dem  Verfertiger  wieder  zurückgesandt.
Die  Chronometer  wurden  die  Untcrsnchungszeit  hindurch  jeden  zweiten
Tag  um  10  Uhr  Vormittags  vou  dem  Abtheilungs-Assistenten  Herrn  Dr.  Batteruiann
  mit  der  Normaluhr  der  Sternwarte  vermittelst  des  Registrir-Apparatcs
auf  chronographischem  Wege  verglichen,  aufsordem  wurde  von  dem  Observator
der  Sternwarte  Herrn  IT.  Leitzmann  an  jedem  Dekadentage  zwischen  10  und
11  Uhr  Vormittags  eine  zweite  unabhängige  Vergleichung  zur  Herstellung  der
erforderlichen  Kontrolle  ausgeführt;  die  zur  Ermittelung  des  Standes  der  Normaluhr ­
  nothwendigen  Zeitbestimmungen  wurden  von  Herrn  Dr.  Battermann  in
umfassendster  Weise  am  Passagen-]nstrumente  der  Sternwarte  angcsteltt.
Das  in  den  Protokollen  über  die  Sitzung  der  Chronometer-Konferenz  vom
18.  bis  20.  März  1878  für  die  Prüfung  der  Uhren  festgesetzte  Verfahren  wurde
auch  dieses  Mal  genau  iuncgehalten,  und  cs  wurden  die  Temperaturen,  denen
die  Uhren  exponirfc  wurden,  in  10-  resp.  20tägigen  Intervallen  von  5  zu  5  Grad
variirt,  die  Instrumente  somit  folgenden  mittleren  Temperaturen:  5,  10,  15,  20,
25,  30°  C.,  wobei  jede  im  Ganzen  durch  eine  Gesammtsurame  von  30  Tagen
repräsentii  t  ist,  ansgesetzt.  Auf  die  Innchaltung  dieser  Temperaturen  wurde
besondere  Sorgfalt  verwendet,  und  cs  betrug  die  niedrigste  an  den  meteorologischen ­
  Instrumenten  abgelegene  Dckadontempcratur  5.7°,  die  höchste  30,1°.
Die  Schwankungen  in  den  Tagestemperaturen  waren  gleichfalls  nur  sehr
geringe,  cs  iibei’stiegen  die  Differenzen  der  an  den  Maximum-  und  Minimum-Thermometern
  abgelesenen  Temperaturen  für  denselben  Tag  nur  in  seltenen
Fällen  den  Betrag  von  1,5°,  nur  an  zwei  Tagen  kamen  gröfserc,  bis  zu  4.5°
ansteigende  Unterschiede  vor.
Die  Prüfung  der  Uhren  in  der  Minimaltemperatur  von  -f-  5*  wurde  auf
die  Tage  Januar  2  bis  Februar  1  verlegt,  und  es  wurde  bei  derselben  von  der
Erzeugung  künstlicher  Kältetemperaturen  Abstand  genommen,  auch  wurden  die
Chronometer  während  der  Dauer  der  Untersuchung  vou  dem  ihnen  zu  Anfang
derselben  angewiesenen  Orte  nicht  entfernt,
Ai».  4.  Hjrif.  ,V.,  1883,  B*ft  VI

Verfertiger
1.  W.  Bröckiug
2.  W.  G.  Ehrlich
3.  Gehr.  Eppner
4.  M.  Gerl  in
5.  A.  Kittel
ß.  E.  Kutter
7.  Matthias  Petersen

3
            
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