Plivsisehe Ucviinograjiliie clc. zwischen 30°—00° 8-Br mul 10“—10° O-I.g.
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und genau auf die Acnderung des Windes zu achten, um darin eiu Anzeichen
für die Richtung, in welcher der Sturm fortschrcitet, zu gewinnen, ’) und um
daraus schliefscn zu können, auf welcher Seite das barometrische Minimum das
Schiff passireu wird. Wenn z. B. ein NW-Wind sich auf der südlichen Halb
kugel nach West verändert, so ist dieses ein Anzeichen, dafs sich das Sturm
system nach Osten fortbewegt, und dafs das barometrische Minimum südwärts
vom Schiffe passireu mufs; in solchem Falle befindet sich das Schiff auf der
linken Hälfte der Sturmbahu und mufs über St- ß.-Bng beidrehen.
II. Südwestliche Stürme.
Häufigkeit. Bin Drittel aller in diesem Gebiete verkommenden Stürme
gehört dieser Gruppe an, nämlich 29% für die Ausreise und 36% für die
Heimreise (s. Tabelle IS). Bei den ersteren fällt die gröfstc relative Häufigkeit
auf die Monate September bis Dezember und die kleinste auf' Mai bis August;
bei der Heimreise ist der Procentsatz von September bis .Januar etwas gröfscr
als für die meisten anderen Monate.
J-age. Die SW-Stürme sind bei der Ausreise hinsichtlich der Längen
ausdehnung ziemlich gleiohmäf'sig vertheilt, obgleich sie eine Tendenz haben,
südlich von der /l^a/Aus-Bank häufiger und stärker zu wehen, als anderswo.
Die Heimsegler erfahren diese Stürme hauptsächlich nahe dem Ostrande der
Agulhas-Bsmk und der Südost-Küste von Afrika.
Charakteristik. Die dem Windsystem der SW-Stürme angehöreudeu Winde
sind in ihrer Richtung denen der NW-Stürme ähnlich, indem das erste Falleu
dos Barometers mit einem nach NW drehenden N-Winde eintritt; der haupt
sächlichste Unterschied zwischen den beiden Gruppen der NW- und SW-Stünne
besteht darin, dafs bei dem SW-Sturmsystem die NW-Winde nicht die Stärke
eines Sturmes erreichen. Die SW-Stürme setzen gewöhnlich mit steigendem
Barometer ein und sehr häufig zugleich mit oder unmittelbar nach heftigem
Regen.
Alanövriren der Schiffe hei SW-Stürmen. Bei diesen Stürmen ist keine
besondere Vorschrift betreffs des Manövrirens der Schiffe zu geben, mit Aus
nahme für den Full, dafs es nothwendig ist, beizudrehen. Es mufs alsdann der
St. B.-Bug gewählt werden, da der Wind gewöhnlich während dos Sturmes um
einige Striche nach Süden zu sich verändert, um sowohl etwas zu gewinueu,
als auch mehr auf See zu liegen zu kommen.
Wie schon erwähnt, ist der SW-Sturm nahe der östlichen Grenze der
Agulhas-Btirik, woselbst die A^w/Aas-Strömuug mit grofser Geschwindigkeit nach
SW, dem Sturm entgegen, setzt, sehr gewöhnlich. Die entgegengesetzte Wind
end Stromiichtung erzeugt jedoch eine sehr hohe See, und die Schiffe finden
daun im allgemeinen ruhigere See und besseres Wetter, wenn sie auf dio
Bank, näher an die afrikanische Küste, gehen; dabei ist jedoch zu bemerken,
dafs die Schiffe alsdann den Vortheil der starken SW-Strömung vorliercn und
sogar leicht eine nordöstliche Gegenströmung antreffen können.
Die grofse Nähe dieser beiden Gegenströmungen maeht es nothwendig,
dafs eiu Schiff seine Position so genau als möglich bestimmt, wenn es sich in
der Nähe des Meridians des Kap Agulhas glaubt, und ehe es nach NW abhält.
Während eines starken SW-Sturmes wurde ein rankes (mit Jute von
Indien beladenes) Schiff, welches nordwestwärts quer über den Agulhas-Strom
beilag, auf die Seite geworfen, so dafs es die Masten kappen rnufste, um sich
wieder aul'znrichteu. Der Druck des Windes auf die Segel und der Gegendruck
des Stroms auf den Schiffskörper war zu stark für die Stabilität des Schiffes
gewesen.
111. Nordöstliche Stürme.
Häufigkeit. Sic bilden nur 6 1 /- % aller in diesem Gebiete vorkommenden
Stürme und werden von den Heimsegleru häufiger aogetroffen, als von den
Ausseglern. Auf der Ausreise ist die relative Häufigkeit von August bis
i) Bei einem gut segelnden Schifte mufs der Kurs und die Geschwindigkeit des Schiffes heim
Ahvhärzen der Stunurichtimg in Betracht gezogen werden.