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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Dezember 1882, 
schritten worden war, bei dem rasch auffrischenden Winde, auf östlich von der 
Kap Fmte-Gruppe gelegener Route, südwärts. Als die Bark südlich von 
17° N-Br gelangt war, wurde der Passat wieder schwächer, und am 3. Juni 
endeto derselbe unweit 10,5° N-Br und 20° W-Lg in Windstille. Im hier 
beginnenden Stillengürtel beobachtete „Taihun“ zunächst an sieben Tagen Stille 
nebst leichter nordöstlicher uud südwestlicher Mallung. Später, nachdem man mit 
Hülfe der letzteren nach 7,2° N-Br in 16,6° W-Lg gelaugt war, stellte sieh 
dort am 10. Juni ein ziemlich beständiger SSW-Wind ein, bei welchem die Reise 
wieder einen rascheren Verlauf nahm. Am 15. Juni befand sich „ Taihun* in 
Sicht vom Kap Palmaa. Der liier wehende kräftige Südwind gewährte während 
der nächsten Tage eine solch günstige Gelegenheit, dafs am 17. Juni der erste 
Meridian in 5° N-Br überschritten, und schon am 19. Juni in der Nähe von 
Lagos geankert werden konnte. Zur Vollendung der Reise waren 37 Tage er 
forderlich gewesen. Während derselben hatte man: 40° N-Br in 17° W-Lg am 
18. Mai, 30° N-Br in 17,8° W-Lg am 22. Mai, 20° N-Br in 20,7° W-Lg am 
28. Mai und 10° N-Br in 19,9° W-Lg am 3. Juni gekreuzt. 
Von Leki aus trat „Taihun* am 6. September die Rückreise nach 
Marseille an. Man segelte bei dem anfangs angetroffeneu südsüdwestliclicu 
Winde über B. B.-Bug, bis man sich am 10. September in Sicht von der Insel 
St. Thomas befand. Hier wurde gewendet und bei ziemlich frischem und 
beständigem Winde, der jedoch nicht immer das Einhalten eines Wostkurses 
erlaubte, nach Westen gesteuert. Die Reise nahm dabei einen recht günstigen 
Verlauf. Am 15. September wurde in 1,2® N-Br der eiste Meridian über 
schritten, uud nachdem die Bark am 20. September nach 3,3° N-Br in 14,3® W-Lg 
gekommen war, schon ein nördlicher Kurs eingeschlagen. Dieses wenig 
empfehlenswcrthe Verfahren bewirkte, dafs „Taihun 1 * später östlich von der 
Kap Ernte-Gruppe gelaugte. Als der frische SW-Monsuu die Bark bis zum 
23. September nach 8,2® N-Br in 18® W-Lg geführt hatte, endete derselbe in 
leichte Mallung. Später herrschte noch wieder etwas frischerer Südwind, während 
nördlich von 13,8° N-Br in 19° W-Lg hoch nördlicher Wind anftiat. Gegen 
denselben nach Norden arbeitend, konnte „Taihun“ noch iu ziemlich befrie 
digender Weise vorrücken, und vom 2. Oktober von 17,1° N-Br iu 21,8® W-Lg 
ab konnte bei dem nur in geringer Stärke auftretenden Passat in einem Schlage 
nach Nordwesten gesegelt werden. Unweit 22,7° N-Br in 26° W-Lg endete am 
7. Oktober der NE-Passat. Auf die Windstille, iu welche derselbe übergegangen 
war, folgte später noch wieder ein längere Zeit anhaltender leichter Ostwind, 
und mufste bei solchem fast der ganze noch vorliegende Theil der Reise voll 
endet werden. Bei kräftigem, am 26. Oktober beginnendem Westwinde passirtc 
„Taihun* am 27. Oktober die Strafse von Gibraltar. Die Dauer der Reise 
betrug damals 51 Tage. Während derselben hatte man: 10° N-Br in 18,4° W-Lg 
am 24. September, 20° N-Br in 24° W-Lg am 5. Oktober und 30° N-Br in 
26,6° W-Lg am 14. Oktober überschritten. Die Wahrscheinlichkeit, dals 
„Taihun’s* Reise kürzer geworden wäre, wenn man sich länger in der Nähe 
des Aeqnators gehalten hätte, wo damals die Verhältnisse zur Zurücklegung von 
Länge ja so günstige waren, wird durch die Reise des Mitseglers „Henri)* 
bewiesen. Dieses sich am 27. September mittags in 0,3® N-Br und 21,3° W-Lg 
befindende Schiff erreichte das Gebiet des NE-Passats in 11,7° N-Br und 
23,4° W-Lg. Am 14. Oktober, an demselben Tage, als „Taihun* es in 
26,6° W-Lg tkat, kreuzte „Henry* in 32,8° W-Lg den Parallel von 30° Noid. 
Um von 10® N-Br nach 30® N-Br zu kommen, waren für die Bark 20, für das 
Vollschiff 10 Tage erforderlich gewesen. Schiffe, die auf der Rückreise vom 
Busen von Guinea begriffen sind, sollten in keinem Falle einen nördlichen Kurs 
einschlagen, als bevor sie die Fahrstrafse der vom Kap der guten Hoffnung nach 
Europa segelnden Schiffe erreicht haben. 
24. Reise der eisernen Hamburger Bark „Thalassa“, Kapt. W. Sckwartz. 
Am 16. Januar 1882 überschritt die von Cardiff nach Montevideo 
bestimmte Bark „Thalassa* den Parallel von 50° Nord. Dieselbe traf auf 
ihrem Wege nach Süden zunächst Winde an, die anhaltend aus südlicher und 
westlicher Richtung wehten, und bei denen sich, obgleich sie nicht stürmisch
	        
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