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Chronometer-Prfifun'g zn Wilhelmshaven im Winter 1682—83.
welches ein A von nur 3,8 ä hat, aber in die dritte Klasso verwiesen werden
mufste, weil zufällig die Acceleration eine sehr bedeutende ist. Das nächst
beste, nach der Kompensation beurtheilt, ist Bröcking 890, welches zugleich
eine kleine Acceleration, aber ein grofses B hat. Sehr gut kompensirt sind
ferner Ehrlich 362 und Eppner 232, doch zeigen beide ziemlich grofse B.
Der Vergleich der Gröfse A in den beiden vorhergehenden Tabellen
zeigt deutlich den Vortheil, den man für die Benrtlieilung eines Chronometers
gewinnt, wenn die zu derselben Temperatur gehörigen Gänge paarweise
znsammengefafst werden. So hat z. B. Ehrlich 403 in Tabelle I ein A von 23,1,
in Tabelle II nur von 3,8, ein Unterschied, der lediglich von der grofsen
Acceleration herrührt, die in Tabelle II climinirt ist, so dafs in dieser Tabelle
die ungewöhnlich vorzügliche Kompensation ins rechte Licht gestellt wird.
Aehnliobe Unterschiede zeigen die meisten anderen, mit grofser Acceleration
behafteten Chronometer, so Ehrlich 362, Bröcking 890 n. s. w. Dafs dieses
nicht bei allen der Fall ist, rührt daher, dafs in der Gröfse A der zweiten
Tabelle die Wirkung der Sprünge nicht ganz eliminirt ist. Hat ein Chronometer
neben einer grofsen Acceleration ein grofses B, so kann die Reduktion des Ä,
welche durch Elimination der Acceleration eintreten mufs, zum Theil wieder
dadurch kompensirt werden, dafs iu den Mitteln die Gangsprünge nicht ganz
verschwinden. Ein Beispiel hierfür bietet Eppner 215, welches nächst Ehrlich 403
die gröfste Acceleration hat, in A aber nur eine Reduktion von 29,0 auf 24,4
darbietet. Dagegen ist aber bei 215 B ~ 12,6, bei 403 = 4,2. Das Gleiche
ist bei Eppner 233 der Fall, für welches B — 12,5 ist und A nur von 39,4
auf 33,8 reducirt wird.
Endlich wurden die Chronometer noeh nach den Vorschlägen auf pag. 254
der Annalen für 1881 klassificirt mit folgendem Ergebnils:
Tabelle III.
r
A
B'
e
A -( 2B'+ e
T
Klasse
Ehrlich 362
10,9
4,9
0,3
21,0
4,4°C
11 !
Bröekins; 890
8,4
6,9
0,1
22,3
1,8
II
Bröcking 835
IG,7
3,4
0,1
23,6
4,1
« I
11
! Eppner 232
10,6
7.0
0.1
24,7
4,8
Ehrlich 358
17,1
6,9
0,2
31,1
3,8
II
Eppiiev 23Q
28,3
5,7
0,3
40,0
4,8
IT 1
Eppner 215
24,4
8,0
0,4
40,8
4,8
II 1
Ehrlich 403
3,8
3,9
0,8
12,4
2,0
III
:
i Eppner 233
IL= - - .
83,8
6,8
0,2
47,6
4,1
Es bestätigt sieb auch hier wieder die Bemerkung, welche schon früher
(Annalen 1882, pag. 400) gemacht wurde, dafs ein grofses B meist hei solchen
Chronometern vorkommt, die einen grofsen Kompensationsfehler haben, und
für welche die, den zur Bildung von B verwendeten Gängen, zugehörigen
Temperaturen eine starke Differenz zeigen, d. h. dafs ein grofser Theil der
Gröfse B nur scheinbar Gangsprüngen, in Wirklichkeit aber dem Temperatur-
einflufs zuzuschreiben ist.
Dr. C. Bürgen.