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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Gezeiten-Beobachtungen  an  der  Ostsee.

265

II.  Arkona  auf  Rügen.  1882.

Monats  mittel  der  Wasserstände  unter  dem  Indexstrich  des  Registnrapparats
nach  Mondsstunden  geordnet.

'  Mondsstunden
nach  der  oberen
Kulmination

Jan.
m

Fcbr.
m

März
m

April
m

Mai
m

Juni
ra

Juli
m

Aug.
Ul

Sept.
m

Okt.
m

Nov.
m

Dez.
m

1
I
m  j

0

4,408

4,378

4,269

4,527

4,472

4,394

4,415

4,350

4,365

4,646

4,541

4,610

4,448'

1

4,412

4,365

4,277

4,532

4,477

4,396

4,424

4,353

4  382

4,651

4,547

4,616

4,453

2

4,383

4.363

4,283

4527

4,480

4,400

4,430

4,353

4,375

4,651

4,552

4,619

4,451

3

4,364

4.390

4,278

4,526

4,479

4,404

4,431

4.35t)

4,374

4,650

4,548

4,616

4,451

4

4,358

4,382

4,276

4,524

4,473

4,404

4,431

4.344

4,369

4,645

4,541

4,624

4,418

5

4,352

4,376

4,272

4,518

4,471

4,398

4,129

4,336

4,363

4,640

4,533

4,627

4,443

G

4,369

4,369

4,272

4,511

4,467

4,396

4,425

4,329

4.357

4  637

4526

4,632

4,-441

7

4,363

4,364

4,275

4,503

4,463

4,392

4,418

4  326

4,351

4,632

4,520

4,629

4,436

8

4,367

4,359

4,275

4,499

4,459

4,392

4,414

4,324

4,349

4,628

4,518

4,631

4,435

a

4,368

4,360

4274

4,496

4.458

4,388

4,412

4,326

4,349

4,628

4,518

4,637

4.435

10

4,376

4,361

4,278

4,496

4,460

4,395

4,415

4,327

4.352

4,632

4,517

4,638

4,437

li

4,407

4,364

4,282

4,500

4,466

4,401

4,420

4,333

4,359

4.640

4,516

4,647

4,445

12

4,413

4,368

4.286

4,502

4,478

4,401

4,431

4,341

4.367

4,645

4,517

4,654

4,450 !

13

4,411

4,380

4.291

4,506

4,487

4,403

4,431

4.347

4,371

4,652

4,522

4,656

4,455

14

4,391

4.368

4,294

4,509

4,491

4.401

4,433

4,349

4,377

4.656

4,523

4,661

4,454:

15

4,409

4,369

4,294

4.510

4,491

4,399

4.427

4,34Ü

4,377

4.657

4,526

4,655

4,455

16

4,404

4,369

4,287

4,509

4,490

4,395

4,420

4.344

4,376

4,655

4,526

4,650

4,452

17

4,405

4,379

4,281

4,505

4483

4,388

4,413

4,336

4,369

4,651

4,525

4,640

4.448

18

4,393

4,375

4,271

4,504

4,478

4,383

4,406

4,331

4,364

4,648

4,524

4,628

4,142

19

4,370

4,374

4,261

4,502

4,474

4,381

4.401

4,326

4,359

4.645

4,515

4,620

4,436

20

4,373

4,367

4,255

4,504

4,468

4,378

4.401

4,324

4,356

4,639

4,517

4,610

4,433

21

4,376

4,370

4,255

4,507

4,468

4,375

4,399

4,325

4,357

4,640

4.517

4.606

4,433

22

4,395

4,370

4,255

4,512

4,467

4,381

4402

4,328

4,360

4,644

4,523

4,602

4,437

23

4,413

4.375

4,261

4,518

4,469

4,387

4,411

4,333

4,370

4,647

4,530

4,606

4,443

1
!l

4,387

4,371

4,275

4,5101

4.474

4,393

4,418

4,337

4,365

4,644

4,527

4,630

4,444  :

Der  Indexstrich  befindet  sich  39,933m  uuter  dem  Kixpunkt

am  Leuchtfeuergebäude.
-=~-  --f—  ~.  ■

; i
—ocj

Durch  Interpolation  ergiebt  sich:
Marienleuchte  Arkona
das  mittlere  Mondfluth-Intervall  in  Mondsstunden  .  .  .  5,55  St.  8,3  St.
daraus  die  mittlere  Hafenzeit  (Mondfluth  •  Intervall  in
mittlerer  Zeit)  5 h  45“  8 h  35“
der  mittlere  FluthWechsel  0,063  m  0,020m
Der  regelmäfsige  Verlauf  der  Kurve  für  Manenleuchte  veranlafste  eine
Untersuchung  der  halbmonatlichen  Ungleichheit  für  diesen  Ort.  Zu  dem  Zweck
wurden  die  Mondstage  nach  der  (wahren)  Zeit  der  Mondskulmination  ho  zwölf
Gruppen  vereinigt  für  0—l h ,  1—2 h  u.  s.  f.  Kulminationszeit.  Tabelle  HI  enthält ­
  die  Mittelwerthe  dieser  zwölf  Gruppen  für  die  24  Mondsstunden.  (Mondsstunden ­
  sind  hier  der  Einfachheit  wegen  beibehalten,  um  nicht  neue  Ordinaten
abgreifen  zu  müssen.)
Wie  vorauszusehen,  sind  die  Beobachtungen  eines  Jahres  bei  Weitem
nicht  hinreichend,  um  die  grofsen  Schwankungen  des  Wasserspiegels  soweit
auszugleichen,  dafs  diese  Gruppen  in  an  einander  schliefsenden  Kurven  graphisch
dargestellt  werden  könnten.  Man  kann  daher  keinen  Werth  darauf  legen,  dafs
sich  für  die  Gruppen  7 h  bis  ll h  ein  gröfserer  Fluthwechsel  herausstellt,  als  für
die  Gruppen  der  ersten  Kulminationsstunden,  in  welchen  doch  die  Springfluthen
zu  erkennen  sein  müfsten.  Jedenfalls  wird  danach  die  halbmonatliche  Ungleichheit ­
  in  Höhe  als  nicht  aufsergewöhnlich  grofs  anzunehmen  sein.  Der
Fluthwechsel  schwankt  zwischen  50  und  105  mm.

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