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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Dezember 1882.
aus SSW, der zum Werfen von Ladung zwang, während die Bark noch bei
Nordwind in Stärke 6 segelte und auch noch einen Luftdruck von 745,0mm
beobachtete. Die beiden Schiffe waren also damals auf entgegengesetzter Seite
einer Depression, zwischen ihnen mufste sich ein niedrigerer Luftdruck als wie
sie beide ihn beobachteten, befinden. „Border Chief*, welcher nach dem Sturme
wieder eine bedeutende Strecke nordwärts segelte, der sich am 3. April in
39° S-Br und 138,4° W-Lg befand, während gleichzeitig „Frank Wilson 11 in
46° S-Br und 134,2° W-Lg stand, gewann später doch, als Folge gröfserer
Schnelligkeit, gegen die Bark und am 18. April, als das Vollsehiff nach 5(5,2° S-Br
und 82,8° W-Lg gelangt war, war der Schiffsort der Bark in 54,3° S-Br und
82,6° W-Lg. Am 22. April, einen Tag später als „Border Chief*, erreichte
„Frank Wilson“ die Länge des Kap Horn. Es waren bis dahin 59 Tage nach
dem Reiseantritt verflossen. Während dieser Zeit hatte man: 30° S-Br in
177° W-Lg am 8. März, 40° S-Br in 176,1° W-Lg am 10. März und 50° S-Br
in 100° W-Lg am 14. April, ferner 150° W-Lg in 45,3° S-Br am 27. März,
120° W-Lg in 45,7° S-Br am 7. April und 90° W-Lg in 52,2° S-Br am 16. April
überschritten.
Auf die leichte nordöstliche Briese, bei welcher „Frank Wilson u den
Meridian des Kap Horn überschritten hatte, folgten während der nächsten
Tage flaue nördliche Winde, bei denen die Reise auch nur einen langsamen
Verlauf nahm; dieser wurde jedoch ein rascherer bei dem am 27. April unweit
55° S-Br in 58° W-Lg angetroffenen SE-Winde, und ein noch befriedigenderer,
nachdem sich aus diesem Winde am nächsten Tage ein Westwind entwickelt hatte.
Indem sich dieser Wind später langsam nach rechts veränderte, trat er mehrere
Malo stürmisch auf, und am 7. Mai wurde in der Nähe von 42,7° S-Br und
37° W-Lg ein sehr heftiger Sturm überstanden. Derselbe begann aus nord
östlicher Richtung, veränderte sich später, nachdem das Barometer auf 730,1mm
gefallen war, nach NNW und wehte, als der Wind ausgeschossen war nach
SW, von daher für kurze Zeit orkanartig. „ Bor der Chief*, welcher am 7. Mai
Mittags in 35,7° S-Br und 27,4° W-Lg stand, beobachtete dort keine gröfsero
Stärke des ans N wehenden Windes als 7, imd keinen niedrigeren Barometer
stand als 755,8 mm. Bei dem Vollsehiffe erfolgte auch kein Umlaufen des
Windes nach südlicher Richtung, sondern der Wind blieb hoch nördlich. Sehr
ungünstige Verhältnisse fand „FrankWilson“, nachdem 30° S-Br überschritten
worden war. Die dort angetroffenen meist ungünstigen Winde waren höchst
unbeständig, oft von Stillen unterbrochen, und war infolge dessen dort der
Fortgang des Schiffes ein derart langsamer, dafs der Schiffsort am 22. Mai
25,3° S-Br in 29,3° W-Lg und am 31. Mai noch 22,2° S-Br in 30,1° W-Lg war.
Unweit 22,2° S-Br in 30° W-Lg folgte nach zweitägiger Stille, bei welcher der
Luftdruck einen höchsten Stand von 766,0 mm erreichte, ein leichter NE-Wind,
der sieh nach rechts veränderte und sehliefslich in den Passat überging. Von
diesem wurde die Bark dann bis zum 12. Juni zur Linie in 30,6° W-Lg geführt.
„ Frank Wilson“ hatte die zwischen Kap Horn und Aequator liegende Strecke
in 51 Tagen zurüekgelegt und auf derselben: 50° S-Br in 52,8° W-Lg am
30. April, 40° S-Br in 35,2° W-Lg am 9. Mai, 30° S-Br in 30,3° W-Lg am
18. Mai, 20° S-Br in 31,3° W-Lg am 2. Juni und 10° S-Br in 32,4° W-Lg am
7. Juni geschnitten. Der Mitsegler „ Bordet Chief* war am 24. Mai in 25° W-Lg
von der südlichen zur nördlichen Halbkugel übergegangen.
In nördlicher Breite wurde „Frank Wilson“ bis nach 5,7° N-Br in 30°
W-Lg vom SD-Passat begleitet. Unweit dieses Punktes geriet!: die Bark am
14. Juni in das Stillen-Gebiet; erst fünf Tage später gelang es, die in 7,8° N-Br
und 30,4 W-Lg liegende, äquatoriale Grenze des NE-Passats wieder za er
reichen. Nördlich von derselben wurde zwischen 13° und 28° N-ßr der frischeste
Passat beobachtet, und am 5. Juli wurde dessen, sich bis nach 34,8° N-Br in
41,7° W-Lg ausdehnendes Gebiet verlassen. Das Barometer erreichte unweit
dieses Punktes einen höchsten Stand von 776,4 mm. Nachdem „Frank Wilson K
den Passat verloren hatte, beobachtete er zunächst an vier Tagen leichte nord
östliche Mallung. Dieselbe endete, iudem sich am 9. Juli, unweit 35,8° N-Br
in 41,5° W-Lg, ein allmählich an Stärke zunehmender Westwind einstellte. Bei
demselben nahm die Reise dann wieder einen rascheren Verlauf. Sie verlief
in ungestörter Weise, bis am 19. Juli der Scbiffsort 39,4° N-Br in 15,5° W-Lg