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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Dezember  1882.

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an,  der  sieb  später  Dach  SE  veränderte.  Bei  diesem  letzteren  Winde  erreichte
„Frank  Wilson“  am  11.  November  den  Hafen  von  Sydney.  Die  Dauer  der
Reise  betrug  115  Tage.  In  östlicher  Länge  waren  47  Tage  zugebracht  worden,
und  hatte  man:  20°  O-Lg  in  42,6°  S-Br  am  30.  September,  50°  O-Lg  in
41,2°  S-Br  am  7.  Oktober,  80°  O-Lg  in  88,1°  S-Br  am  15.  Oktober  und  die
Länge  des  Kap  Leemoin  in  37,8°  S-Br  am  25.  Oktober  überschritten.
Von  Sydney  aus  trat  „Frank  Wilson“  am  1.  Dezember  eine  Reise  nach
Apia  an.  Man  begann  dieselbe  bei  leichtem  SE-Winde,  der,  nachdem  die  Bark
sich  etwas  von  der  Küste  entfernt  hatte,  auffrischte  und  sich  langsam  nach
rechts  veränderte.  Dieser  dann  mit  grofser  Beständigkeit  wehende  Wind  führte
die  Bark  bis  zum  8.  Dezember  in  Sicht  vom  Kap  Maria  van  Diemen.  Hier
veränderte  sich  der  Wind  durch  S  nach  W,  wurde  aber  auch  gleichzeitig  flauer,
und  es  konnte  deshalb  zunächst  nur  ein  langsamerer  Fortgang  erzielt  werden.  Als
man  am  13.  Dezember  nach  32,8®  S-Br  in  176,5°  W-Lg  gekommen  war,  ging
der  Westwind  in  Stille  über,  und  nachdem  diese  nahezu  24  Stunden  gedauert
hatte,  folgte  auf  sie  ein  nordöstlicher  Wind  von  mehrtägiger  Dauer.  Aus
kurzer,  am  18.  Dezember  unweit  29°  S-Br  in  176°  W-Lg  herrschender  Windstille ­
  entwickelte  sich  endlich  der  SE-Passat.  Derselbe  setzte  ein  bei  einem
Barometerstände  von  763,3mm,  und  erreichte  letzterer  später  in  der  Nähe  von
26,5°  S-Br  einen  höchsten  Stand  von  766,3mm.  Heftiger,  von  Böen  begleiteter
Passat  führte  „Frank  Wilson“  bis  zum  26.  Dezember  nach  15,5°  S-Br  in
171,3°  W-Lg.  Der  letzte  Theil  der  Reise  mufste  hei  der  hier  einsetzenden
leichten  unbeständigen  Briese  znrückgelegt  werden.  Am  29.  Dezember,  nach
28tägiger  Reise,  ankerte  die  Bark  im  Hafen  von  Apia;  sie  hatte  30°  S-Br  in
176,1°  W-Lg  am  16.  Dezember,  25°  S-Br  in  175,3°  W-Lg  am  20.  Dezember
und  20°  S-Br  in  173,5°  W-Lg  am  23.  Dezember,  ferner  160°  O-Lg  in  33,3°  S-Br
am  4.  Dezember,  170°  O-Lg  in  33,5°  S-Br  am  7.  Dezember  und  180°  Länge  in
33°  S-Br  am  12.  Dezember  gekreuzt.  Am  11.  Dezember  war  in  der  Nähe  von
33°  S-Br  und  179°  W-Lg  an  Bord  der  Bark  eine  etwa  10  Sekunden  lang  anhaltende, ­
  wahrscheinlich  von  einem  Erdbeben  herrührende  Erschütterung  des
Schiffes  bemerkt  worden.
Nachdem  „Frank  Wilson u  später  von  Apia  nach  Levuka  versegelt  war,
trat  die  Bark  am  22.  Februar  1882  von  diesem  letzteren  Platze  aus  die  Heimreise ­
  nach  Cadix  au.  Sie  fand  zu  Anfang  derselben,  so  lange  man  sich  in
der  Nähe  der  Inseln  befand,  ganz  leichte  östliche  Briese  und  konnte  erst,  nachdem ­
  am  26.  Februar  in  der  Nähe  von  20,3°  S-Br  in  176°  W-Lg  der  frische
Passat  angetroffen  worden  war,  rascheren  Fortschritt  erzielen.  Als  „Frank
Wilson“  am  6.  März  nach  35,5°  S-Br  in  175°  W-Lg  gelangt  war,  lief  der
schwächer  gewordene  Wind  um  nach  NE,  und  schien  dort  die  polare  Passatgrenze ­
  erreicht  zu  sein.  Der  Luftdruck  betrug  in  ihrer  Nähe  762,4mm,  unweit
30°  S-Br  war  ein  höchster  Stand  von  764,4mm  beobachtet  worden.  Als  der
südlich  vom  Passatgebiet  herrschende  Wind  nach  N  umgelaufen  war,  ging  er
in  kurze  Stille  über,  und  auf  diese  folgte  wieder  ein  längere  Zeit  anhaltender
Ostwind.  Zu  Zeiten  frisch  wehend,  trat  derselbe  südlich  von  42°  S-Br,  wo  für
längere  Zeit  ein  sehr  hoher,  im  Maximum  775,0mm  betragender  Luftdruck  beobachtet ­
  wurde,  nur  in  sehr  flauer  Weise  auf.  Nordöstlicher  Wind,  der  nur  an
einem  Tage  durch  NW-Wind  unterbrochen  wurde,  herrschte  später  bis  die  Bark
am  21.  März  nach  47,3°  S-Br  in  160°  W-Lg  gelangt  war.  Derselbe  endete,
nachdem  der  langsam  abgenommene  Luftdruck  auf  746,2mm  gefallen  war,  in
kurze  Windstille,  und  auf  diese  folgte  abermals  südöstlicher  Wind.  Auch  für
„Frank  Wilson“  war  es,  wie  damals  bei  anderen  Mitseglern,  unmöglich,  durchstehenden ­
  Westwind  anzutreffen.  Unter  jenen  Mitseglern  befand  sich  auch  das
eiserne  Elsflether,  von  Australien  nach  London  bestimmte  Vollschiff  „Border
Chief*.  Als  dieses  sich  am  29.  März  mittags  in  48,5°  S-Br  und  155°  W-Lg
befand,  wo  Südwind  in  Stärke  6  und  ein  Barometerstand  von  744,7mm  beobachtet ­
  wurde,  befand  sich  „Frank  Wilson*  gleichzeitig  in  47,2°  S-Br  und
145,8°  W-Lg.  An  diesem  letzteren  Orte  wehte  damals  ein  NNE-Wind,  dessen
Stärke  7  betrug,  und  der  Luftdruck  zeigte  auf  745,2mm.  Am  Mittage  des
30.  März  waren  die  Schiffsorte:  „Border  Chief*  46,5°  S-Br  in  151,5°  W-Lg  und
„Frank  Wilson“  47,6°  S-Br  in  141,6°  W-Lg.  Bei  dem  Vollschiff,  welches  nun
einen  Barometerstand  von  754,4  mm  hatte,  wüthete  jetzt  ein  orkanartiger  Sturm
            
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