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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge  von  meteorologischen  Journalen  etc.,  Dezember  1882.

Die  Reise  war  in  144  Tagen  vollendet  worden.  In  nördlicher  Breite  im  Grofsen
Ocean  hatte  man  19  Tage  verbracht,  und  dort:  10°  N-Br  in  133,3°  W-Lg  am
14.  Juli  und  20°  N-Br  in  149°  W-Lg  am  22.  Juli  überschritten.  Die  Temperatur
des  Meeres,  welche  „  Adolph“  in  der  Nähe  von  4°  S-Br  gleich  25,5°  C.  gemessen
hatte,  betrug  in  der  Nähe  der  Linie  nur  23°  C.  und  stieg  in  nördlicher  Breite
wieder  bis  auf  27,5°  C.  Dieser  letztere  Betrag  wurde  unweit  5°  N-Br  beobachtet. ­
  Im  Stillengürtel  wurde  von  Kapt.  Koppel  mann  ein  sehr  kabbeliger
Zustand  der  an  und  für  sich  aufsergewöhulich  schlichten  Meeresoberfläche  bemerkt. ­
  Die  ganz  niedrigen  Wellen  brachen  sich  anscheinend  ohne  Grund,  d.  h.
nicht  von  dem  zur  Zeit  herrschenden  Winde  dazu  getrieben,  schnell  auf  einander
folgend  und  mit  unvorhältnifsmäfsig  starkem  Geräusche.  Diese  ungewöhnliche,
dem  Seemann  sogleich  auffallende  Thatsacke  ist  hier  wiederholt  auch  von
anderen  Schiffen  beobachtet  worden,  ebenso  wie  die  grünliche  Farbe  des
Meeres,  welche  von  der  tiefblauen  Färbung  des  Oceans  im  Passat  so  auffällig
abweicht.  Unweit  10,5°  N-Br  sah  Kapt.  Koppelmann  eine  ziemlich  grofse
Schildkröte  in  der  Nähe  des  Schiffes  treiben.
12.  Reise  der  eisernen  Elsfletlier  Bark  „Frank  Wilson“,  Kapt.  C.  Meyer.
Die  auf  einer  Reise  von  Hamburg  nach  Sydney  begriffene  Bark  „Frank
Wilson“  verliefs  am  19.  Juli  1881  die  Mündung  des  Kanals.  An  demselben
Tage  überschritt  die  von  Cardiff  nach  Bahia  bestimmte,  eiserne  Bremer  Bark
„Capelia“  den  Parallel  von  50°  Nord.  Bei  den  im  Reiseauszuge  des  letzteren
Schiffes  schon  erwähnten  Verhältnissen  legte  dann  auch  „Frank  Wilson“  den
gröfsten  Theil  des  Weges  zur  Linie  zurück;  40°  N-Br  wurde  in  14,5°  W-Lg
am  25.  Juli,  30°  N-Br  in  22,4°  W-Lg  am  31.  August,  20°  N-Br  in  25,4°  W-Lg
am  5.  September,  10°  N-Br  in  24°  W-Lg  am  13.  September  und  der  Aequator
in  23,3°  W-Lg  am  25.  September  erreicht.  „Capelia“  war  zum  Aequator  in
17,4°  W-Lg  am  23,  August  gelangt.  Am  15.  August  mittags  war  „Frank
Wilson's“  Standort  in  7,3°  N-Br  und  21,7°  W-Lg  gewesen,  während  sich  gleichzeitig ­
  „Capelia“  in  7°  N-Br  und  18,1°  W-Lg  befunden  hatte.  „Frank  Wilson“
erreichte  als  östlichsten  Punkt  16,0°  W-Lg  in  4,8°  N-Br  am  20.  August,  und
„Capelia“  15°  W-Lg  in  2,5°  N-Br  am  21.  August.  Fast  gleichzeitig  mit  „Capelia“
und  nahezu  in  Sicht  von  derselben  war  das  Bremer,  nach  Hongkong  bestimmte
Vollschiff  „Wilhelm“  von  der  nördlichen  zur  südlichen  Halbkugel  übergegangen.
Dasselbe  hatte  50°  N-Br  ebenfalls  am  19.  Juli  verlassen  und  sich  am  15.  August
in  7,2°  N-Br  und  22,7°  W-Lg  befunden.
Im  Südatlantischen  Ocean  wurde  „Frank  Wilson“  bis  nach  23,5°  S-Br
in  31,5°  W-Lg  vom  Passate  begleitet.  Unweit  dieses  Punktes  lief  der  Wind
am  7.  September  nordöstlich,  dadurch  die  polare  Grenze  des  Passatgebietes
andeutend.  Der  Luftdruck,  welcher  unweit  22°  S-Br  770,5mm  betragen  hatte,
zeigte  dort  einen  Stand  von  767,0mm.  Nachdem  später  der  Wind  eine  in
unregelmäfsiger  Weise  erfolgende  Drehung  nach  links  ausgefuhrt  und  wieder
für  einige  Zeit  aus  südöstlicher  Richtung  geweht  hatte,  erreichte  das  Barometer
in  der  Nähe  von  26°  S-Br  und  30°  W-Lg  einen  höchsten  Stand  von  772,2  mm.
Südlich  von  27,5°  S-Br  hielt  sich  der  zum  zweiten  Male  durch  N  gedrehte
Wind  dauernd  im  westlichen  Halbkreise,  die  Bark  bis  zum  25.  September  zu
dem  in  40°  S-Br  überschrittenen  ersten  Meridian  führend.  „Frank  Wilson“
hatte  die  zwischen  Aequator  und  diesem  Punkte  liegende  Strecke  in  31  Tagen
durchsegelt  und  auf  derselben:  10°  S-Br  in  27°  W-Lg  am  31.  August,  20°  S-Br
in  31,4°  W-Lg  am  5.  September  und  30°  S-Br  in  26,7°  W-Lg  am  13.  Septomber
gekreuzt.  Am  21.  September  hatte  „Frank  Wilson“  sich  in  Sicht  von  der  Insel
Tristan  da  Cunha  befunden.  Der  Mitsegler  „Wilhelm“  war  nach  41°  S-Br  und
0°  Länge  am  15.  September  gelangt.
Während  der  Zeit,  in  welcher  die  erforderliche  Länge  zurückgelegt
wurde,  hielt  „Frank  Wilson“  sich  zunächst  in  der  Nähe  von  42°  S-Br;  später
suchte  Kapt.  Meyer  jedoch  wieder  eine  niedrigere  Breite  auf,  und  segelte  die
Bark  dann  in  der  Nähe  vom  39.  Parallel  ostwärts.  Die  angetroffenen  Winde
kamen  fast  nur  aus  westlicher  Richtung  und  waren  nicht  stürmisch.  Am
5.  November  wurde  die  Ba/s  -  Strafse  erreicht;  nachdem  man  dieselbe  bei
frischem  SW-Winde  durchsegelt  hatte,  traf  die  Bark  östlich  von  derselben  am
8.  November,  in  der  Nähe  von  38,4°  S-Br  und  149,3°  O-Lg,  leichten  NE-Wind
            
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