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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Wey«r; Bestimmung des Beobacht« uigsortcs etc. 
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befand, wo auch die Schweiflänge des Kometen zu 16 bis 17° Grad gemessen 
wurde. Später sind die Beobachtungen aufgegeben worden, da anzunehmen war, 
dafs der Komet bei seiner nicht sehr schnellen Bewegung schon gleichzeitig auf 
Sternwarten beobachtet sein werde. Die Reduktion der Beobachtung des ersten 
Tages giebt, mit Rücksicht auf die Refraktion, folgenden Ort des Kometen: 
1882 Oktober 3 19 b 2"0* * M. G. Z. a — 159° 1,3' 3 = — 8° 28,0'. 
Verglichen mit der Ephemeride von Dr. Oppenheim („Astron. Nachr.“ 
Ko. 2459) stimmt die Rektascension gut überein, aber die Deklination ist noch 
um 8' zu grofs. Die Ursache hiervon ist wohl theils die etwas unsichere 
Pointirung des Kometenkernes im Sextantenfernrohr, besonders aber die Un 
sicherheit des Schnittpunktes der beiden Kreisbögen, welche mit den beobachteten 
Distanzen als Radien, um die beiden Vergleichssterne beschrieben, sich im 
Kometenortc schneiden sollen. Im gegebenen Falle ist nämlich der Winkel 
am Kometen nur 30° gewesen für das Dreieck Sirius, Komet, Proeyon, wodurch 
eine kleine Ungenauigkeit in der Distanzmessung sich um mehr als das Vier 
fache vergiöfsert auf die Lage des Schnittpunktes übertragen konnte. Hierdurch 
erklären sich auch die übrigen Unterschiede zwischen den Beobachtungen und 
der Ephemeride, da immer dieselben Vergleichssterue beibehalten wurden. 
Wäre aber statt des Sterns Proeyon der freilich nicht so helle Regulus gewählt 
worden, falls dessen Beobachtung an Bord keine lokalen Hindernisse entgegen 
standen, so w r ürde in dem Dreiecke Sirius, Komet, Regulus der Winkel aui 
Kometen nahe 90° betragen haben, und alsdann auch der Kometenort, vermöge 
des senkrechten Durchschnitts, fast mit derselben Genauigkeit bestimmt worden 
sein, welche die einfache Winkelmessung vermittelst des Sextanten überhaupt 
gestattet, abgesehen allerdings von der hier etwas schwierigen Auffassung des 
Kometenkerns, dessen Ausdehnung damals schon eine halbe Minute betrug, 
später sogar bis zu drei Minuten anwuchs und mehr als einen hellen Kern 
punkt zeigte.*) 
Ausden ReiseberichtenS. M. Kbt. „Albatrofs“, Korv.-Kapt. vonPawelsz.’) 
Bemerkungen über den Paraná-Flufs.*) 
Ucber die während der Befahrung des Paraná - Flusses von seiner 
Mündung bis Rosano and zurück bis Campana durch S. M. Kbt. „Albatrofs“ im 
Januar und Februar 1883 gemachten Erfahrungen hat Korv.-Kapt. von Pawelsz 
Nachstehendes berichtet. 
„Das Delta des Paraná hat nur zwei grofse Wasserstrafsen, aber eine 
Menge Arme, Buchten, Einschnitte und Verbindungskanäle, die je nach dem 
Wasserstaude passirbar sind. Die eine dieser Strafsen ist der Paraná de las 
Palmas, die andere der eigentliche Paraná. Der Paraná hat, soweit S. M. Kbt. 
„Albatrofs“ denselben berührte, ein bedeutend besseres Fahrwasser als der 
Uruguay, hat durchweg gröfsere und konstantere Tiefen und weniger flache 
Stellen, welche im Uruguay häufig so dicht zusammen liegen, dafs sie jedes 
Passneu von Schilfen unmöglich machen; im Paraná bleibt trotz solcher Untiefen 
das Fahrwasser stets frei. Dahingegen sind die englischen Adm.-Karten vom 
Paraná fast noch unrichtiger und unbrauchbarer, als die des Uruguay, was 
wohl darin seinen Grund hat, dafs die gröfsere und gewaltigere Strommasse des 
Paraná in kurzer Zeit bedeutendere Veränderungen des Flufsbettes und der 
Sandablagerungen hervorbringt, als der Uruguay. Für die Beschiffung bietet 
der Paraná trotz seiner Breitenausdehnung und seiner nicht genügenden Tiefe 
doch sehr bedeutende Schwierigkeiten dar, theils wegen der überaus zahlreichen 
und oft ihre Gestalt verändernden Inseln, theils wegen der Sandbänke, die sich 
ebenso unberechenbar und rasch bilden wie verschwinden. 
Ein Befahren des Paraná, selbst in dem untersten Theil seines Laufes, 
kann daher nur mit Hülfe eines tüchtigen Lotsen geschehen und ist ohne einen 
solchen absolut unmöglich. Der Strom im Paraná läuft bedeutend schneller, als 
*) Nachtrag s. am Schlufs diese* Heftes. 
i) S. „Ann. d. Hydr. etc.*, 1883, pag. 87. 
*) S. Findlay’s „South Atlantic“ (1875), pag. 480; „South American Pilot“, I (1874), 
pag, 203—206.
	        
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