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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Weyer: Bestimmung des Beobachtungsortes etc. 
entfernen mufste; aber er hätte hinzufügen können, dafs die streDge Auflösung 
gleichfalls höchst unsicher wird: 
Uhrzeiten Wahre Höhen Deklination 
3 h 23 ,,s 12 s p. m. h = 40° 0' 11°17'N 
4 7 16 h' = 29 13 
Das Zeitintervall 44 m 4 S hatte Pemberton nicht bestimmt angegeben, 
sondern er deutete nur ein in Douwes’s Exempel vorkommendes Intervall an, 
welches aber doppelt so grofs ist und sich nicht mit der Breite von ungefähr 9° 
vereinigen läfst, welche Pemberton haben wollte. Die Berechnung des obigen 
Beispiels ergiebt nun, wenn auch nicht in aller Schärfe: 
y = 8° 38'N A=S97°31'W p = -f 88° 8' 
t = +50 45 A' = S 98 9 W p' = 4- 86 20 
t' = 4-61 46 A'~A = 4-0° 38' 
4- 8° 38' — 90,0 dh -f 90,2 dh' 
-f 2,9 dd — 5,8 d<P 
4- 88.2 d (t'—t) 
d'—d 
t = -f- 50° 45' — 13,0 dh 4- 12,0 dh' 
+ 0,4 dd— 0,8 dd' 
4- 11.8 d(t'—t) 
- 12 t=± 
' 2 
t' = 4- 61° 46' -f 12,8 d(t'—t) u. s. w. 
Bei solcher Gröfse der KorrektionskoöfBzienten, wonach die ganze 
Breitenbestimmung aus so ungünstigen Rechnungselementen keinen Werth hat, 
bleibt kaum noch ein Interesse für die geringen Veränderungen, welche durch 
Benutzung der einen oder andern konstanten Deklination in diesem Beispiele 
entstehen würden. Das Resultat davon wird übrigens: 
1} Mittagsdeklination — 4- 11° 17,0' . . d<p = —11,9' . . dt = —1,6' — — 6,4® 
2) *-+-1' = 11 20,2 — 2,6 -0.4 = — 1,6 
3) d= 11 19,9 — 1.7 — 0,5 = — 2,0 
4) d'= 11 20,5 - 3,5 —0,3 = — 1,2 
Endlich hätte mau, da bei Beobachtungen am Lande, mit fest auf- 
gestellten Instrumenten, ein Mittel vorhanden ist, sich des unveränderten Azi- 
mutbs hinreichend genau zu versichern, der Aufgabe eine andere Fassung geben 
können, indem man entweder die Höhen zweier Gestirne beobachtet, wenn sie 
dasselbe Azimuth haben (Robertson’s Eiern, of Navig., London 1754, pag. 478), 
oder zwei Höhen desselben Gestirns zu verschiedenen Zeiten bei gleichem 
Azimuth, wo also ein und derselbe Vertikalkreis den Deklinationsparallel 
schneidet. Dabei wird dann das Zeitintervall 
nicht mehr als Rechnnngselement zugezogen, 
sondern es genügen die beiden Höhen und 
die bekannte Deklination. In diesem Sinne 
würde die letzte Aufgabe verändert so lauten: 
Gesucht wird die Breite und die Zeit aus 
den Beobachtungen der beiden Sonnenhöhen 
h = 40° 0' und h' = 29° 13', als die Deklina 
tion 11° 17'N war und beide Höhen in dem 
selben Vertikalkreise (auf der Westseite) 
beobachtet wurden. Eine bequeme Auflösung 
dafür ergiebt sich auch sogleich nach der 
nebenstehenden Figur, aus den bei m recht 
winkligen Dreiecken, wenn man die Dekli 
nation konstant setzt: 
. sin */i (h+h‘) . . v sin V*(h—h') 
8,n V = ¿¿.y,-(5=1,4 S " 1 '■ s,n Vl -*) = —
	        
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