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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Wey«r: Bestimmung de« Beobaehtungsortes etc. 
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Einen für die Breiten- und Zeitbestimmung noch ungünstigeren Fall be 
handelte Lau ritz-Ra vn. 16 ) Derselbe hatte am 12. Mai 1826 auf der Ham 
burger Navigationsschule folgende Beobachtungen mit einem Sextanten an 
gestellt : 
Uhrzeitcu Wahre Hüben Deklination 
8» 49 m 0 S a. m. h = 38° 58' , d-fd' 
9 2 9 h' = 40 44 + lb ~ = —g“ 
Ein von dem Beobachter angewandtes, aus der orthographischen Projektion 
entnommenes Näberungs verfahren ergab zwar die richtige Breite 53° 33' N, 
allein dies Verfahren war unvollständig, indem dabei die parallaktischen Winkel 
einander gleich gesetzt wurden, ohne den mittleren Werth derselben zu ge 
brauchen; sonst würde das Resultat jenes kurzen Verfahrens mit der strengen 
Rechnung nahe übereingestimmt haben, welche bei Anwendung der einzelnen 
Deklinationen <1 = -f* 18° 1' 55" und <J' — 4 18° 2' 4" Folgendes giebt: 
(f — -j- 53° 12,8' А = — 65® 22' p = — 34“ 55' 
t — - 48 0,5 A'~ -62 0 p'^ —33 47 
t'= —44 43,25 
Die Koöflieienten der Korrektions-Faktoren werden hier aber, den un 
günstigen Umständen gemäfs, sehr grofs, so dafs ein einzelner Höheufehler von 
einer Minute die Breite schon um einen Viertelgrad ändern konnte, woraus 
sich die starke Abweichung von der bekannten richtigen Breite erklärt: 
(f — 4 53° 12,8' + 15,07 dh - 15,51 dh' 
— 12,35 dd 4 12,89 dd' 
4 8,20 d(t'—t) 
d'—d 
4- 25,23 . 2 - 
t = — 48° 0,5' -f 13,38 dh — 11,88 dh' 
— 10,97 dd -f 9,87 dd' 
4 6,28 d(t'—i) 
4 20,85. S ^- 
l' = — 44° 43,25' 4 7,28 d (t'—t), 
mit den übrigen Korrektionen, wie bei t. 
Für die Korrektion einer angewandten konstanten Deklination ist hier, 
wo die Deklination um Mittag 18“ 3' 54" war: 
1} d 0 = 4 18“ 3' 54" . . dy = 4 0,86' . . dt = 4 3,66' - 4 14,6* 
2) = 18 2 0 4 1,89 4 K56 = 4 6,2 
3) S — 18 1 55 4 1,93 ...... 4 1,48 = 4 5,9 
4) d' = 18 2 4 ...... 4 1,85 4 1,64 = 4 6,6 
Mau würde also bei Anwendung der mittleren Deklination mit Hiozufügung 
der Korrektion gefunden haben: 
<f> = 4 53® 10,9' 4 1,89' = 4 53° 12,8' und 
t = — 48 2,1 4 1,56 = — 48 0,5 
Läfst man die Azimuthdifferenz noch kleiner werden, so werden die 
Diffcrentialformeln mit der Gröfse ihrer Kodfficienten zugleich ungenauer, selbst 
wenn man ein Mittel zwischen den ursprünglichen und den veränderten Wcrthen 
zu ihrer Berechnung angewandt hat, aber jedenfalls können die Formeln dienen, 
die dann immer weiter zunehmende Unsicherheit der gesuchten Resultate über 
haupt deutlich hervorzuheben. Pemberton führte den folgenden Fall an, 
welchen er ans einem zweckmäfsigen Douwes’schen Beispiele so verändert, 
hatte, dafs die genäherte Auflösung von Douwos gar nicht mehr zu gebrauchen 
war, indem sie sich bei der Wiederholung immer weiter von der Wahrheit 
ll >) В r süb a« h’s Mathematische Vorträge über die Seewiwenschaflen. Bearb. u. herausgeg. 
von H. Lauritz-Ravn, Hamburg 1826, Theii 2, pag. 110: .Neue Methode, um die Breite durch 
zwei »ahe bei einander genommen« Sonnenhöhen zu berechnen“.
	        
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