accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

216 
Weyer: Bestimmung des Beobaclitungsories ete. 
indessen mit dem Zeichen von t und A übereinstimmt, also bei westlicher Lage 
positiv, bei östlicher negativ zu nehmen ist. 
Als Zahlenbeispiel hierzu möge zunächst das erste, von Don wes 44 ) ge 
wählte, dienon, um ein historisch gewordenes Beispiel zu nehmen: 
Uhrzeiten Wahre Höhen Deklination 
11» 20“ a. ra. h = 49° 12' 12° 14' N 
1 54 p. m. h' = 48 24 
woraus Do uw es nach den strengen Formeln der sphärischen Trigonometrie 
(Klootswerk) die Breite 52° 24' N und die wahre Zeit ll h 24 ,n 30* berechnet 
hatte. Etwas genauer (da Douwes unter seinen strengen Formeln eine un 
günstige gebrauchte, indem er den kleinen, für ihn allerdings nebensächlichen 
Stundeuwinkcl durch die Sekante, statt Tangente, bestimmte) findet sich 
ip — 52° 22,8' N, t = —9° 1,9' und t' = + 29° 28,1'. Ferner ergaben sich 
die wahren Azimuthc A = —13° 35' und A' = —(— 41 ° 25', also A'—A = + 65° 0', 
sowie die parallaktischen Winkel p — —8“ 26' und p' = + 24° 24'. Man erhält 
damit, in der vorhin gegebenen Orduung, zuuächst für die Breitenbestimmung: 
+ 52° 22,8' — 0,808 dh — 0,287 dh' 
+ 0,799 d<J + 0,261 d<i' 
— 0,116d(t'—t) 
d'—d 
— 0,538. 
Ferner ergiebt sich für die Zeitbestimmung: 
t = 23 h 23“ 52,4* = — 9° 1,9' + 1,500 dh — 1,944 dh' 
— 1,484 dd + 1,770 dd' 
— 0,785 d(t'—t) 
-}- 3,254 . —g— 
t' = l h 57 m 52,4’ — +29° 28,1' + 0,215 d (U—t), 
und die übrigen Korrektionen für t' bleiben ebenso wie für t. — Douwes 
nahm nun für die verflossene Zeit 2 U 34 m nach der Schiffsuhr einen Fehler 
von 3 Minuten damals noch als möglich an. Setzen wir also d (t'—t) — -f- 3 m , 
so wird d<p = —0,116.45' = —5,22' und dt = — 0,785.3 m = —2“ 21,3”, 
ferner dt'= +0,215. 3™ = +0™ 38,7 S oder t = 23 h 21 m 31,1* und t'= 1» 58“ 31.1’. 
— Als möglichen Höhenfehler hat Douwes +6' angenommen. Damit würde 
für dh = dh' = + 6' sich dip — —4,8' — 1,7' = —6,5' ergebeu, und dt = 
+ 1,500 . ^ — 1,944 • J5 = — 0,178” = — 0” 10,7 S . — Die Deklination pflegte 
Douwes nur für den Mittag zu nelimep, hatte dies auch, nach Ueberlegung 
der gewöhnlichen Umstände, als leichteste und beste Regel für die Breiten 
bestimmung vorgeschrieben; daher wäre hier, wenn die Beobachtung im April 
stattfand, die tägliche Aenderung der Deklinatiou = + 20' zu setzen, wonach 
dd — —0,55' und dd' = +l,58' wird. Damit ist d(p = —0,44 + 0,41 = —0,03' 
und dt — dt' — +0,82 +2,80 = +3,62' = +14,5 S . — Iu der Voraussetzung 
einer angewandten mittleren Deklination hätte man endlich —=— = + 1,065' 
zu berücksichtigen, womit dt = dt' = + 3,47' = + 13,9“ und d <p — 
(—0,538).(+1,065) = —0,57' wird. — Wäre die Deklination zur Zeit der 
ersten (hier der grölsten) Höhe angewandt, so würde d(p + 0,261.2,13 
= +0,55' und dt = + 1,770.2,13 = + 3,77' = + 15,1* sich ergeben, und 
wenn statt dessen die Deklination für die Zeit der zweiten (hier der kleineren) 
Höhe in der Rechnung gebraucht würde, so hätte man dq> — +0,779. (—2,13) 
= —1,70' und dt = —1,484. (-2,13) = +3,16' = + 12,6*. Die Resultate 
der erforderlichen Korrektionen wegen der angewandten konstanten Deklination 
liefern demnach folgende Uebersieht zu den vier verschiedenen Fällen: 
'**) Douwes, Verhandeling . . . pag. 151«
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.