Physische Qeeanographie etc. zwischen 30°—50° S-Br und 10°—40° O-Lg.
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2) Bei denjenigen SE-Stürmon, welchen südöstliche Winde vorangeheu,
unterscheidet man zweierlei Arten (s. pag. 199): nämlich die „Schlechtwetter-Stürme 11
und die „Schönwetter-Stürme“. Die ersteren sind von einem entschiedenen Fallen
des Barometers und stürmischenx Wetter, Böen und Wetterleuchten begleitet; sie
sind zuweilen sehr schwer und stehen wahrscheinlich in Beziehung zu den SW-
Seiten von cyklonischcn Systemen, welche nach SE fortschreiten Sie unter
scheiden sich von den sub 1) erwähnten dadurch, dafs sie schon mit fallendem
Barometer beginnen und länger andauern, als diese. Im Januar ist nur ein
solcher Sturm verzeichnet, im Juli deren drei. Die Schönwetter-Stürme sind in
der Regel auf die SW-Küste von Afrika beschränkt, wo sie mit den „Südostern“
der Tafel- und der Falschen Bai in Verbindung stehen und weniger im Sommer
auftreten (3 im Juli gegeu 1 im Januar); sie können als ein durch Umstände ver
stärkter SE-Passat betrachtet werden. Die Schlechtwettcr-Stürme haben eine
mehr al3 zweimal so lange Dauer als die Schönwetter-Stürme. In der nach
stehenden Zusammenstellung sind die ersteren mit einem *, die letzteren mit
einem f bezeichnet.
Die mittlere Dauer der SE-Slürtne beträgt nämlich für
die Ausscgier im Januar 42* St , im Juli 51* St.
die Hcimsegler „ 16f „ „ 24f „
Die mittlere Dauer des ganzen SE-Windsystems beträgt für
die Aussegler im Januar 112 St., im Juli 98 St.
die Hcimsegler „ 105 „ „ 112 „
3) Bei den SE-Stürmen ad 1) beginnt das Barometer zu steigen, bevor
der Sturm eintritt, bei denen ad 2) mit schönem Wetter fällt das Barometer
nur weuig, bei deuen mit schlechtem Wetter schnell und stark.
4) Die SE-Stürme ad 1) sind häufiger an der Ostseite, als an der West
seite des Distriktes auzutreffen, besonders im Januar. Die Schönwetter-Stürme
sind besonders häufig in der Nähe des Kaps. 1 )
Nachstehende Tabelle 16 — Tab. 23 d. Origin. giobt eine Vergleichung
der mittleren Luft- und See-Temperaturen zur Zeit der gröfsten Sturmstärke bei
den oben erwähnten vier Gruppen von Stürmen.
Tab. 16.
1
1 Route
Monat
Anzahl
der
Schiffe
m.Beob.
MittlerePosition
Mittlere
Temperatur
Wasser
Anzahl
der
Schiffe
m. Beob.
MittlerePosition
Mittlere
Temperatur
Wasser |
Luft
Wasser
wärmer
kälter
Luft Wasser
wärmer] kälter j
S-Br 1 O-Lg
°c
; °C
S-Br , O-Lg
°c ! °C
1 1
I:
I.
Nordwestliche Stürme.
IVa. Südöstl. Sturme mit vorhergehenden ttördl. Windei J
Ausreise
Januar
12
42° C‘i 19° 15'
13,3
I 14,4
m
—
i
41° 14' 36° 16'
14,4 I 16,1
1,7 I -
Juli
15
39° 2(V 24° 42'
13,9
| 15,0
1,2
—
2
42° 41' 25° 47'
7,8 | 10,6
2,8 1 —
Heimreise
Januar
9
35° 24' 21° 11'
206
21,1
0,5
2
32° 26' 33° 15'
21,7 1 21,7
0 I -
Juli
26
34° 54' 22° 16'
15.6
| 17,2
1,6
-
1
34° 39'26° 1'
14,4 ! 21,1
6,7 ! -
II
Südwestliche Stürme.
IVb. Südöstl. Stürme mit vorhergehenden südl. Winden.
Ausreise
Januar
7
42° 58'l 22° 43'
10.6
11,7
1,1
—
1
39° 12' 16° 46'
20,0 20,0
0 1-
1
Juli
9
39° 3<y| 18° 36'
11,7
15,0
3,3
—
2
37° 39-; 27° 4l'j 12,2 1 17,2
6 1 A“
Heimreise
Januar
19
34° 31' 25° 0'
20,0
I 21,1
1,1
3
34° 19' 17° 16'
20,0 : 20,0
0 I - ]
Juli
22
34° 6'i 27° 18'
16,7
19,4
2,7
-
~ i -
- 1 -
" 1 "
III. Nordöstliche Stürme.
Diese Tabelle zeigt, dafs die Temperatur der See
Ausreise
1
40° 30', 32° 0'
16,7
1 18,9
2,2
im Allgemeinen wärmer ist, als die Luft, mit Aus-
Juli
1
38° 3' 26° 16'
1 16,1
1 15,6
-
0,6
nähme
Winde
Tempe
bei den nordöstlichen Sturmen,
welche warme 1
Heimreise
Januar
Juli
?
34° 33' 28° 48'
32° 46' 29° 56'
22,8
20,0
22,2
i 22,1
2,1
0,6
OlIIU) t(UU lOil.ICl j Urtiö VtVi UlllUldVillCtl UOl j
ratur im Winter gröfser ist, als im Sommer. |
l) Die V. Gruppe, die der aus wechselnden. Richtungen wehenden Stürme, welche Toynbee
„Exctplional galcs“ nennt, bietet keinen sicheren Anhalt für Aufstellung von bestimmten Regeln, wie
es bei den vier ersten Gruppen der Fall ist. Jeder einzelne Sturm dieser Gruppe trägt seinen
individuellen Charakter.
(Schlafs folgt.)