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Physische Oceànographie etc. zwischen 30°—50° S-Br und 10°—40° 0-l>g.
3) Die diesen Stürmen nachfolgenden Winde haben im Juli für die
Heimsegler eine mehr südliche Richtung, als für die Aussegler; sie sind im
Winter im Allgemeinen von kürzerer Dauer und folgen sich rascher auf einander
als im Januar, d. h. im Sommer.
4) Die mittlere Dauer der SW-Stürme beträgt für
die Aiissegler im Januar 26 St., im Juli 21 St.
die Heimsegler „ 20 „ „ 22 „
Die mittlere Dauer des ganzen Wind Systems (A—F) beträgt für
die Aussegler im Januar 114 St., im Juli 83 St.
die Heimsegler „ 89 „ „ 82 „
Die längste Dauer der SW-Stürme und des ganzen Windsystoms findet
also im Januar nur für die Ausreise statt. Für die Aus- und Heimreise ist im
Juli die Dauer der Stürme und des ganzen Windsystems gleichmäfsig.
5) Der mittlere niedrigste Luftdruck im Juli ist auf der Ausroute um
5mm niedriger, als auf der Heimroute; auf ersterer ist er 754,9 (zwischen
743,4 und 763,3) mm, auf letzterer 760,0 (zwischen 753,4 und 769,4) mm. Diese
Differenz rührt, wie bei den NW-Stürmen, von den Breiteuunteisthieden beider
Routen her. Eine Vergleichung der betreffenden Barometerstände für die Mouato
Januar und Juli zeigt, dafs die SW-Stürme im Januar (sowohl für die Aus- als
für die Heimroute) von einem niedrigeren Luftdrücke begleitet sind, als im Juli.
Ueberkaupt ist der mittlere Luftdruck über dem ganzen betreffenden Gebiete
im Juli (Winter) um ca 3,5mm höher, als im Januar (Sommer).
6) Die SW-Stürme des Juli sind auf der Ans- und Heimroute über dem
wannen Wasser an der Ost- und Südseite der A^wZAas-Bank vorherrschend; dort
werden auch die stärksten Böen (wie im Januar) und der schwerste Seegang
angetroffen.
III. NE-Stürme.
Aus den Diagrammen 3 auf Tafel I und VI, 5 und 6 auf Tafel II
und VII des Originals stellen wir nachstehendes Resumé zusammen (vgl. Orig.-
Abh. pag. 73).
1) Die NE Stürme zeigen iu den beiden Monaten Januar und Juli, sowohl
bei den Aus- als den Heimreisen, fast dieselben Eigeuthümlichkeiten; sie setzen
kurz nach dem Beginn des Fallens des Barometers ein, sind von kurzer Dauer
und enden gewöhnlich vor oder gleichzeitig mit dem Eintreten des niedrigsten
Luftdrucks; ihnen folgen nordwestliche bis südwestliche Winde.
2) Die mittlore Dauer der NE-Stürme beträgt für
die Aussegler im Januar 4 St., im Juli 6 St.
die Heimsegler „ 4 „ „ 9 „
Die mittlere Dauer des Windsystems bei NE-Stürmen beträgt für
die Aussegler im Januar 69 St., lim Juli 60 St.
die Heimsegler „ 78 „ „ 72 „
3) Der mittlere modrigste Luftdruck ist für
die Aussegler im Januar 752,6 mm, im Juli 755,9 mm
die Heimsegler „ 756,1 „ „ 761,7 „
Die Heimsegler treffen mithin einen höheren Luftdruck an, als die Ausscgler.
4) Die NE-Stürme werden sowohl im Januar als im Juli an der SO-Küste
von Afrika angetroffen.
IV. SE-Stürme.
Eine Durchsicht der Diagramme 1, Tafel III; 1, 2 und 3, Tafel IV;
1 und 2, Tafel IX der Originalabhandlung ergiebt Folgendes:
1) Diejenigen SE-Stürme, welchen nördliche oder westliche Winde vorher
gehen, haben auf der Ausreise eine längere Dauer, als auf der Heimroute, ebenso
ist auf jener die Dauer des ganzen Windsystems länger, als auf dieser. Es
beträgt nämlich die mittlere Dauer dieser Stürme für
die Aussegler im Januar 11 St., im Juli 21 St.
die Heimsegler „ 6 „ „ 10 „
und die mittlere Dauer der Windsysteme für
die Aussegler im Januar 104 St., im Juli 97 St.
die Heimsegler „ 70 „ „ 92 »