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Vergleiehenito Uebmicht et«., Dezember 1882.
2. Eiu ungefähr normales Monats
mittel des Luftdrucks {769mm in Utah
und Wyoming, 758—761 mm in deu
canadischen Rüstenprovinzen) und
eine anomale Vertheilung der monat
lichen Schwankungen des Barometers,
welche in den centralen Staaten
Missouri und Arkansas sehr grofs
(38 mm) und gröfser als an der Nord
grenze der Union waren.
3. Das Vorherrschen der N-Wiude
zwischen 93° und 102° West v. Gr.,
der NW- und W-Winde vom oberen
Mississippi bis nach New-Englaud, und
verschiedener mehr lokaler Winde im
übrigen Gebiet. Tornados scheinen
in diesem Monat nicht vorgekommen
zu sein.
4. Die Regenarumth in den
meisten Theilen der Union, besonders
im mittleren und südlichen Theile der
Pacifischen Küste, und in dem Ohio-
l'hale und Tennessee, und die un
geheure Regenmenge im nördlichen
Theile des Pacifischen Küstengebietes,
wo dieselbe in Portland, Or., über
1000 mm stieg und schwere Ueber-
schwemmungen verursacht wurden.
Von dort ostwärts bis zu den grofsen
Seen und über den südlichen Atlanti
schen Staaten nebst Florida war die
Regenmenge ein wenig über ihrer
normalen Höhe.
5. Die hohe Temperatur auf den
Plateauländern des Westens und im
nördlichen Theile der Pacifischen
Küste, und die niedrige Temperatur
¡d den südöstlichen Staaten, wo ver
heerende Fröste bis zu der Golfküste
und Florida hin auftreten. Die Ab
weichungen des Monatsmittels von der
Normalen betrugen:
New-England . . .
—
0,6°
Mittl. atlant. Staaten,
—
0,6
Südliche „ „
—
1,7
Halbinsel Florida . .
—
1.3
Oestliche Golfstaaten
—
2,0
Westliche „
—
0,2
Riogrande-Thal . . .
—
0,4
Ohio-Thal u. Tennessee
—
1,3
Untere Seenregion. .
—
0,7
Obere n ■ •
—
0,2
Oberes Mississippi-Thal
—
0,9
Missouri-Thal . . .
+
0,3
Felsen- f uördl. T’heil
+
2,1
gebirge \ südl. Theil .
Plateauländer . . .
+
1,1
1,8
Pacif. | nördliche . .
4-
2,1
Küste 1 mittl. u. südl.
+
0,5
2. Das in Centraleuropa um
2—6min zu niedrige Mouatsmittel des
Luftdrucks, dessen Höhe im östlichen
und südlichen Theile des Gebietes
etwa 760, im nordwestlichen 755mm
betrug; die Barometerschwankungen
hatten ungefähr die normale Gröfsc.
3. Das Vorherrschen der Winde
aus SE bis SW in allen Theilen
Contraleuropa’s, sowie die relative
Seltenheit der Stürme; am unruhigsten
waren der 4. und 5. (im Nordsee
becken, meist Ostwinde) und der
30. Dezember (Deutschland, West
winde).
4. Die im nördlichen Central
europa nahezu normale, im südlichen
das 2'/¿dache der normalen erreichende
Niederschlagsmenge des Mouats, welche
sich besonders auf die 1. und 3. De
kade koncentrirte und in der 3. von
sehr warmem, die Schneeschmelze in
hohem Grade begünstigendem Wetter
begleitet waren. — Die hierdurch be
dingten ungemein verderblichen Ueber-
schwemmungeu im ganzen Rhein-
Gebiete, welche etwa am 27. (vier
Woeben nach dem November-Hoch
wasser) begannen und bis iu den
Januar hinein fortdauerten.
5. Die in der ersten Pentade sein-
niedrige, in der letzten sehr hohe,
sonst meist normale Temperatur; das
Monatsmittel war im Norden unter,
im Süden über der Normalen. Die
Abweichungen des Monatsmittels von
derselben hatten in deu einzelnen
Distrikten die folgenden Werthe:
1. Nord- j a. östliches . — 0,5° C.
deutschest b. mittleres
Tiefland | c. westliches
2. Mittel- 1 a. östliches
deutschest b. mittleres
Hügelland | c. westliches
3 Süd- i a - ßa 7 ern •
ȆSSrT'.iS
d.linksrhein.Geb. -j- 1,0
1,8
0,7
— 0,1
+ 1,3
+ 0,6
+ 1,0
+ 1,0
land
4. Dänemark
5. Niederlande
6. Oesterreich
7. Schweiz .
a. uördl.
b. mittl.
{ c. südl.
— 0,1
+ 1,9
+ 2,0
+ lg
+ 1,8