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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., November l.iiÖi, 
nie von Stille aufgehalten werden. In gleicher Weise sollten nach dem Congo 
segelnde Schiffe in südlicher Breite »ich in der Nähe des Landes halten. 
Am 7. August trat „Guaymas“ von Ambriz aus die Heimreise nach 
Havre au. Man traf auf See gleich südwestlichen Wind an; doch war derselbe 
anfänglich noch flau und frischte erst auf, nachdem am dritten Tage der Reise 
ein gröfserer Abstand von der Küste erreicht worden war. Er veränderte dann 
auch allmählich seine Richtung nach links und ging schliefs t ich in den SE- 
Passat über. Am 13. August überschritt die Bark in 7,6° S-Br den Meridian 
von Greenwich und am 24. August, dem 17. Tage der Reise, ging „Guaymas“ 
in 24,7° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Breite über. 
In nördlicher Breite entwickelte sich aus dem SE-Pa«@at, der später 
zwischen 5,5° und 11* N-Br recht kräftig wehende SW-Monsun, ohne dafs 
irgend eine Störung vorher beobachtet wurde. Nachdem der westliehe Monsun 
später nordwestliche Richtung angenommen hatte, wurde derselbe auch flauer 
und unweit 12,5° N-Br in 26° W-Lg stellte sich leichter, veränderlicher, nörd- 
licher und westlicher Zug ein, der zwei Tage lang auhielk Der vom Aequator 
her stetig uud langsam gefallene Luftdruck erreichte unweit 13° N-Br mit 
760,0mui seinen niedrigsten Stand. Am 1. September gelang es „Guaymas 
die in 14,2° N-Br und 26,5* W-Lg liegende äquatoriale Passatgrenze zu über 
schreiten. Den Passat selbst fand man nur zwischen 15* und 24,5° N-Br 
kräftig und beständig, und schon am 6. September hörte derselbe in der Nähe 
von 24,8° N-Br und 33,5° W-Lg zu wehen auf. Die weitere Reise wurde dann 
zunächst durch laug anhaltende leichte, veränderliche Winde sehr verzögert, und 
liefs sich erst bei den am 21. September in der Nähe von 34,5° N-Br uud 
30,8* W-Lg eiusetzenden Westwinden wieder ein rascherer Fortschritt erzielen. 
Bei östlichem Winde gelangte „Gwiymas“ am 2. Oktober iu Sicht uer Scilly- 
Inseln. Die Reise war iu 56 Tagen vollendet worden. Im Nordatlantischen 
Ocean hatte die Bark 39 Tage zugebracht, und dort: 10* N-Br in 24,9 c W-Lg 
am 28. August, 20® N-Br iu 32,8° W-Lg am 4. September, 30° N-Br in 
33* W-Lg am 13. September und 40° N-Br in 29° W-Lg am 24. September 
überschritten. 
12. Reise der Rostocker Bark „Etuuia Römer“, Kapt. P. Albrand. 
Am 29. September 1881 befand sieh die von Hamburg nach Valparaiso 
bestimmte Bark „Emma Römer“ in Sicht von Lizard. Dieselbe wurde auf den 
Aufsengründeu zunächst mohrcre Tage durch mäfsigen SW-Wind zurückgehalten 
unu konnte erst raschen Fortschritt nach Süden erzielen, nachdem der Wind 
nordwestlich geworden war. Indem der Wind später auffrischte, veränderte er 
sich noch weiter nach rechts, und von 40,5* N-Br in 19° W-Lg an herrschte 
ein frischer, direkt iu den Passat übergehender NE-Wind. Die Bark segelte, 
begünstigt vou dem südlich von 22° N • Br nur schwach auflretenden 
Passat, bis zum 19. Oktober nach 8,8* N-ßr iu 26,4° W-Lg. Um den in 
der Nähe dieses Punktes beginnenden Stillengürtel zu überschreiten, waren 
sieben Tage erforderlich. Nach deren Verlauf wurde der zunächst ans sehr 
schmier Richtung wehende SE-Passat wieder angetroffen, welcher „Emma Römer“ 
bis zum 31. Oktober zu dem iu 31,1° W-Lg überschrittenen Aequator führte. 
Zur Vollendung der zwischen Kanal und Linie liegenden Strecke waren 32 Tage 
erforderlich gewesen, und auf derselben hatte man: 40° N-Br in 19® W-Lg am 
5. Oktober, 30° N-Br in 23,6° W-Lg am 9. Oktober, 20° N-Br iu 26,6° W-Lg 
am 13. Oktober uud 10° N-Br in 26,2° W-Lg am 18. Oktober gekreuzt. Die 
nach Guaymas bestimmte eiserne Hamburger Bark „Professorwelche den 
Kanal am 28. September verlassen hatte, passirte den Aequator in 27,8* W-Lg 
am 30. Oktober. 
Im Südatlantischeu Ocean wurde „Emma Römer“ bis nach 19° S-Br in 
36° W-Lg vom Passat begleitet. Unweit dieses Punktes veränderte sich der 
Wind am 9. November nach NE, uud zwei Tage später durch N uud W nach 
S und SE zurück. Nachdem der Wind dann mehrere Tage wieder frisch aus 
dem östlichen Halbkreise geweht hatte, vollendete er noch eine ähnliche Drehung, 
bei welcher derselbe nur länger als bei der vorigen aus westlicher Richtung 
wehte, und mich einiger Zeit wiederholte sieh noch einmal derselbe Vorgang. 
Kräftige ungünstige SW-Winde wurden erst angetroffen, nachdem man südlich
	        
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