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Eingänge viiii meteurolugisulicn Jiniiiuk-u elc., November 1882.
eines südlicheren Kurses, als wie derselbe beabsichtigt war, nöthigten. Später
folgten veränderliche Westwinde von geringerer Stärke, und als das Schiff sich
am 27. März in etwa 35° N-ßr und 41,7° W-Lg befand, drehte dort der niäl'sig
starke Wind, bei einem Barometerstand von 770,8 mm, durch N nach NE und
wurde zum Passat. Man segelte dann in ungestörter, befriedigend rascher
Fahrt bis zum 10. April nach 1,8° N-ßr in 26,3° W-Lg, dein Punkte, wo derzeit
dio äquatoriale Passatgreuze lag. Im Stillengürtel, der sich bis in südliche
Breite hinüber ausdehnte, herrschte leichte, wiederholt von Stillen unterbrochene
Östliche Briese vor, und bei solcher überschritt „Kaiser“ auch am 12. April in
26,7° W-Lg den Aequator. Es waren damals 27 Tage nach dem Antritt der
Reise verflossen, und während dieser Zeit hatte man: 30° N-Br in 36° W-Lg
am 29. März, 20° N-Br in 32,7 C W-Lg am 2. April und 10° N-Br in 29° W-Lg
am 6. April, wie 60° W-Lg in 35,5° N-Br am 21. März und 50° W-Lg in
36° N-Br am 24. März gekreuzt.
Der SE-Passat, welcher anscheinend in 1,5° S-Br durchkommen wollte,
wurde unweit 5° S-Br noch wieder von Stille unterbrochen und wehte nur auf
der zwischen 6,5° und 10® S-Br liegenden Strecke einigermafscu kräftig. In
geringer Entfernung von 16° S-Br in 29,2° W-Lg nahm am 22. April der Wind
nordöstliche Richtung an, und schien dort die polare Grenze des Passats zu
liegen. Der Luftdruck, welcher dort 761,4 mm betrug, erreichte später in der
Nähe von 23° S-Br einen höchsten Stand von 769,6 mm. Bei diesem, mehrere
Tage anhaltenden hohen Barometerstände herrschte ein frischer beständiger
SE-Wiud, der, nach links drohend, schlicfslich ebenfalls in NE-Wind überging.
Im nordöstlichen und nordwestlichen Quadranten hielt sich später der Wind
für eine sehr lange Zeit, und konnte man bei demselben dann eine rasche Fahrt
erzielen. Bei inäfsigcm, am Tage vorher beginnenden Südwinde überschritt
„Kaiser“ am 11. Mai in 40,8° S-Br den ersten Meridian. Das Schiff hatte die
zwischen Linie und diesem letzteren Punkte liegende Strecke in 29 Tagen
durchsegelt und auf derselben: 10° S-Br in 28,8° W-Lg am ¡9. April, 20° S-Br
in 28,8° W-Lg am 26. April und 30° S-Br in 30,2° W-Lg am 30. April ge
schnitten.
Aus dem südlichen Winde, bei welchem „Kaiser“ in östliche Länge über-
gegaugen war, onstand nach einigen Tagen ein SE-Wind, der am 13. und
14. Mai in der Nähe von 39° S-Br und 3° O-Lg bis zum orkanartigen Sturme
zunalim. Das zeitweise in einer Wolke von Gischt und Regen verhüllte Schiff
verlor mehrere Segel. Trotz des ungewöhnlich heftigeu Windes sank das
Barometer doch nicht tiefer, als bis auf 739,8 mm. Bei den auf diesen Sturm
folgenden Westwinden war der Verlauf der Reise für längere Zeit wieder ein
befriedigender, dagegen wurde durch die vom 28. Mai bis 6. Juni herrschenden,
meist ganz leichten Ostwinde wieder oine bedeutende Verzögerung bewirkt.
Später hielt sich der Wind wieder mehrere Tage in hoch südlicher Richtung.
Am 13. Juni, nacli nicht weniger als 33 bis dahin iu östlicher Länge verbrachten
Tagen, kreuzte „Kaiser“ den Meridian von 80° Ost iu 38,5° S-Br.
Recht günstig, im Gegensatz zu den auf dem letzten Reiseabschnitt
augetroffenen Verhältnissen, waren die auf dem Wege zum Passatgebiet
herrschenden Winde. Frischer Nordwind ging dort allmählich in Westwind
über, und indem dieser sich später weiter nach links veränderte, entwickelte
sich aus ihm der Passat. Unweit 28° S-Br in 105° O-Lg, wo am 21. Juni dio
Windrichtung eine östlich von Süd liegende wurde, schien die polare Passatgrenze
zu liegen. Der dort 765,0 mm betragende Luftdruck erreichte in der Nähe von
24° S-Br oinen höchsten Stand von 767,5 mm. Der Passat führte den „Kaiser“
bis zum 27. Juni zur Sunda Straße. Die Dauer der Reise zu derselben betrug
103 läge. Im Indischen Ocean war: 30° S-Br in 104,6° O-Lg am 20 Juni
uud 20° S-Br iu 104,9° O-Lg am 23. Juni geschnitteu worden. Nachdem dio
Sunda Straße bei leichtem südwestlichen, Sunda See und Go,spar Straße bei
inäfsigem SE-Winde durchsegelt worden war, erreichte „Kaiser“ am 2. Juli den
Aequator in 107° O-Lg. Iu der China See wurde ein nur wenig beständiger
und kräftiger SW-Monsun angetroffen, bei welchem das Schiff bis zum 15. Juli
nach 21° N-Br in 117,8° O-Lg segelte. Nördlich von diesem Punkt wehten
leichte östliche und südliche Winde; mau gelangte mit deren Hülfe bis zum
23. Juli in Sicht der Küste und auch noch am nämlichen Tage zu einem Anker