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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Noveinb« 1882. 
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Dort war daun das Auftreten östlicher Winde, wie es nach anderweitiger Er 
fahrung im südlichen Winter auf hohen südlichen Breiten im Stillen Oceau 
und beim Kap Horn ja nicht selten vorkommt, ein so häufiges, dafs dadurch 
der Verlauf der Reise ein ungewöhnlich langsamer wurde. Um von 48,2° S-Br 
in 120° W-Lg uach der Lauge des Kap Horn zu gelangen, waren 23 Tage 
erforderlich, und unter diesen befinden sich nicht weniger als 13, au deucn 
Ostwind beobachtet wurde. Vier Tage lang war die Bark unweit 55,5° S-Br 
in 77° W-Lg durch ganz leisen Östlichen Zug aufgehalten worden. Am 9. August, 
dem 54. Tage der Reise, wurde Diego Ramirez erblickt. Auf dem Wege dahin 
war: 30° S-Br in 172,5° W-Lg am 25. Juni. 40° S-Br in 159,5° W-Lg am 
3. Juli und 50° S-Br in 109° W-Lg am 23. Juli, 180° Länge in 26° S-Br am 
23. Juni, 150° W-Lg in 46,5° S-Br am 6. Juli, 120° W-Lg in 48,2° S-Br am 
17. Juli und 90° W-Lg in 55,2° S-Br am 28. Juli geschnitten worden. Unter 
mehreren bis dahin überstaudenen Stürmen war der heftigste derjenige, welcher 
am 9. Juli in der Nähe von 47,5° S-Br und 137,5° W-Lg wehte. Derselbe 
begann aus Nord, war von einem niedrigsten Barometerstand von 734,0 mm 
begleitet und endete aus NW. 
Einen befriedigenden Verlauf nahm die Reise bei den im Atlantischen 
Oceau augetroffeuen Verhältnissen. Die Winde wehten dort zunächst auhaltcud 
aus westlicher und südlicher Richtung und führten die Bark bis zum 17. August 
nach unweit 42,5° S-Br in 39° W-Lg. Von liier ab hielt sich der Wind für 
mehrere Tage in nordwestlicher und nördlicher Richtung, doch wurde man 
später noch wieder durch hoch südlichen Wiud begünstigt. Als man am 
28. August nach 25° S-Br in 23° W-Lg gekommen war, sank der zuletzt 
wieder aus dem nordwestlichen Quadranten wehende Wind zum ganz leisen, oft 
von Stillen unterbrochenen nördlichen Zuge herab. Das Barometer hatte dabei 
einen Stand von 769,4 mm, während dasselbe unweit 33° S-Br auf 774,3 mm 
gezeigt hatte. Am 31. August stellte sich unweit 22,5° S-Br und 24,7° W-Lg 
der SE-Passat ein, der rasch auffrischte und die Bark bis zum 9. September 
zu der in 27° W-Lg überschrittenen Linie führte. Zur Vollendung der 
zwischen Kap IJorn und Acijuator liegenden Strecke waren 31 Tage erforderlich 
gewesen. 50° S-Br hatte mau in 52,6° W-Lg am 13. August, 40° S-Br in 
33,8° W-Lg am 20. August, 30° S-ßr in 27,3° W-Lg am 25. August, 20° S-Br 
in 24,9° W-Lg am 1. September und 10° S-Br in 25,4° W-Lg am 5. September 
gekreuzt. Am 14. August war von „Levuka“ in etwa 48° S-Br und 48° W-Lg 
ein sehr schwerer, von orkanartigen Hagel* und Sclmeeböen begleiteter SW-Sturm 
überstanden worden, bei dem das Barometer bis auf 738,7 mm sank. 
In nördlicher Breite wurde die Bark bis nach 3,5“ N-Br in 27,5° W-Lg 
vom SE-Passat begleitet. Nicht weit von diesem Punkte entfernt entwickelte 
sich aus kurzer Mallung der westliche Monsun, welcher „Levuka“ bis zum 
16. September nach 10° N-Br in 26,3° W-Lg führte. Der Monsun endete in 
Windstille, und nachdem diese beinahe zwei Tage an gehalten hatte, folgte 
auf sie am 17. September in etwa 10,5° N-Br und 26,5° W-Lg ein noch für 
längere Zeit sehr unbeständiger, schwacher NE-Wind. Am 21. September 
stellte sich unweit 13° N-Br in 29° W-Lg der Passat ein, der später indessen 
auch nur unregelmäfsig auftrat, und dessen polare Grenze am 29. September in 
geringer Entfernung von 26° N-Br in 37,3° W-Lg zu liegen schien. Der 
soliwachgewordene, bei einem höchsten Barometerstand von 767,3 mm süd 
östlich laufende Wind veränderte sich später durch S nach W, und konnte 
der letzte Thcil der Reise dann bei fast nur aus westlicher Richtung kommenden 
Winden vollendet werden. Am 22. Oktober erreichte „Levuka.“ die Mündung 
des Kanals. Die Reise war in 128 Tageu vollendet worden, ln nördlicher 
Breite hatte man 45 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 26,3° W-Lg am 
16. September, 20° N-Br in 36,4° W-Lg am 25. Soptcuiber, 30° N-Br in 
36,1° W-Lg am 3. Oktober und 40° N-Br in 24,3° W-Lg am 13. Oktober 
überschritten. 
H. Reise des Bremer Vollsehiffes „Kaiser“. Kapt. B. Mimieiiiauu. 
Am 16. März 1882 trat das VoIDchiff „ Kaiser“ von New- York aus eine 
Reise uach Shanghai au. Dasselbe traf auf Sec während der ersten dort 
zugebrachten Tage heftig stürmende N- und NW-Winde an, die zur Einhaltung
	        
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