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Reise der Danziger Brigg „Betty“.
in Böen und verändert seine Richtung oft plötzlich um mehrere Striche. Winde
aus anderer als westlicher Richtung, die ebenso häufig auftreten, haben nicht
einen solchen böenhaften Charakter. Eigentliche Williwaws kommen in Fitzroy
Channel nur selten vor; auch sind sie nicht annähernd so schwer wie in anderen
Theilen der Magellan Straße.
Nachdem eine günstige Aenderung der Gezeit eingetreten, steuere man in
zwei Kabellängen Abstand um Kap Hall herum. Ist der Wind schral. so kann
mau bis Point George aufkreuzeu. Trifft man aber einen Tag, an dem Willi waws
herrschen, so sollte man nicht über diesen Punkt hinausgehen, sondern gegen
über Point George, einige Kabellängen vom westlichen Ufer, ankern. Von Kap
Hali bis Polton Bluff ist das Wasser bis auf zwei Kabellängen vom Ufer mit
Kelp bedeckt, und wenn mau hier die Grenze des Kelps vermeidet, bleibt man
klar von allen UntiefeD. Uebrigens wird nicht an allen Stellen das Vorhanden
sein von Untiefen durch Kelp angezeigt. Oft wird dasselbe durch deu starken
Strom unter Wasser gehalten, oder der Boden ist der Art, dafs aut' ihm die
Pflanze nicht wachsen will.
Kommt der Wind günstig, so segle man, die Mitte haltend, nordwärts,
vermeide Donkin Piff, 1 ) welches sich bis über eine halbe Kabellänge vom öst
lichen Ufer erstreckt, und steuere auf Kap Eddy (Fent.on Point)*) zu, bis man
den folgenden engen Kanal offen hat.; dann steuere oder treibe man wieder in
der Mitte, bis man zwischen Kap Klar (Haase Point) und Point Eddy (Turn
Point), und zwar nahe au letzterem Punkte, auf WKW-Kurs passirt. Von hier'
aus steuere man parallel der Bucht des östlichen Ufers, bis Kap Paß auf*) WzN
peilt, steuere dann WNW au Kap Paß auf vorüber und halte sich in 3 Д Kblg
Abstand vom westlichen Ufer, bis Betty Riff 1 ) passirt ist. Von hier bis Point
Pennet braucht mau, uni klar zu gehen, nur die Mitte des Fahrwassers zu halten.
Man kann überall, auch in der Mitte des Kanals, ankern.
Beim Binsegeln in Skyring Water mufs mau von Point Pennet bis Kap
Ade (Point Greive) die südliche Küste halten, olme jedoch näher als 2 Kblg
hinan zu gehen. Das nördliche Ufer von Skyring Water von Willkommen -
Spitze (Point Wapshot) bis Hoppers Bluff ist überall unklar; unzählige Steine
sowie Massen von Kelp zeigen sich an der Oberfläche des Wassers bis weit
vom Ufer entfernt. Ist der Wind stürmisch aus W, so verlohnt es sich über
haupt nicht, Fitzroy Channel zu verlassen; man thut dann am besten, innerhalb
Point Pennet dicht am westlichen Ufer zu ankern und eine günstigere Gelegen
heit abzuwarten. In Bezug auf das Ankern in Fitzroy Channel ist noch zu
bemerken, dafs man dasselbe zwischen Kap Eddy (Fenton Point) und Kap
Rixhöft (Reynard Point) möglichst vermeiden mufs. Der Strom läuft hier stark,
und zahlreiche Wirbel scheren das Schiff auf eine besorgnifserregende Art hin
und her.
Mine Martha liegt am nördlichen Ufer von Skyring Water, westlich von
Point habella. Da sowohl das nördliche wie das südliche Ufer nur ungenügend
oder gar nicht auf Untiefen untersucht worden ist und mau wohl aunehmen
darf, dafs solche dort in Menge vorhanden sind, so thut man, nach Mine Martha
bestimmt, am besten, die Mitte von Skyring Water zu halten, bis Point habella
passh*t ist, und dann direkt dem Bestimmungsplatze zuzusteuern. Von dem
nördlichen Ausgange von Fitzroy Channel führt ein Westkurs in Sicht von Point
habella. Auf der Platte eines hinter Mine Martha in der Ferne liegenden
Berges ragt ein viereckiger, fast genau senkrecht stehender Felsblock empor,
der das Aussehen eines kurzen Schornsteins hat, und dieser Schornstein, der
gar nicht zu verkennen ist, giebt eine ausgezeichnete Landmarke ab, um Point
habella und die Rhede von Mine Martha auffindeu zu können. Die Schuppen
*) Do/tkin Riff, welches am östlichen Ufer die Nordspitze von Donkin Gore umgiebt, ist von
dem Kommandanten der chilenischen Korvette „Mugaltanes u Artigas Riff genannt worden. Siehe
„Nachr. f. Seef.“ 1877, No. 481.
*) Die in Klammern gegebenen Namen sind die der vorher erwähnten neueren Karte.
Kapt. Bendrat fand in der von ihm benutzten älteren Karte die betreffenden Punkte noch nicht
mit Namen bezeichnet.
3) Kap Paffe aut nennt Kapt. Bendrat den Landvorsprung am westlichen Ufer, welcher der
Bucht zwischen Turn Point und Oroseover Point gegenüber liegt.
4 ) Hellt/ Riff, die Untiefe, auf welcher ,lieät/“ den Grund berührte, erstreckt sich nach Kapt.
Bendrat's Kartenskizze von Orossovtr Point nach W und SW bis etwa in die Mitte des Kanals.