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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Weyer: Bestimmung des Beobachtungsortes etc. 
darüber in diesen Annalen (1876, Heft IX, pag. 398), in welchem auf dio 
Wichtigkeit hingewiesen wird, welche diese Methode von ßono bei der 
Einfachheit der Rechnung, namentlich in den Tropen haben mufs, wo sie einen 
passenden Ersatz für die Polarsternbreiten bietet, und fügen wir hinzu, auch 
für die dort häufig sehr unsicher werdenden Breitenbestimmungen aus zwei 
Sonnenhöhen, weil die Vertikalkreise dabei im Allgemeinen so wenig von ein 
ander verschieden ausfallen können. Ein Umstand ist noch zu erwähnen, dafs 
am angeführten Orte, nach der Beobachtung der Höhe des zweiten Gestirns, 
wieder eine Höhe des ersten als erforderlich angesehen wird, um mittelst einer 
Proportion die Korrektion zu berechnen, welche an die erste Höhe anzubriugen 
ist, damit beide Höhonbeobachtungen auf denselben Stundenkreis bezogen 
werden können. Vorausgesetzt ist nämlich, dafs man die zweite Höhe nicht zu 
der Zeit beobachtet habe, wo ihr Stundenwinkel dem Stundenwinkel der ersten 
Höhe genau gleich ist, was man doch im Allgemeinen freilich in seiner Gewalt 
hat. Es tritt hier also wieder das von dem älteren Krafft und von Gauss 
wiederholt empfohlene, aber oft wieder in Vergessenheit gekommene Verfahren 
ein, welches eine solche Höhenkorrektion vermeidet, da man die entsprechende 
Korrektion viel einfacher auf die Zwischenzeit legen kann. Ist aber die rechte 
Zeit für die zweite Beobachtung versäumt worden, so wird man sich froilich 
mittelst der Höhenreduktion einer benachbarten Beobachtung zu helfen suchen. 
Die von Prof. Bono angegebene Formel (a) für diese schöne Methode 
ist, wenn auch nicht ganz logarithmisch, doch schon recht einfach zu berechnen. 
Zur Umformung für die logarithmische Rechnung wendet Bono noch die ge 
schickte Substitution an, sin h' cos S ~ sin h sin 6' tg £ zu setzen, wodurch 
8111^ : 
sia h cos d' — siu h sin d' tg £ 
sin (d — d'j 
sin h cos d' cos £ — siu h sin d' sin £ 
cos £ sin (d 
' o 
cos £ sin (d — d')' 
siu h cos (d' -f £) 
Setzt man also 
sin h' cos d _ 
sin h sin d' ~ ° 
so wird 
(1) 
smy 
_ sin h cos (d / -f £) 
cos £ sin (d — d') ' 
(2) 
womit diese beiden Formoln in den Annalen (1. c.) wegen zweier Druckfehler 
berichtigt sind, indem dort iD (1) sin d' statt cos d' und in (2) cos £ statt cos (f 
zu lesen ist, bei den hier gewählte« Bezeichnungen. Prof. Bono hat statt der 
Deklinationen die Nord-Polardistanzen zu gebrauchen vorgezogen, Auf die Zeit 
bestimmung bat derselbe überhaupt verzichtet, obgleich sie in unserem Beispiel 
genauer ist, als die Breitenbestimmung. Die logarithmische Rechnung wird also 
folgende: 
sin h' 
. . 9,53405 
sin h . . 9,80807 
cos d 
. . 9,84274 
cosec (d' -+-£).. 9,35362 u 
cosce h 
. . 0,19193 
sec £ . . 0,43805 n 
cosec d' 
. . 0,83833 n 
cosce (d — d'). . 0,09085 
tg £ 
. . 0,40705 n 
siu tf . . 9,69059 
£ 
= 111° 23,4' 
tf ~ -f 29° 22,2' 
d' 
d'-f £ 
= —8 20,6 
= 103 2,8 ! 
Man könnte noch <p und t gemeinschaftlich mittelst Tangenten bestimmen, 
wenn vorher der parallaktische Winkel p berechnet wird, etwa nach der Formel:
	        
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