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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Weyer: Bestimmung des Beubachiungsortes etc. 
161 
Es sei z. B. beobachtet am 2. Januar 1883: 
M. G. Z. Wahre Höhen R. A. Dekliu. 
5 h 300 * a. m Capclla h = 40° 0' im W. « = 5 h 8" 6 * d = 45” 52' 28“ N 
5 30 51 Rigel h' = 20 0 „ „ | a‘ — 5 8 57 d' = 8 20 35 8. 
in — 18" 49 " 59', 
so ist hier d—d' — 54 u 13'3“ und die Rechnung orgiebt: 
log siu h 
= 9,80807 
Capella t= 4" 5 n ' 
29' W 
Rigel t = 4 h 
5 m 
29” 
„ cos d' 
= 9,99538 
: „ « — 5 s 
6 
c.‘ — 5 
8 
57 
0,63599 
. . 9,80345 
Sternzeit = 9 13 
35 
St.Zt.= 9 
14 
26 
log sin h' 
= 9,53405 
m • a= 18 49 
49 
m c-'« = 18 
49 
49 
„ cosd 
a* 9,84274 
M. 0. /. = 14" 23 
40 
M, o. z. = ü 
24 
37 
0,23812 
. . 9737679 
AI. G. Z. = 17 30 
0 
M. G. Z. = 17 
30 
51 
0,39787 
. . 9,59974 
3 6 
14 
3 
6 
14 
win (d—d') 
log sin y 
= 9,90915 
ss 9,69059 
Länge = 46° 33, 
5' W 
Länge = 46° 33, 
5' W 
•f 
— 29° 22,2' N 
womit t — 4 h 5“ 29*. 
Eine zweite mögliche Auflösung ist hier ausgeschlossen Wäre der 
Stundenwiukel t — 4 11 5" 29' aber unbestimmt gelassen, ob östlich oder westlich, 
nach den zuerst von Gauss vollständig 
Differentialformeln (s. d. folg. Kapitel): 
so hätte man für den östlichen 
Stuudenwinkel zwar dieselbe Breite 
y — 29° 22,2' N, aber eine, um den 
doppelten Stundenwinkel gröfsere W- 
Länge gefunden, also die Länge 
— 46° 33,5' W -f 2 t = 46° 33,5' 
-f 122° 44,5' — 169° 18,0' W. Hierin 
würde somit die zweite mögliche Auf 
lösung bestehen, welche aberwegfällig 
ist wegen der obigen bestimmten 
Angabe. 
Die Berechnung der Azimutho 
giebt für Capella A = S 127° 4' W 
und für Rigel A' — S 67° 32' W, 
also A' — A — — 59° 32' und damit, 
und in einfachster Form gegebenen 
dy = — 
dt= -f 
sinA' sin A 
r-777—., . d h -f- . ,. ;—T-r dh': 
sm (A'—A) sin (A'—A) 
cos A' 
dh 
cos A 
cosy sin (A'—A) ““ cosy sin (A'—A) 
dy = -F 1,072. dh — 0,925. dh'; 
dts-0,509. dh -F 0,802. dh' 
dh' 
so dafs ein konstant angenommener Höhenfehler im obigen Beispiel nur den 
zehnten Theil seines Betrages in der Breite und drei Zehntel desselben in der 
Längenbestimmung ändern würde. 
Das obige Beispiel ist so gewählt, dafs beide Sterne nahe gleiche 
Rektascension haben, also die ganze Beobachtung in kurzer Zeit erledigt wird, 
daher auch keine Rücksicht auf die Fahrt des Schiffes in der Zwischenzeit zu 
nehmen ist. In diesem Sinne wurde die Einführung des Verfahrens auch von 
Prof. Bono beabsichtigt durch die Schrift: „Nuovo metodo per determinare la 
latitudine mercè le altezze di due stelle prossime ad un medesimo semi-circolo 
di declinazione per Antonino Bono, Professore di Navigazione nel R. Instituto 
Nautico di Receo, Genova 1876, 11 Seiten in 8°“, welche zwar nicht mehr durch 
den Buchhandel zu erlangen war, aber von der Bibliothek des Hydrographischen 
Amts entlehnt werden konnte. Es findet sich auch ein ausführlicher Bericht
	        
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