accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Weyer:  Bestimmung  des  Beobschtungsortes  «»<•.

155

MN  4  mu  .
A  =  v.—,-7-  r,  uud  B
N 2  4  n 2  4  1

N*  +  n>  +  1

l/ß
oder  wenn  —  sin  C,  so  bat  mau  sin  t/<

gesetzt,  so  ist  siu  y  =;  A  4;  y  A 2  ~  Ü
i/B
=  .  - T7Vl  uud  auch  sin  <f  =  tg'/jC.  J/ß
tg  ¡%\j

für  die  beiden  möglichen  Breiten.
Wenn  Maupertuis  diese  Aufgabe  mit  zwei  verschiedenen  Gestirnen  behandelt ­
  hätte,  so  würde  er  wohl  auf  dieselbe,  für  ihn  so  beliebte  algebraische
Form  gekommen  sein.
Ein  Versuch  in  neuerer  Zeit* 1 )  mit  derselben  Aufgabe  auf  diesem  Wege
hatte  auch  keinen  anderen  Erfolg,  da  die  Ausdrücke  identisch  wurden  mit  denen

iu  Krafft’s  Auflösung,  wie  die  Vergleichung  zeigt;
sin  h  sin  h'  u  4-  w  sin  (ä  -4-  <P)
f-  n  ——  '  ~  A  .  *  —'
cos  S  1  cos  S'  1  2  cos  v  2  cos  d  cos  <P  cos  v

<4

ab  -f-  ajbj
1  +P+  bi*

und  P  =

u  —  w
2  sin  v
1  -a*

ai

sin  (d  —  d')

b,

aP

14b*  4  bl *

2  cos  d  cos  d'  sin  v
gesetzt,  so  ist;  sin  <p  =  Q  4  yQ*+P.

Im  Jahre  1808  erschien  die  Abhandlung  von  Gauss:  „Methodus  peculiaris
elevationem  poli  determinandi“,  als  Universitäts  -  Programm  nur  iu  wonigen
Exemplaren  gedruckt.  Eine  Ueberaetzung  davon,  mit  einem  neuen  Rechnungsbeispiele ­
  von  Prof.  Harding,  nebst  hinzugeftigten  Anmerkungen  des  Verfassers,
wurde  im  Berl.  Astr.  Jahrb.  für  1812,  pag.  129—143  veröffentlicht  unter  dem
Titel:  „Neue  Methode,  aus  der  Höhe  zweier  Sterne  die  Zeit  und  die  Polhöhe
zu  bestimmen.“  In  der  Einleitung  dazu  findet  sich  schon  der  beachtenswertlic
Vorschlag,  zur  besseren  Beobachtung  der  Sternhöheu  auf  dom  Meere,  das  Sextantenfernrohr ­
  mit  einer  gröfseren  Oeffnung  zu  versehen.  Die  nächste  Bemerkung,
worin  Gauss  die  Aufgabe  als  eine  der  nützlichsten  in  der  nautisebeu  Astronomie
hervorhebt,  ist  gegen  zwei  Einschränkungen  derselben  gerichtet,  dafs  mau
nämlich  zwar  die  Polhöhe,  aber  nicht  die  Zeit  damit  zu  bestimmen  pflege,
und  ferner,  dafs  unnötigerweise  eine  gleichzeitige  Beobachtung  der  beiden
Sternhöhen  vorausgesetzt  werde.  Endlich  finden  wir  hier  zuerst  im  Beobachtung«-und
  Rechnungs-Beispiel  eine  für  die  Praxis  so  wichtige  Auswahl  zweier  Sterne
angewandt,  die  kurz  nach  einander  dieselbe  Höhe  erreichen,  ein  Verfahren,
welches  namentlich  bei  Höhonmessuugen  am  Lande  mit  einem  aufgestellten
Ki-cise  sehr  schätzbar  ist,  weil  die  Niveaustellung  in  der  kurzen  Zwischenzeit
gesichert  bleibt.  Was  aber  das  erste  betrifft,  so  konnte  die  Zeitbestimmung
am  Schiffe  vormals  freilich  nicht  das  Interesse  haben,  wie  später,  wo  die
Chronometer  für  die  Längenbestämmung  hinzukamen,  indessen  letztere  waren
damals  (1808)  doch  schon  seit  längerer  Zeit  in  Gebrauch  gekommen;  aber  man
hatte  sich  wohl,  wenn  auch  ohne  Grand,  gewöhnt,  selbst  bei  der  genauen
Berechnung  von  2  Höhen  die  Zeitbestimmung  als  nebensächlich  und  minder
genau  anzusehen,  woraus  sieh  die  zeitgemäße  Erinnerung  von  Gauss  erklärt.
In  Betreff  des  anderen  Punktes,  nämlich  der  vorausgesetzten  gleichzeitigen
Beobachtung,  welche  den  Gebrauch  der  Aufgabe  unnöthig  einschränkte,  so  ist
zwar  wenigstens  ein  früherer  Autor,  der  ältere  (G.  W.)  Krafft 31  32 )  anzutühren,
der  die  Aufgabe  allgemein  so  stellte,  dafs  die  Höhe  zweier  bekannten  Sterne
mit  einer  gegebenen  Zwischenzeit  beobachtet  worden  sei,  und  derselbe  lehrte
auch  die  einfachste  Behandlung  dieses  Falls  mittelst  der  Reduktion  des  Winkels
am  Pol,  dafs  der  Rektascensions-Unterschied  der  beiden  Sterne  nur  um  die

31 )  Beiheft  zum  Marine-Verordnungsblatt  No.  17,  Berlin  1876,  pag.  51—55:  »Aus  zwei  Höhen
zweier  Sterne  und  der  Zwischenzeit  der  Beobachtungen  die  Pothöhe  und  die  Zeit  zu  linden.“  Von
Prof.  Ligowski.  Die  Einleitung  dazu  lautet:  „Von  dieser  Aufgabe  haben  Gauss  und  Ivorv  sehr
schöne  analytische  Lösungen  gegeben,  wobei  jedoch  fünf  bis  sechs  HülfswinkeJ  zu  berechnen  sind,
ln  den  meisten  Lehrbüchern  der  Navigation  wird  diese  Aufgabe  mit  Hülfe  von  drei  sphärischen
Dreiecken  gelöst,  wobei  die  Betrachtung  der  gegenseitigen  Steilung  der  Gestirne  zur  Bestimmung  der
in  der  Rechnung  nöthigen  Winkelverbindungen  nicht  umgangen  werden  kann.  Zu  der  hier  folgenden
Lösung  der  Aufgabe  sind  weder  Hiilfswinkel  zu  berechnen,  noch  geometrische  Untersuchungen  anzustellen.“
  —  Zwei  Zahlenbcispiele  sind  hinzugefügt,  welche  die  erheblich  längere  Rechnung  nach  diesem
Verfahren  nur  bestätigen,  obgleich  die  Polhöhe  allein,  nicht  die  Zeit,  berechne«  ist.
**)  Comment.  Aead.  Petr.  T.  X  ad  A.  1738.  Petropoli  1747,  pag.  64  und  65.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.