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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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EmgSuge von metwrologisuheii Journalen etc., Oktober 1862. 
und 58,7° W-Lg. Am 19. Juni Mittags stand die erster© Bark in 19,9° S-Br 
und 25,9° W-Lg, während sich gleichzeitig die letztere in 20,5° S-Br und 26,2° 
W-Lg befand. Dev Passat, in dessen Gebiet „Conrad Binrich“ am Mittage des 
19. Juni gelangt war, sank, nachdem er für längere Zeit kräftig und beständig 
geweht hatte, in der Nähe von 2° S-Br zum ganz leisen Zuge herab. Bei 
kräftiger gewordenem SE -Winde erreichte „Conrad Binrich“ am 28. Juni in 
29° W-Lg den Aequator. Der Mitsegler „Triton“ ging in 28,6° W-Lg an dem 
selben Tage, aber 15 Stunden später, von der nördlichen zur südlichen Halb 
kugel über. „Conrad Hinrick“ hatte die zwischon Kap Horn und Linie liegende 
Strecke in 36 Tagen vollendet und auf derselben: 50° S-Br in 50,8°'W-Lg am 
31 Mai, 40° S-Br in 38,6° W-Lg am 9. Juni, 30° S-Br in 30,3° W-Lg am 
14. Juni, 20° S-Br in 25,9° W-Lg am 19. Juni und 10° S-Br in 27,3° W-Lg 
am 22. Juni geschnitten. 
In nördlicher Breite wurde „Conrad Binrich“ gegen „Triton“ anfänglich 
ganz aufserordentlich begünstigt. Nachdem am Mittage des 1. Juli die ©rsterc 
Bark in 7,9° N-Br und 28,9° W-Lg, die letztere in 6,2° N-Br und 28,2° W-Lg 
gestanden hatte, hörte zwar bei beiden Schiffen nahezu gleichzeitig der SE-Passat 
zu wehen auf; doch traf „Conrad Binrich“ zwischen 8,2° N-Br in 28,9° W-Lg und 
8,5° N-Br in 29,1° W-Lg nur für 4 Wachen Mallung und dann schon unweit des 
letzteren Punktes den frischeu NE-Passat an, wohingegen „Triton 11 5 volle Tage 
im Stillengürtel verweilen mufste. Die Folge dieser verschiedenen Verhältnisse 
war, dafs, als „Conrad Binrich“ am 12. Juli in der Nähe von 29,6° N-Br in 
41,7° W-Lg, den Passat wieder verlor, „Triton“ damals noch in 22,5° N-Br 
und 35,9° W-Lg stand. Der Passat endete bei „Conrad Binrich“ in Windstille, 
bei einem höchsten Barometerstände von 772,2 mm. Der später folgende leichte 
Wind kam zunächst noch an mehreren Tagen aus östlicher Richtung, während 
nördlich von 37,5° N-Br ein längere Zeit anhaltender Westwind angetroffen 
wurde. Man segelte bei dem letzteren bis zum 30. Juli nach 46,6° N-Br in 
19,6° W-Lg. Von diesem Punkte ab nahm die Reise bei ununterbrochen aus 
östlicher Richtung wehenden, meist schwachen Winden einen sehr langsamen 
Verlauf. Wie es in ähnlichen Fällen häufiger beobachtet worden ist, erstreckten 
sich diese von einem hohen Barometerstände begleiteten Winde nicht sehr weit 
westlich in den Ocean hinaus. Dort befindliche Schiffe konnten noch bei gün 
stigem Winde segeln, während „TritonV‘ Fortschritt durch Gegenwinde schon 
für längere Zeit fast vollständig gehemmt war. Als später der Wind sich meistens 
in südöstlicher Richtung hielt, konnte der für Queenstown steuernde, am 30. Juli 
noch in 38,8° N-Br und 39° W-Lg stehende „Triton“ denselben besser als 
„Conrad Binrich“ ausnutzen, und geschah es infolge dessen, dafs, als diese 
letztere Bark am 13. August Lizard erblickte, jene zur selben Zeit auch schon 
in Sicht der irländischen Küste gelangte. Die Dauer von „Conrad Binrich's “ 
Reise war 113 Tage. In nördlicher Breite waren 46 Tage zugebracht worden. 
Mau hatte dort: 10° N-Br in 30,4° W-Lg am 3. Juli, 20° N-Br in 36,9° W-Lg 
am 8. Juli, 30° N-Br in 41,6° W-Lg am 13. Juli und 40® N-Br in 39,3° W-Lg 
am 22. Juli gekreuzt. 
11. Reise des Bremer Vollscliiffes „Cleopatra“, Kapt. 11.1). Cordes. 
Das auf einer Reise von Bremen nach Newyork begriffene Vollschiff 
„Cleopatra“ befand sich am 9. Juni 1882 in 59,5° N-Br uud 4,2° W-Lg. Das 
selbe segelte von dort bei veränderlichen Winden von mäfsiger Stärke west 
wärts und vollendete die Reise über den Oeean, ohne dafs sich Aufsergewöhn- 
liehes während derselben ereignete. Man schnitt: 30° W-Lg in 48,5° N-Br am 
21. Juni, 50° W-Lg in 41,7° N-Br am 8. Juli, 60° W-Lg in 48° N-Br am 14. Juli, 
70° W-Lg in 40,1° N-Br am 24. Juli und ankerte am 27. Juli im Hafen von 
Newyork. Der Mitsegler „Columbia“, welcher sieh am 6. Juni bei Fair Island 
befunden hatte und der Newyo-rk am 3. August erreichte, befand sich ain Mittage 
des 25. Juni in 41,8° N-Br und 35,3® W-Lg, während gleichzeitig „Cleopatra“ 
in 46,3° N-Br und 35,3° W-Lg stand. Dieses sich später auch nördlicher hal 
tende Schiff gewann dann in der nächsten Zeit so viel, dafs am 1. Juli mittags 
„Cleopatra’«“ Schiffsort in 44,3° N-Br und 45° W-Lg, „Columbia’s“ dagegen noch 
in 43° N-Br und 43,7° W-Lg war. Zwischen 43,4° N-Br in 47,9® W-Lg und
	        
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