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physische Oeeanugi’apMe etu. zwischen 30°—50° S-Br uml 10°—40° O-Lg.
ad No. 2. Der Südost-Passat des Atlantischen Oceans zeigt sich
in der linken Ecke des Sommer-Diagramms, und Anzeichen seines Beginnes
machen sich zum Thcil auch noch in dem Diagramm für den Winter bemerklich.
ad No. 3. Eine südliche Zuströmung zu dem atlantischen
Südost-Passate findet man im Sommer in dom westlichen (linken) Theile des
Gebietes vor; sie bewegt sich in anticyklonaler Richtung und um die Stelle A,
welche dio äufser»te Kaute des oben erwähnten Gebietes mit hohem Luftdruck
darstellt, an der Stelle, wo dieses mit dem herabsteigenden Antipassat zusammeu-
trifft; sie wird zu einem SE-Wind dicht vor ihrem Zusammenfiufs mit dem SE*
Passat des Südatlantic. *)
ad No. 4. Eine andere östliche Zustimmung zum atlantischen
Südost-Passatc kommt von der Ostküste Afrika’s her und bewegt sich in
einer cyklonischen Kurve rund um das Kap. Sic ist wahrscheinlich ein südlicher
Theil des Sß-Passates des Indischen Oceans; bei ihrem Eintritt in das hier vor
liegende Gebiet hat sie infolge der Nähe des afrikanischen Kontinents und der
westlichen Kaute des Gebiets mit hohem Luftdruck B (an der Stelle, wo dieses
mit dem Antipassat des Indischen Oceans zusainmentrifft) eine Richtung aus
NE angenommen. In den Sommermonaten weht dieser Wind kräftig und ist
der vorherrschende Wind rund um die Siidküste von Afrika; im Winter, wenn
diese letztere abgekühlt ist, weht er nur schwach und wird schon zuweilen von
seinem Gegenwinde No. f> ersetzt, welcher nunmehr der vorherrschende wird.
In der nordöstlichen Ecke des Gebiets weht dieser Wind No. 4 das ganze Jahr
hindurch; er ist hier im Sommer mehr aus Osten gerichtet, weil die Stelle B
südwärts, und im Winter mehr aus Norden, weil alsdann dieselbe weiter nord
wärts vorgerückt ist.
ad No. 6. Der westliche Gegenstrom zu No. 4 weht im Gegensatz
zu diesem im Sommer schwach und im Winter stark, wenn das Gebiet A mit
hohem Luftdruck sieh mehr nordwärts fortbewegt hat, und wenn die anticyklo-
nische Bedingung einer abgekühlteu Landfläche in Südafrika vorhanden ist.
ad No. 0. Ein nördlicher Luftstrom weht über den ganzen östlichen
Theil des Gebietes; im Sommer ist er nur schwach bemerkbar und hat eine
anticyklouale Bewegung um B (s. ad No. 4). Im Frühling und Herbst ist die
Richtung dieser Bewegung eine geradlinige; im Winter ist dieser Luftstrom
deutlich markirt und hat eine leicht gekrümmte cyklonale Bewegung um ein im
Westen von B gelegenes Centrum herum, welches wahrscheinlich über der
jenigen Stelle liegt, wo warme und kalte occanische Strömungen sich mit
einander vermischen.
In der Nähe dieses Ceutrums ('¿7° S-Br, 25° O-Lg) befinden sich im
Winter diese verschiedenen Windsysteme No. 1—G am nächsten bei einander;
es entsteht dadurch ein Gebiet mit in hohem Grade wechselnden Winden, von
denen aber keiner vorherrschend ist.
Stürme sind im Juli am häufigsten und treten im Februar am seltensten
auf. Die Gebiete ihrer gröfsten Häufigkeit nähern sich, wenigstens in den
Wintermonaten, einigermafseu denen der nahen Zusammendrängung der Wasser-
Isothermen, d. h. des raschen Wechsels der Temperaturen des Wassers an der
Oberfläche.
Verschiedene Vertheilung der Winde in den Jahreszeiten. Im
Sommer macht sieh das Zusammentreffen von No. 3 und 4 sehr deutlich be
merkbar; No. 4 ist deutlich gekennzeichnet in seiner cyklonalen Bewegung um
Süd-Afrika; die Gebiete mit hohem Luftdrucke in den Gegenden, wo die Anti
passate an die Oberfläche herabsteigeu, bewegen sich hin und her mit der
Sonne; sie erreichen im Sommer ihre südliche Grenze an den Stellen A und B
im Sommer-Diagramm; die Stelle des Zusammentreffens von No. 3 und 4 mit
dem atlantischen Passate fallen mit dieser Grenze zusammen. Der Gürtel der
Westwinde No. 1 ist im Sommer mehr nach Südon verschoben und reicht kaum
bis 40° S-Br.
Im Winter verschwindet No. 3; No. 4 ist sekundär und No. 5 wird der
vorherrschende Wind; die Stellen, wo der SE-Passat (No. 2) zuerst augetroffen
wird, sind weiter nordwärts gerückt, ebenso die Nordkante des Gebietes der
') Die Stellen A uml B sind nur in dem Semnier-Diugiatm« angegeben.