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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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physische Oeeanugi’apMe etu. zwischen 30°—50° S-Br uml 10°—40° O-Lg. 
ad No. 2. Der Südost-Passat des Atlantischen Oceans zeigt sich 
in der linken Ecke des Sommer-Diagramms, und Anzeichen seines Beginnes 
machen sich zum Thcil auch noch in dem Diagramm für den Winter bemerklich. 
ad No. 3. Eine südliche Zuströmung zu dem atlantischen 
Südost-Passate findet man im Sommer in dom westlichen (linken) Theile des 
Gebietes vor; sie bewegt sich in anticyklonaler Richtung und um die Stelle A, 
welche dio äufser»te Kaute des oben erwähnten Gebietes mit hohem Luftdruck 
darstellt, an der Stelle, wo dieses mit dem herabsteigenden Antipassat zusammeu- 
trifft; sie wird zu einem SE-Wind dicht vor ihrem Zusammenfiufs mit dem SE* 
Passat des Südatlantic. *) 
ad No. 4. Eine andere östliche Zustimmung zum atlantischen 
Südost-Passatc kommt von der Ostküste Afrika’s her und bewegt sich in 
einer cyklonischen Kurve rund um das Kap. Sic ist wahrscheinlich ein südlicher 
Theil des Sß-Passates des Indischen Oceans; bei ihrem Eintritt in das hier vor 
liegende Gebiet hat sie infolge der Nähe des afrikanischen Kontinents und der 
westlichen Kaute des Gebiets mit hohem Luftdruck B (an der Stelle, wo dieses 
mit dem Antipassat des Indischen Oceans zusainmentrifft) eine Richtung aus 
NE angenommen. In den Sommermonaten weht dieser Wind kräftig und ist 
der vorherrschende Wind rund um die Siidküste von Afrika; im Winter, wenn 
diese letztere abgekühlt ist, weht er nur schwach und wird schon zuweilen von 
seinem Gegenwinde No. f> ersetzt, welcher nunmehr der vorherrschende wird. 
In der nordöstlichen Ecke des Gebiets weht dieser Wind No. 4 das ganze Jahr 
hindurch; er ist hier im Sommer mehr aus Osten gerichtet, weil die Stelle B 
südwärts, und im Winter mehr aus Norden, weil alsdann dieselbe weiter nord 
wärts vorgerückt ist. 
ad No. 6. Der westliche Gegenstrom zu No. 4 weht im Gegensatz 
zu diesem im Sommer schwach und im Winter stark, wenn das Gebiet A mit 
hohem Luftdruck sieh mehr nordwärts fortbewegt hat, und wenn die anticyklo- 
nische Bedingung einer abgekühlteu Landfläche in Südafrika vorhanden ist. 
ad No. 0. Ein nördlicher Luftstrom weht über den ganzen östlichen 
Theil des Gebietes; im Sommer ist er nur schwach bemerkbar und hat eine 
anticyklouale Bewegung um B (s. ad No. 4). Im Frühling und Herbst ist die 
Richtung dieser Bewegung eine geradlinige; im Winter ist dieser Luftstrom 
deutlich markirt und hat eine leicht gekrümmte cyklonale Bewegung um ein im 
Westen von B gelegenes Centrum herum, welches wahrscheinlich über der 
jenigen Stelle liegt, wo warme und kalte occanische Strömungen sich mit 
einander vermischen. 
In der Nähe dieses Ceutrums ('¿7° S-Br, 25° O-Lg) befinden sich im 
Winter diese verschiedenen Windsysteme No. 1—G am nächsten bei einander; 
es entsteht dadurch ein Gebiet mit in hohem Grade wechselnden Winden, von 
denen aber keiner vorherrschend ist. 
Stürme sind im Juli am häufigsten und treten im Februar am seltensten 
auf. Die Gebiete ihrer gröfsten Häufigkeit nähern sich, wenigstens in den 
Wintermonaten, einigermafseu denen der nahen Zusammendrängung der Wasser- 
Isothermen, d. h. des raschen Wechsels der Temperaturen des Wassers an der 
Oberfläche. 
Verschiedene Vertheilung der Winde in den Jahreszeiten. Im 
Sommer macht sieh das Zusammentreffen von No. 3 und 4 sehr deutlich be 
merkbar; No. 4 ist deutlich gekennzeichnet in seiner cyklonalen Bewegung um 
Süd-Afrika; die Gebiete mit hohem Luftdrucke in den Gegenden, wo die Anti 
passate an die Oberfläche herabsteigeu, bewegen sich hin und her mit der 
Sonne; sie erreichen im Sommer ihre südliche Grenze an den Stellen A und B 
im Sommer-Diagramm; die Stelle des Zusammentreffens von No. 3 und 4 mit 
dem atlantischen Passate fallen mit dieser Grenze zusammen. Der Gürtel der 
Westwinde No. 1 ist im Sommer mehr nach Südon verschoben und reicht kaum 
bis 40° S-Br. 
Im Winter verschwindet No. 3; No. 4 ist sekundär und No. 5 wird der 
vorherrschende Wind; die Stellen, wo der SE-Passat (No. 2) zuerst augetroffen 
wird, sind weiter nordwärts gerückt, ebenso die Nordkante des Gebietes der 
') Die Stellen A uml B sind nur in dem Semnier-Diugiatm« angegeben.
	        
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