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segeln uud Obermarssegeln und gerefftem Briggscgel, Stagsegel uud Klüver,
mit kurzeu Seblägcn uns in der Nähe des Landes haltend. Das Schiff versagte
bei der angegebenen Segelfübrung kein einziges Mal die Wendung. Es wurde
gewendet, sobald der Wind über dem anliegenden Buge sehral kam. Um 2 h p. m.
kamen auf Punta Umms-Rhede auf 12,5 m (7 Pad.) Wassertiefe zu Anker.
Das Wrack des „Doterel“ kg 1 Kblg von unserem Ankerplätze, an
seinem Vorder- und Hintertheil durch Bojen gekennzeichnet. Eine der Bojen
hatte eine weil'se Flagge mit der Bezeichnung „ Wrcck“, die andere trug eine
kleine rothe Flagge.
Nachmittags holte der Wind südlich uud wurde mäl'sig, ohne Böen; nach
8 h p. m. trat Windstille ein.
Vom 14. bis zum 18. Oktober lagen wir auf Punta Jmww-Rhede, und
zwar am 16., 17. und 18. vor beiden Ankern.
Am 14. Oktober war das Wetter während des ganzen Tages schön, der
Wind kaum merklich und aus verschiedenen Richtungen, jedoch meistens
westlich.
Am 15. Oktober blieb es bis gegen ö k a. in. windstille. Während des
Tages wehte es gewöhnlich stark aus WSW und W mit Böen, die die Stärke 9
erreichten, bei trübem Wetter. Gegen S h Abends holte der Wind nordwestlich
uud flaute wieder zur Windstille ab.
Am 16. Oktober traten während des ganzen Etmals steife bis stürmische
Böen aus W und WNW auf, die mit leichten Brieseu und Windstillen ab
wechselten, erst bei trübem, Nachmittags bei heiterem Wetter. An diesem
Tage trat Abends kein Abflauen des Windes ein, vielmehr wehte es nach 8 Uhr
bei sternklarem Himmel auch iu den Zwischenpausen stürmisch, und in den
Böen erreichte der Wind die Stärke 10. Erst in den Morgenstunden wurde es
windstill.
Am 17. Oktober herrschten den Tag über wieder trübes Wetter und
stürmischer WNW-Wind, der in den Böen orkanartig wehte, und in ähnlicher
W eise, mit Windstillen in den Morgenstunden und stürmischem böigen Wetter
den Tag über, verlief auch der 18., doch waren Wind und Böen nicht so heftig,
wie am Tage vorher. Am Abend des 18. Oktober trat ruhiges Wetter ein.
Am 19. Oktober um 4 Uhr Morgens lichteten wir Anker, setzten Segel
uud steuerten mit nördlichem Winde südwärts. Von Zeit zu Zeit kam der Wind
in Stöfsen aas NW und WNW von den Bergen herunter und hielt aus diesen
Richtungen vielleicht ‘/s bis 1 Minute an, um gleich darauf wieder nördlich zu
gehen. Je weiter wir nach Süden kamen, desto öfter und stärker wurden die
Windstöfse von den Bergen, während der nördliche Wind mehr und mehr ab
schwächte. Als wir Kap 8«» hidro um Mittag erreicht hatten, war derselbe
bis zur Stärke 2 abgeflaut, und die Stölse kamen mitunter aus südlicher und
westlicher Richtung. Wir konnten jetzt sehen, dafs bei Kap Froward Wind
stille herrschte, unterbrochen von Böen aus SW und W, denn zeitweise zeigte
sieh das Meer dort glatt wie ein Spiegel, während es in anderen Augenblicken
eine Schaummasse war. Da unter solchen Umständen an ein Weiterkommen
jenseits Kap Froward nicht zu denken war, versuchten wir San Nicolas-Bai zu
erreichen, um dort für die Nacht zu ankern.
Der Versuch mifslang indessen, ln der Bai stiefs der Wind mit so
furchtbarer Gewalt von den Bergen herunter, dafs wir beim Aufkreuzen mit
kurzen Schlägen keinen Grund gewinnen konnten; aufserdem veränderte sieh
die Windrichtung häufig um 3 bis 4 Strich von WSW nach WNW, und diese
Aenderuugen kameu oft zur Unzeit oder waren die Ursache, dafs das Schiff die
Wendung versagte und gehalst werden mufste. Inzwischen war es 8‘/2 Uhr
Abends geworden. Wir kürzten deshalb Segel und legten das Schiff für die
Nacht bei.
Die Windstöfse von den Bergen hielten höchstens 20 bis 30 Sekunden
an; dann kam wieder die gewöhnliche Briese von Stärke bis 6, oder es war
auch für Augenblicke ganz stille.
Während der Nacht trieben wir etwa 8 Sm nordwärts. Mit Tagwerden,
am 20. Oktober, erneuerten wir den Versuch, in San Nicolas-Bai hinein zu
gelangen. Strom und Wind waren aber entgegen, und letzterer war äufserst
veränderlich in Richtung und Stärke; er wehte bald mit der Stärke 5, bald