Reiseberichte S. M. Kbt, ¡.Albirtrofe“. — Reise der Danziger Brigg „Betty". Si>
werden. Der letztere Fluls wird von den Bewolinern von Punta Arenas vor-
gezogen, da er einmal näher der Stadt liegt, andererseits sein Wasser besser'
und nicht mit so viel Sandtheileu als das des er Steren vermischt ist. Der
Panteonfluß zieht sieh vor seiner Mündung, durch eine nicht allzu breite Sand
bank von der See getrennt, längs des Ufers in einer Entfernung von mehreren
Hundert Schritten hin; man kann mit Schiffsbootcu in der Nähe dieser Sandbank
ankern und das Wasser mit einem Schlauehe von ‘2h—30 m Länge und Druck
werk bequem aus dem Flusse entnehmen.
Der Minenßuß dagegen gestattet seiner buchen Mündung wegen nicht ein
nahes Ankern mit Booten; znm Frischwasser-Gewinneu würden 100 und mehr
Meter Schlauch gebraucht werden müssen.
Das gösetzmäimgo Geld des Ortes sind die Gold« und Silbermünzeu,
sowie das Papiergeld Chile’s.
Der Kurs des chilenischen Dollars ist zur Zeit 357* d.
Bei Umwechselung des englischen Geldes in chilenische Münze wird
jedoch nur 6,BÖ Doll, für 1 Latrl. gezahlt, auch im Handel das Lstrl. nur zu
diesem Preise in Zahlung genommen.
Außerdem kursiren hier verschiedene andere, namentlich Silbemünzen,
welche jedoch nur bedeutend unter dem Nominalwerth angenommen werden.
2. Witterung» Verhältnisse auf der Rhede von Pintfa Arenas
vom 16. bis 29. Oktober 1882,
beobachtet au Bord S. M. Kbt. Albatroß“, Korv.-Kapt. von Pawelsz.
j: llat ii in
Windrichtung und .Stärke
Luftdruck
Twttpeiatur
\
Bemerkungen
Max. Milt.
Max.
Min.
Oktober
Vormittag Nachmittag
H>m mtm
°C
°c
jj
IG
WSW 3—6—8 SW—WSW 4—6
752,7 i 745,2
10,8
5,2
IS
Heftige stoßweise Böen ■
; 17
WSW3—7;SW2-—6—10 SW 4—8—3; NNW 1
757,6 754.4
9,6
5/4
Sehr heftige s tofsweise Böen t
■ IS
NNW 1; NNE 8 NWzW—WzN—NEzN 2—4
755,11 746,2
10,0
5,6
!, 1«
WSW S—10—4: Stille: WSW2- 1: WKW2—1: N 1—8;
754,2 ! 750,6
10,2
5,0
Vor Anker noch bis 2 111 «. in. j
WSW 3—7 WSW 2—10
desgl. ,
20
N—NzE4—1 NisdE3—1: Stille: S—SW1
752,7 745,3
10,0
6,2
21
Sl: SSE 2 SWzS—SSW 2- 5
746,8; 741.4
10,3
5,6
Häutige R egeiiscbauer
•22
SSW—SW 1—3 WSW—SW 4—1
750,6 i 747,0
11,6
4,8
23
Stille: WSW0—1: Stille; NE4—1: NW—W 2—7; SSW2
743,2 729,6
8,6
5,4
Hän%e Hegenfooen
NNE 1—3
21
SW 3—1: W—SW 2—4 SWzWS—6: WSW—WNW2—6
789,0; 733,2
6,0
2,8
Desgf.
25
WNW-WzN 2-6—4 WzN—NNW 3—2
741,0 ■ 738,4
4,6
2,0
Böen mit liegen und Schnee
26
SSW—SWzW 1—4 SWzW 4—1; Stille
746,2 786,6
5,4
“*“0,3
3 h 20"* p. m plötzliche Böe
i
mit starkem Sehneefall
von 10“ Dauer
tt '27
SWzW—SW 2—4—6 SSW 4—8—5: SW1: Kl
752,0 743,0
2,8
-0,6
Mehrfach Böen
\ 28
WSW 2. NNW—NW NW—N—NW 4—3-1—5
752,8 744,2
8,9
1,5
< 29
Stille; NzW2—1; W2~ W 5—9—11—7—5; NWS—Ö
741,2 737,2
9,5
5,2
7** a. nt. von Windstille in
6—8-10
1 Stunde bis 5. dann bis
j
,
i
8—10
Reise der Danziger Brigg „Betty“ Kapt. A. Bendrat,
von Buenos Ayres nach Mine Martha (Skyring Water) und zurück. 1 )
(Mittheilung von der Deutscft&i Seewürfe.)
In Ausführung einer in Buenos Ayres abgeschlossenen Chartepartie
besuchte Kapt. Bendrat mit der Danziger Brigg „Betty“ Ende 1881 den in
Südwest-Patagonion gelegenen, durch den .Jerome Channel, das Otway Water
und den Fitzroy Channel mit dem westlichen Theile der Magellan Straße in
*) All* Kurse, Peilungen und Windrichtungen sind techtweisend.
4*