i'IrysLche Océanographie etc. zwischen j>0°—50° »S-Br und 10°—40° O-Lg.
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Sommer Winter
Jahr
Die durch diese Holzschnitte in allgemeinen Zügen dargestellte und mit
den Nummern 1—6 bezeichucte Vei'theilung der Winde in diesem Gebiete wird
durch Folgendes näher erläutert (s. a. a. 0., pag. 17—19).
ad No. 1. Westwinde herrschen im Laufe des Jahres in der ganzen
südlichen Hälfte des Gebietes und in einem Theile der nördlichen vor. Der
diesen Wind begleitende Luftdruck nimmt stetig von Nord nach Süd hin ab
(0,1 engl. Zoll oder 2,5 mm auf 3° Breitendistanz); zugleich findet eine grofse
Zunahme der Aenderung desselben statt. Der erstere Umstand, für sich alleiu
genommen, zeigt nichts weiter als das Bestehen einer grofsen, beständigen
antarktischen Depression an, längs deren nördlichem Bande ein breiter Streifen
von Luft beständig von Westen her sich in einer cyklonischen Kurve fort
bewegt. Der zweito Umstand bedarf aber auch einer näheren Erläuterung: die
grofse Veränderlichkeit des Luftdruckes in diesem Gebiete konstatirt zunächst,
dafs in dem südlichen Theile des betreffenden Gebietes ein Baum sich vor
findet, durch welche barometrische Depressionen häufiger hindurchziehen als
durch die nördlichen Theile desselben Gebietes bis zu 30° S-Br; ferner dafs
die in diesem angetroffenen westlichen Winde die nördlichen Bänder dieser sich
auf einander folgenden cyklonischen Windsysteme sind, ln den höchsten süd
lichen Breiten, welche Sir J. Ross auf seinen antarktischen Reisen mit
I. Br. M. Schiffen „Erebus“ und „Terror“ 1839/43 erreicht hatte, hörte die
Herrschaft der Westwinde auf; hieraus ist zu schliefsen, dafs die Bahnen der
cyklonischen Centren weiter nördlich liegen.