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Eisverliiiltnisse. Eröifmmg und Sthlufs der Schiffahrt ; Auslegen und Entziehen
des Feuerschiffes in Sewchwnng 1870—1880.
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26
*) War März 16 bereits */* 8m. unterhalb Hunter Heini, trieb am 23. im Eis (Löscharbeiten begannen am
29., mufsten bis 31. wieder ausgesetzt werden), verlor am 30. einen Anker durch Eis, ein anderer Dampfer verlor beide
Anker und setzte sich aufs Ufer.
2) Trieb März 25 durch Eis aufs Ufer.
3) Trieb März 25 iffl Kis und verlor einen Anker.
4} Als Ersatz für das eigentliche Feuerschiff.
5) Trieb März 26 Im Eis und verlor einen Anker.
®) Mufste nach Landung der Tost nach l.)n/) Huk zurück, kam Marz 22 nach der Stadt.
1) 1879 war ein Verlassen des Hafens noch am 4. Dezember möglich.
Das Feuerschiff verläfst etwa am 24. November seine Station, geht zur
Uebcrwiuterung nach Tscfd/u und nimmt seine Station etwa am 20.—24. März
wieder ein. 1 )
Die Barre des Ltau-Flusses verursacht nur in seltenen Fällen und nur
sehr tief geladenen Schiffen einen nennenawerthen Aufenthalt. Bei Springfluth
ist gewöhnlich 5,2m (17 Fufs engl.) Wasser auf der Barre, oft aber auch
6,1—6,7m (20—22 Fufs); die höchste beobachtete Tiefe betrug 7,9m (26 Fufs).
Bei Nippfluth und nach anhaltendem Nordwind sind jedoch nur 3,7—4,0m
(12 bis 13 Fufs) Wasser auf der Barre. Das Wasser steigt gewöhnlich schon
etwas vor Einsetzen der Fluth, diese sowohl als die Ebbe sind in Bezug auf
ihre Stärke und Dauer sehr unregelmäfsig und von den jeweiligen Winden
abhängig. Das Kanonenboot fand bei verschiedenen nicht sehr starken Winden
und bei Vollmond eine Dauer von 10 Stunden und einen oft anhaltenden Strom
bis zu 4 1 /* Sm vor; letzterer soll bisweilen 7 Sm laufen.
Ein Lotsenschoner kreuzt stets beim Feuerschiff; in der lebhafteren
Schiffahrtszeit befindet sich jedoch häufig kein Lotse an Bord, und führt das
Lotsenfahrzeug in solchen Fällen die Lotsenflagge (horizontal gestreift, obere
Hälfte gelb, untere grün) nicht. Nach den betreffenden Vorschriften sollen
diese Fahrzeuge am Heck und oben im Großsegel die deutliche Bezeichnung:
„Licensed Pilot Boat“ führen.
Es sind 12 Lotsen vorhanden: sie stehen unter dem Hafenmeister und
erhalten ein von „Commissioner of Customs“ im Aufträge der chinesischen
Regierung ausgestelltes Patent, welches sie nebst der „Lotsenordnung“ auf
Verlangen vorzuzeigen verpflichtet sind. Ein Lotsenzwang herrscht nicht, es
ist jedoch bei einer Strafe von 100 Taels (ca 600 Mark) verboten, einen nicht
patentirten Lotsen zu nehmen.
Das Lotsengeld beträgt per Fnfs engl.
für Dampfer und 0
Segelschiffe im Schlepp ur Segelschiffe
einwärts südlich von der Aufsentonne 3,0 Taels 4,0 Taels
einwärts innerhalb der Aufsentonne . 2,5 „ 3,0 „
auswärts 3,0 „ 4,0 „ .
*) In der oben erwähnten Br. Adm.-Ji. No. 2894 ist noch nach den früheren Angaben dieser
Karte vermerkt, dafs der /.«w-Fluf» durch Eis gewöhnlich von der ersten Woche des Dezember bis zum
20. März geschlossen ist und dafs das Feuerschiff am 1. November seine Station verläfst. A. d. R.
A*a ä IlyJr, etc., tSSä, Heft H, 4