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6. Die Bake III (Middle Bank beacon) liegt 1,5 Sin N 37,8° 0 von der
Bake IV, zwischen der Hoch- und Niedrigwassergrenze, an der Ost-Bank, be
steht aus oiner rothen Spiere mit vierseitigem schwarzen Toppzeichen mit der
Zahl „III“. Dieselbe kennzeichnet das Fahrwasser und die Middle Bank Shoal,
welche nordwestlich von ihr an dem gegenüber liegenden Ufer sich befindet.
7. Die Bake II (Flagstajf beacon) liegt 0,7 Sm X 35,2° 0 von der
Bake III, auf dem Ostufer, und besteht aus eiuer schwarz- und weifsen Spiere
mit zwei vierseitigen schwarzen Toppzeichen; au dem unteren Toppzeichen
befindet sich die Zahl „II“.
8. Die Bake I (Fnhhouse beacon) liegt 1,2 Sm N 37,9° W von der
Bake II, auf der Hochwassergrenze dos westlichen Ufers, und besteht aus einer
schwarzen Spiere mit einem vierseitigen rothen Toppzoichen, auf welchem die
Zahl „I“ steht.
Gegen Ende November jeden Jahres, nachdem das letzte Schiff den
Ilafen verlassen hat (s. pag. 85), werden die Ansegeluugs- und Binnentonne
eingezogen und durch Treibbaken ersetzt, auch werden die Baken III, IV, V
und die Lotseutonne eingezogen. Die Baken III und IV und die Lotsentonne
haben keinen festen Platz, und können sich deren Stationen in jedem Jahre
um ein Geringes verändern.
3. Segelanweisung für das Passiren der Barre, Aufsegelung nach Newchwang.
„Man lasse das Feuerschiff auf etwa 3 Kblg an B. B. und steuere von
dort NOzO*/*0. Mit diesem Kurs bleibt die Ansegelungstonne 3,5 Kblg, die
Innenboje etwa 2 Kblg an B. B. Zum Abwarten des Hochwassers ist südwest
lich von der Aufsenboje ein guter Ankerplatz auf 7—8 m Wasser. Da die
Fluth quer über die Barre nordwestlich und die Ebbe südöstlich setzt, so
können die angegebenen Kurse nur als Anhalt dienen. Sobald daher die
Binnentonne in Sicht kommt, ist der Kurs auf diese Boje an B. B. voraus. Nach
Passiren derselben ist man über die Barre hinüber und kann Kurs N0 5 /s0
nach der Lotsentonne steuern (diese an St. B.) und auf den Deep hole zu, wo
man einen guten Ankerplatz findet. Für die Mitte der Barre giebt es eine
vorzügliche Landmarke, welche jedoch schwer zu beschreiben ist und nur durch
persönliche Anschauung bekannt wird. Auf einem Bergrücken befinden sich
zwei kleine „Haufen“, der nördlichste von diesen in Linie mit dem am meisten
in die Augen fallenden Hügel der dahinter liegenden Bergkette giebt die flachste
Stelle der Barre an.
Bei dickem Wetter ist die Strecke von der Binnentonne bis zur Lotsen
tonne und Bake V die gefährlichste, da die Ostbank sich weit nach Süden
(etwa 2,6 Sm von Bake V) erstreckt, und Bake V (3,1 Sm von der Innenboje
entfernt) schlecht zu sehen ist. Einen guten Anhalt bieten die Fischerstöcke,
welche während der Sommermonate an der Ostbank stehen und ebenfalls wie
die Lotseutonneu an St. B. zu lassen sind. Von der Lotsentonne ist die jetzt
gut sichtbare Bake V an St. B. voraus zu halten und in ungefähr 2 Kblg Ab
stand zu passiren. Von hier aus steuere man am östlichen, jetzt deutlich her
vortretenden Ufer in etwa 2 Kblg Abstand von den Baken IV und III entlang.
Wie weit mau nach Westen gehen kann, dafür bieten die südlich von Whale's
back gelegenen Fischorstöcke, die an B. B. zu lassen sind, einen guten Anhalt;
diese, sowie zwei Reihen von Fischerstöckeu an der anderen Seite bei dor
Lotsentonne werden immer an derselben Stelle errichtet. Bake IV und „Tempel“
in Linie bezeichnen genau die Ostseite von Wale’s back und dürfen daher nicht
nach der falschen Seite auseinaudergehen.
Nach Passiren der Bake III kreuze man den Flufs, Bake I etwas an
B. B. haltend, und zwar bei Fluth, sobald etwa ein Drittel der Strecke zwischen
Bake III und II ausgelaufen ist, bei Ebbe, sobald die Hälfte dieser Strecke
zurückgelegt ist. Beim Kreuzen des Flusses ist die Stromversetzung sorgfältig
in Rechnuug zu ziehen, um vor Allem das südlich von Bake I, weiter als dies
die Karten bisher angeben, vorspringende Watt zu meiden.
Ist Bake I passirt, so ist unter allen Umständen die nördliche Seite des
Flusses mit etwa I Kblg Abstand zu halten. Das Fahrwasser ist hier an einer
Stelle, quer ab von zwei zur Zeit (Oktober 1881) verfallenen Hütten, aufser-
ordentlich schmal. Die Nordseite ist so lange zu halten, bis ein am nördlichen