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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

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6. Die Bake III (Middle Bank beacon) liegt 1,5 Sin N 37,8° 0 von der 
Bake IV, zwischen der Hoch- und Niedrigwassergrenze, an der Ost-Bank, be 
steht aus oiner rothen Spiere mit vierseitigem schwarzen Toppzeichen mit der 
Zahl „III“. Dieselbe kennzeichnet das Fahrwasser und die Middle Bank Shoal, 
welche nordwestlich von ihr an dem gegenüber liegenden Ufer sich befindet. 
7. Die Bake II (Flagstajf beacon) liegt 0,7 Sm X 35,2° 0 von der 
Bake III, auf dem Ostufer, und besteht aus eiuer schwarz- und weifsen Spiere 
mit zwei vierseitigen schwarzen Toppzeichen; au dem unteren Toppzeichen 
befindet sich die Zahl „II“. 
8. Die Bake I (Fnhhouse beacon) liegt 1,2 Sm N 37,9° W von der 
Bake II, auf der Hochwassergrenze dos westlichen Ufers, und besteht aus einer 
schwarzen Spiere mit einem vierseitigen rothen Toppzoichen, auf welchem die 
Zahl „I“ steht. 
Gegen Ende November jeden Jahres, nachdem das letzte Schiff den 
Ilafen verlassen hat (s. pag. 85), werden die Ansegeluugs- und Binnentonne 
eingezogen und durch Treibbaken ersetzt, auch werden die Baken III, IV, V 
und die Lotseutonne eingezogen. Die Baken III und IV und die Lotsentonne 
haben keinen festen Platz, und können sich deren Stationen in jedem Jahre 
um ein Geringes verändern. 
3. Segelanweisung für das Passiren der Barre, Aufsegelung nach Newchwang. 
„Man lasse das Feuerschiff auf etwa 3 Kblg an B. B. und steuere von 
dort NOzO*/*0. Mit diesem Kurs bleibt die Ansegelungstonne 3,5 Kblg, die 
Innenboje etwa 2 Kblg an B. B. Zum Abwarten des Hochwassers ist südwest 
lich von der Aufsenboje ein guter Ankerplatz auf 7—8 m Wasser. Da die 
Fluth quer über die Barre nordwestlich und die Ebbe südöstlich setzt, so 
können die angegebenen Kurse nur als Anhalt dienen. Sobald daher die 
Binnentonne in Sicht kommt, ist der Kurs auf diese Boje an B. B. voraus. Nach 
Passiren derselben ist man über die Barre hinüber und kann Kurs N0 5 /s0 
nach der Lotsentonne steuern (diese an St. B.) und auf den Deep hole zu, wo 
man einen guten Ankerplatz findet. Für die Mitte der Barre giebt es eine 
vorzügliche Landmarke, welche jedoch schwer zu beschreiben ist und nur durch 
persönliche Anschauung bekannt wird. Auf einem Bergrücken befinden sich 
zwei kleine „Haufen“, der nördlichste von diesen in Linie mit dem am meisten 
in die Augen fallenden Hügel der dahinter liegenden Bergkette giebt die flachste 
Stelle der Barre an. 
Bei dickem Wetter ist die Strecke von der Binnentonne bis zur Lotsen 
tonne und Bake V die gefährlichste, da die Ostbank sich weit nach Süden 
(etwa 2,6 Sm von Bake V) erstreckt, und Bake V (3,1 Sm von der Innenboje 
entfernt) schlecht zu sehen ist. Einen guten Anhalt bieten die Fischerstöcke, 
welche während der Sommermonate an der Ostbank stehen und ebenfalls wie 
die Lotseutonneu an St. B. zu lassen sind. Von der Lotsentonne ist die jetzt 
gut sichtbare Bake V an St. B. voraus zu halten und in ungefähr 2 Kblg Ab 
stand zu passiren. Von hier aus steuere man am östlichen, jetzt deutlich her 
vortretenden Ufer in etwa 2 Kblg Abstand von den Baken IV und III entlang. 
Wie weit mau nach Westen gehen kann, dafür bieten die südlich von Whale's 
back gelegenen Fischorstöcke, die an B. B. zu lassen sind, einen guten Anhalt; 
diese, sowie zwei Reihen von Fischerstöckeu an der anderen Seite bei dor 
Lotsentonne werden immer an derselben Stelle errichtet. Bake IV und „Tempel“ 
in Linie bezeichnen genau die Ostseite von Wale’s back und dürfen daher nicht 
nach der falschen Seite auseinaudergehen. 
Nach Passiren der Bake III kreuze man den Flufs, Bake I etwas an 
B. B. haltend, und zwar bei Fluth, sobald etwa ein Drittel der Strecke zwischen 
Bake III und II ausgelaufen ist, bei Ebbe, sobald die Hälfte dieser Strecke 
zurückgelegt ist. Beim Kreuzen des Flusses ist die Stromversetzung sorgfältig 
in Rechnuug zu ziehen, um vor Allem das südlich von Bake I, weiter als dies 
die Karten bisher angeben, vorspringende Watt zu meiden. 
Ist Bake I passirt, so ist unter allen Umständen die nördliche Seite des 
Flusses mit etwa I Kblg Abstand zu halten. Das Fahrwasser ist hier an einer 
Stelle, quer ab von zwei zur Zeit (Oktober 1881) verfallenen Hütten, aufser- 
ordentlich schmal. Die Nordseite ist so lange zu halten, bis ein am nördlichen
	        
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