accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

769

Seengebiet  plötzlich  grofse  Intensität
erlangend),  No.  II  aber  ein  tropisches
Orkaucentrum  war,  welches  am  4.—6.
Cuba  von  Ost  nach  West  langsam
durchzog,  hierauf  zwischen  25°  und
30°  N-Br  umwandte  und  dann  vom  9.
bis  12.  mit  zunehmender  Geschwindigkeit ­
  von  Alabama  nach  Neufundland
sich  bewegte.  —  Ferner  die  grofse
Zahl  der  barometrischen  Maxima,  deren
6  sich  über  das  Felseugebirge  hinweg
ostwärts  fortpflanzton.
2.  Das  östlich  vom  100.  Meridian
sehr  gleichförmige  Monatsmittel  des
Luftdrucks  (762  —  764  mm),  bedingt
durch  relative  Höhe  desselben  an  den
oberen  Seen  und  in  Canada  (fast  4mm
über  normal).  Am  niedrigsten  war  der
Druck  (wie  schon  seit  März  d.  J.)  am
unteren  Colorado  (758mm).

3.  Vorwaltende  N-  und  NE-Windc
an  der  Atlantischen  und  Golfküste,
S  im  Missourigebiet  und  NW  an  der
Pacifischen  Küste.  —  Ferner  diegrofsen
Orkane  vom  9.—12.  von  Louisiana
bis  Maine,  und  vom  14.—15.  an  den
Seen  und  in  New-England.  Beide
sollen  Tornado’s  im  Gefolge  gehabt
haben  (am  9.  in  Florida,  am  14.  in
Vermont  und  Nord-Carolina).
4.  Die  Regenarmuth  der  Thäler
des  Missouri  und  oberen  Mississippi,
wo  nur  V*—V®  der  normalen  Menge
fiel,  und  die  starken  Regen  vom  21.
bis  24.  in  New-England  und  den  mittleren ­
  Atlantischen  Staaten  während
der  Herrschaft  der  schwachen  Depression ­
  IV,  wodurch  die  Monatssumme
dieser  Gegenden  das  2—4fache  der
normalen  Höhe  erreichte,  und  ausgedehnte ­
  Ueberschwemmungen  bewirkt
wurden.

5.  Die  für  diesen  Monat  bisher
beispiellose  Hitze,  welche  in  den  Tagen
vom  12.—14.  in  Kansas  und  Missouri
auftrat.  Die  Temperatur  stieg  dabei
an  vielen  Stationen  auf  38°—40°  C.,

den  Küsten  des  Atlantischen  Oceans
über  die  Ostsee  und  Nordrussland  nach
Südrussland  wanderte  und  dort  bis
zum  19.  stationär  blieb.

2.  Das  im  nördlichsten  Centraleuropa
  nahezu  normale,  im  Uebrigen
aber  bis  zu  4mm  zu  niedrige  Monatsmittel ­
  des  Luftdrucks;  dasselbe  war
über  dem  ganzen  Gebiet  sehr  gleich*
mäfsig  zwischen  758  und  761mm,  und
lag  nur  in  Ostpreufsen  noch  etwas
höher;  die  monatlichen  Barometer-Schwankungen
  hatten  ungefähr  normale
Gröfse.
3.  Das  Vorherrschen  der  Winde
von  der  Ost-  und  Südostseite  des
Horizonts  im  nördlichen  Centraleuropa,
während  in  der  Nähe  der  Alpen  jene
von  der  SW-  und  W-Scite  die  Oberhand ­
  hatten.  —  Ferner  die  Seltenheit
stürmischer  Winde,  namentlich  im  Vergleich ­
  zum  vorhergehenden  Monate
August.

4.  Die  relative  Regenarmuth  des
nördlichen  Contraleuropa's  (Dänemark
hatte  nur  etwa  die  Hälfte  der  normalen ­
  Menge,  und  die  ungewöhnlich
grofse  Häufigkeit  und  Intensität  der
Niederschläge  in  Mittel-  und  Süddeutschland, ­
  besonders  aber  im  Alpengebiet ­
  und  Ober-Italien,  wo  z.  B.  in
Lugano  die  Monatssumme  592mm  erreichte. ­
  Die  Regengüsse  traten  im
Gefolge  mehrerer  flacher,  aber  ziemlich ­
  gut  definirter  Depressionen  auf
und  erreichten  die  gröfste  Stärke  im
südlichen  Alpengcbiete  um  die  Mitte,
in  Süd-  und  Mitteldeutschland  gegen
Ende  des  Monats;  sie  verursachten
in  Ober-Italien,  Tyrol  und  Kärnten,
in  geriugerein  Grade  auch  in  Mitteldeutschland ­
  (Königreich  Sachsen)  verheerende ­
  Ueberschwemmungen.
5.  Die  von  Nord  nach  Süd  abnehmende ­
  Mitteltemperatur  des  Monats,
welche  in  Südskandinavieu  1  */•> 0  über,
im  Alpengebiete  etwa  2°  unter  der
Normalen  lag.  Unterhalb  des  Niveaus
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.