accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 10 (1882)

702

Die  flachste  Stelle  mit  9  m  wurde  in  der  Nähe  der  Ostkante  der  Bank,
in  9°  12'S-Br  und  60°  21'  O-Lg,  gefunden;  von  hier  aus  erstrecken  sich  16  Sm
südwestlich  Tiefen  von  ca  18  m,  und  dann  fällt  auch  diese  Tiefe  plötzlich  in
so  grofse  Tiefen  ab,  dafs  inan  mit  400  m  Lothleine  keinen  Grund  erhält.  Nordöstlich ­
  der  9  m-Stelle,  ungefähr  6  Sm  entfernt,  beträgt  die  durchschnittliche
Wassertiefe  gleichfalls  18  m,  aber  in  einem  Abstand  von  13  Sm  wurde  mit
900  m  Lothleine  kein  Grund  mehr  gefunden.  Es  ist  jedoch  leicht  möglich,  dafs
auf  dieser  Bank  sich  noch  flachere  Stellen  befinden,  denn  auf  dem  südlichen
Theil  der  Bank  sollen  in  ungefähr  11°  S-Br  mehrere  Korallenstelleu  mit  9  m
und  weniger  Wasser  vorhanden  sein.  Auf  einer  dieser  Stellen  will  der  französische ­
  Schoner  „Eliza“  in  Gefahr  gewesen  sein.  Nach  anderen  Berichten
soll  auch  auf  dem  nördlichen  Theile  der  Bank  eine  Tiefe  von  7  m  gefunden  sein.
Nach  den  erhaltenen  Lothungen  scheint  der  Grund  bis  zu  einer  Tiefe
von  60  m  aus  Korallen  zu  bestehen,  in  tieferem  Wasser  wurde  Sand  gefunden.
1.  Br.  M.  S.  „Fawn“  ankerte  auf  25,6  in  Wassertiefe,  in  9°  54'S-Br  und  60°  51'
O-Lg,  mit  183  m  Kette  und  lag  daselbst,  obgleich  zuweilen  eine  häfsliche  See
stand,  ganz  sicher.  Ferner  wurde  auf  20  m  Wassertiefe  in  8°  25'S-Br  und
60°  10'  O-Lg  geankert;  hier  hat  die  Bank  nur  eine  Breite  von  5  Sm  und  fällt
nach  Westen  zu  plötzlich  von  31  m  auf  230  m  ab.
Als  das  Schiff  zu  Anker  lag,  wurde  eine  schöne  Art  grofscr  Fische
gefangen.
Strömung.  Nach  den  gemachten  Beobachtungen,  als  das  Schiff  vor  Anker
lag  und  auch  während  der  Vermessung  der  Bank,  wurde  die  Hauptrichtung  des
Stromes  etwas  südlich  von  West  gefunden;  die  durchschnittliche  Geschwindigkeit ­
  betrug  1  Sm  die  Stunde.  In  den  vielen  zwischen  den  flachen  Stellen  der
Bank  befindlichen  Rinnen  mit  tiefem  Wasser  war  die  Strömung  veränderlich
und  lief  auch  mit  gröfserer  Geschwindigkeit,  als  auf  den  flachen  Stellen.
Nordwestlich  der  Bank,  in  7°  45'  S-Br  und  59°  40'  O-Lg,  wurden  heftige
Stromkabbelungen  beobachtet,  welche  wahrscheinlich  dadurch  entstehen,  dafs  die
Strömung  von  beiden  Seiten  der  Bank  daselbst  zusammentrifft.  Es  konnte  daselbst ­
  mit  420,  330  und  390  m  Lothloine  kein  Grund  erreicht  werden.
In  der  mit  „reported  breakers“  bezeiclmeten  Position,  in  7°  15'S-Br
und  61°  26'  O-Lg,  wurde  kein  Anzeichen  von  Bi*andung  bemerkt,  obgleich  zu
der  Zeit  eine  hohe  See  stand;  auch  konnte  daselbst  mit  640m  Lothleine  der
Grund  nicht  erreicht  werden.  Ferner  wurde  noch  nach  der  in  12°  12'  S-Br
und  60°  42'  O-Lg  gemeldeten  Untiefe  gesucht,  aber  auch  hier  konnte  mit  820  m
Lothleine  kein  Grund  erreicht  werden.“
6.  (D.  S.)  Riff  am  nördlichen  Eingänge  der  Gaspar-Strafse. 1 )
Kapt.  F.  G.  Crantz  vom  Schiffe  „Dido“  berichtet:  „Am  19.  August  1882  um
6 h  20 m  p.  m.  passirten  wir  auf  der  Reise  von  der  Swwda-Strafse  nach  Manila
etwa  ‘/ä  Kblg  in  Lee  eines  kleinen  Riffes  von  etwa  anderthalb  Schiffslängen
Ausdehnung,  auf  dessen  Südende  leichte  Ueberfälle  sichtbar  waren.  Dafs  ich
es  nicht  mit  einer  Täuschung  zu  thun  hatte,  dafür  bürgt  mir  der  Geruch:
starker,  fauler,  fischiger  Korallenriff-Geruch.  Das  Riff  liegt  in  1°  55'S-Br  uud
107°  14'  O-Lg,  etwa  31  Sm  NzO  von  Gaspar-lnsel,  oder  doch  ganz  in  der  Nähe
dieser  Position.  Um  5 h  p.  m.  hatten  wir  (raspar-lnsel  noch  gesehen  und  bis
zu  dieser  Zeit  nur  etwa  1  Sm  Strom  nach  NW  bemerkt.  “
7.  Ansegelung  der  Yung  hin-Bucht  und  Lage  der  Insel  Mouchez. 2 )
Ostküste  von  Korea.  Nach  einem  Bericht  des  Kommandanten  S.  M.  Kbt.
„Iltis“,  Korv.-Kapt.  Klausa,  ist  als  Ansteuerung  der  Yung  hin-  oder  Broughton-Bucht
  (Port  Lazaref),  von  Süden  kommend,  die  Insel  Mouchez  (Khalezow)  zu
empfehlen;  dieselbe  wurde  15  Sm  weit  gesichtet,  während  die  näher  liegende
Küste  durch  eine  Nebelbank  verdeckt  war.  Jedoch  ist  dabei  zu  bemerken,
dafs  die  Lage  dieser  Insel  sowohl  gegen  das  Kap  Duroch  (Peschurof)  in  der
Br.  Adm.-Karte  No.  2347  (Tit.  XI,  No.  136),  als  auch  auf  der  russischen

■)  Vgl.  Hor-sburgh,  „India  Directory“,  Vol.  II  (1864),  pag.  33,  36,  40,  41,  46.
*)  Vgl.  „China  Sea  Directory“,  IV  (1873),  pag.  79  und  80.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.